Ruby Tuesday

Dienstag, 28. März 2017

Stan Wawrinka, schweizerischer Tennisspieler, der aktuell zur Spitze der Weltrangliste zählt, u. a. mit Roger Federer Olympia-Sieger im Doppel (2008) wurde, die Australian Open (2014), die French Open (2015) sowie die US Open (2016) gewann und zum «Schweizer des Jahres» (2013) gewählt wurde, feiert heute seinen 32. Geburtstag.

Unser heutiges Geburtstagskind

Stanislas «Stan» Wawrinka ist ein Schweizer Tennisspieler. Er spielt seit 2002 auf der ATP World Tour. Am 12. Mai 2008 stand er erstmals unter den Top Ten der Tennisweltrangliste. Im selben Jahr wurde er mit Roger Federer Olympiasieger im Doppel. Seit April 2013 wird er vom ehemaligen schwedischen Tennisspieler Magnus Norman trainiert, mit dem er am 26. Januar 2014 seinen bis dahin grössten Einzel-Erfolg erreichte, den Titelgewinn bei den Australian Open. Durch diesen Sieg erreichte er mit Position 3 der Weltrangliste die bisher beste Platzierung seiner Karriere. 2015 gewann er den Final der French Open und 2016 den der US Open, jeweils gegen Novak Ðokovic.

Seine bevorzugten Beläge sind Sand- und Hartplätze. Seine besondere Stärke ist eine einhändige Rückhand, die zu den besten der Welt gehört.

Stan Wawrinka wuchs zusammen mit seinem Bruder Jonathan und seinen zwei Schwestern Djanaée und Naélla auf einem Bauernhof in Saint-Barthélemy im Kanton Waadt auf, dem ein Behindertenheim angeschlossen ist. Sein Grossvater, der aus Deutschland in die Schweiz eingewandert war, war Bio-Bauer. Sein Vater Wolfram Wawrinka, früher selber Landwirt, und seine Mutter Isabelle Wawrinka arbeiten beide für das Behindertenheim. Stanislas besuchte die Rudolf-Steiner-Schule im rund 12 km entfernten Crissier.

Zum Tennis kamen Wawrinka und sein drei Jahre älterer Bruder Jonathan durch Freunde der Eltern aus dem Elsass, deren Söhne Dimitri und Gregory Zavialoff auf dem Hof der Wawrinkas ihre Sommerferien verbrachten und dort auf dem Tennisplatz Bälle schlugen. Dimitri Zavialoff wurde später für 15 Jahre Wawrinkas Trainer.

Im Tennisclub Echallens begann Wawrinka mit dem Tennisspielen. Da Dimitri Zavialoff damals gerade seine Ausbildung zum Tennislehrer beendet hatte, wurde er von Wawrinkas Eltern engagiert. Er wurde Wawrinkas Trainer und absolvierte mit ihm drei Winter-Trainingslager in Barcelona, in denen er ihn auf das professionelle Tennis vorbereiten sollte. Mit 16 Jahren nahm Wawrinka an den European Championships teil, bei denen er den Halbfinal erreichte.

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28.3.2017

Video zum Geburtstag: Pardonnez-moi - L'interview de Stanislas Wawrinka

Video zum Dienstag: Oldtimer unterm Hammer

Zitatenschatz-Abfrage – Trimmen Sie Ihren IQ fit

Tuesday-News

Tuesday-News

Die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch nicht überall. Immer mehr Menschen über 55 sind ohne Job. Das besagt eine Auswertung des Arbeitsmarkts, den der Gewerkschaftsbund für BLICK machte.

Die gute Nachricht vorweg: In der Schweiz gibt es weniger Arbeitslose. Ende Februar sank die Quote auf 3,6 Prozent, das sind 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die schlechte Nachricht: Im Februar lag die Arbeitslosigkeit bei den über 55-Jährigen 4,3 Prozent höher als im Vorjahr.

«Diese Arbeitssuchenden spüren keinen Aufschwung», sagt Daniel Lampart (48). Der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds hat für BLICK den Arbeitsmarkt der letzten zwei Jahre analysiert. Resultat: Während zwar die Wirtschaft brummt und Jobs schafft, zieht die Zahl der älteren Arbeitslosen überdurchschnittlich an. «Dieses Phänomen zeichnete sich in den letzten drei Jahren verstärkt ab», sagt Lampart.

Diese Entwicklung der letzten zwei Jahre gilt für fast alle wichtigen Branchen, wie folgende Beispiele zeigen:

• In der Maschinenindustrie stieg in den letzten zwei Jahren die Zahl der Arbeitslosen insgesamt um fünf Prozent, bei den älteren Arbeitnehmern um zwölf Prozent. «Sie haben nach Entlassungen viel grössere Probleme bei der Stellensuche als junge», sagt Lampart.

• Ähnlich die Entwicklung in der Landwirtschaft: Dort nahm in den letzten zwei Jahren die Zahl der Arbeitslosen zwar um ein Prozent ab. Nicht aber bei den über 55-Jährigen, dort stieg sie um 20 Prozent.

• Gleicher Effekt in der Informatik: Die Zahl der Arbeitslosen in den letzten zwei Jahren stieg um drei Prozent, die der älteren Semester um zwölf Prozent. Lampart: «In dieser Branche haben wir schon lange ein Problem mit der Diskriminierung von Älteren.»

• In der Vorzeigebranche Pharma ist die Lage nicht besser: Während die Zahl der Stellensuchenden im Schnitt um acht Prozent stieg, schoss jene der über 55-jährigen um 29 Prozent in die Höhe.

Zu den wenigen Ausnahmen gehört die Telekombranche. Hier stieg in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Arbeitslosen um zwölf Prozent, bei den älteren Semestern beträgt das Plus elf Prozent.

Samuel Stalder (35) hat im letzten Jahr eine Vermittlungsplattform für Stellensuchende über 50 Jahre lanciert: «Viele Unternehmen haben grosse Vorurteile. Sie denken, ältere Angestellte seien weniger lernbereit und weniger motiviert. Und dass sie eher wegen Krankheit öfter ausfallen. Das muss aber nicht so sein.»

Die Arbeitgeber bestätigen: «Generell sind ältere Arbeitnehmer fit für den Arbeitsmarkt», sagt Fredy Greuter vom Schweizerischen Arbeitgeberverband. Die Unternehmen zählten durchaus auf ältere Arbeitskräfte. Sie seien auch im Vergleich mit jüngeren konkurrenzfähig. Greuter hält der Analyse des Gewerkschaftsbunds entgegen und beruft sich auf die Arbeitslosenquote als Richtgrösse: «Die Arbeitslosigkeit der Ü55 hat innerhalb der letzten zwei Jahre marginal und nicht stärker zugenommen als in den anderen Altersgruppen», sagt er.

Einige Kantone haben den Anstieg der älteren Arbeitslosen erkannt und geben Gegensteuer. Der Kanton Zug etwa will mit Plakaten, Foren und Gesprächsrunden Arbeitgeber sensibilisieren. Im Kanton Aargau läuft eine Plakatkampagne. Seit 2011 habe der Anteil Stellensuchender über 50 um 22 Prozent zugenommen, sagt Projektleiter Urs Schmid (63). «Mehrheitlich sind sie von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen oder mindestens gefährdet, es zu werden.»

Aktiv ist auch der Kanton Zürich. «Um der Ü50-Herausforderung zu begegnen, braucht es ungewöhnliche Massnahmen», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (59). Der Kanton startete deshalb ein Mentoring-Programm für erfahrene und hochqualifizierte Arbeitssuchende. Sie erhalten Unterstützung von 300 freiwilligen Mentoren, die ihr berufliches Netzwerk zur Verfügung stellen.

Die Arbeitgeber appellieren aber auch an die Eigenverantwortung. Fredy Greuter sagt: «Es ist im Interesse der älteren Arbeitskräfte, sich stetig weiterzubilden, um konkurrenzfähig zu bleiben.»

Quelle: Bligg

28.3.2017

Breaking News

Breaking News
Eine Unterschriftensammlung ist Knochenarbeit: Politologe Nenad Stojanovic an einem Stand in Lugano

Eine Unterschriftensammlung ist Knochenarbeit: Politologe Nenad Stojanovic an einem Stand in Lugano

Das Volk wird wohl nicht nochmals über die Zuwanderungsinitiative abstimmen. Die Unterschriftensammler stiessen auf viel Unverständnis.

«Es müsste ein Wunder geschehen», sagt Nenad Stojanovic. Der Tessiner Politologe hat in den letzten drei Monaten unermüdlich für ein Referendum gegen die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative geworben, hat über Mittag auf der Strasse Unterschriften gesammelt und spätabends Inhalte für seine Website aufbereitet. Trotzdem fehlt Stojanovic und seinen Verbündeten aber wohl mindestens die Hälfte der nötigen 50'000 Unterschriften – und dies elf Tage vor Ablauf der Referendumsfrist.

Ganz aufgegeben haben die Beteiligten noch nicht. Sie wollen bis am Sonntag weitersammeln und erst danach eine definitive Bilanz ziehen. Zuversicht äussert aber niemand mehr. «Ich sehe schwarz», sagt Willi Vollenweider. Der Präsident der Milizorganisation Gruppe Giardino hat rund 7000 Unterschriften gesammelt. 2000 bis 3000 kann ein Komitee um die Zuger Studentin Sandra Bieri vorweisen. Für Sprecher Martin Alder ist angesichts der Zahlen «klar, dass wir grandios gescheitert sind». Neben Stojanovic steuern ausserdem die Tessiner CVP sowie zwei Bürgervereine Unterschriften bei. Gesamthaft dürften den verschiedenen Komitees bisher nicht mehr als 25'000 Unterschriften vorliegen.

«Mickriger» Rücklauf bei Versand

Einen Grund für ihr Scheitern sehen die Befürworter des Referendums in ihren geringen Mitteln. Im Gegensatz zu Parteien, Gewerkschaften oder Verbänden verfügten ihre Komitees weder über Personal noch grosse Adressdatenbanken. Zudem mussten sich die Komitees erst noch formieren, als die Referendumsfrist bereits zu laufen begonnen hatte. Einzig am Mangel an Organisation und Mitteln lag es aber nicht, wie die 80'000 Unterschriftenbögen zeigen, die Vollenweider im Tessin verteilen liess. Ohne bekannten Absender verfing die Botschaft offensichtlich nicht. «Der Rücklauf war äusserst mickrig», sagt Vollenweider.

Auf der anderen politischen Seite mühte sich Stojanovic auf der Strasse damit ab, zu erklären, wieso er als Befürworter der Umsetzung «light» Unterschriften für ein Referendum gegen die Vorlage sammelte. «Ich bin zufrieden – wieso soll ich unterschreiben?», sei eine häufige Reaktion im linken Lager gewesen, erzählt Stojanovic. Diese Haltung führt der Politologe auf einen Mangel an prominenter Unterstützung zurück. «Bei komplexen Vorlagen zählt für die Bürger die Meinung von bekannten Persönlichkeiten, denen sie Vertrauen schenken, viel.»

In dieser Hinsicht hatten nicht nur Stojanovic, sondern auch Unterschriftensammler auf der rechten Seite ein Defizit. Die SP- und die SVP-Spitze hatten dem Referendum nicht nur ihren Segen vorenthalten, sondern aktiv davon abgeraten, dafür zu unterschreiben. Während SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz und Alt-Bundesrat Christoph Blocher von einem «Scheinreferendum» sprachen, gaben SP-Präsident Christian Levrat und Fraktionschef Roger Nordmann der Basis zu verstehen, dass man nicht das Referendum ergreife, wenn man mit einer Vorlage zufrieden sei. «Diese Signale haben nicht geholfen», sagt Stojanovic.

Mehrheit für «Light»-Umsetzung

Eine neue Umfrage des Forschungsinstituts GFS Bern im Auftrag des Verbands Interpharma lässt ausserdem vermuten, dass der Unmut der Bevölkerung über die Schmalspurumsetzung der Masseneinwanderungsinitiative geringer ist, als es sich deren Gegner wünschen. Während sich 51 Prozent der Befragten mit der Umsetzung zufrieden zeigten, gaben 57 Prozent der Befragten an, sie würden die Umsetzung in einer Volksabstimmung annehmen.

Für Vollenweider ist die mehrheitliche Zustimmung einem «wirksamen Drohszenario» geschuldet, das Wirtschaftskreise aufgebaut hätten. «Die Leute haben Angst, die Bilateralen zu gefährden.» Stojanovic sieht hingegen bestätigt, dass die Umsetzung erfolgreich durch eine Volksabstimmung hätte gebracht werden können, was auch die Rasa-Initiative überflüssig gemacht hätte. Nun komme Rasa wahrscheinlich ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung. «Ob das nun besser ist?»

Quelle: Tages-Anzeiger

28.3.2017

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News
Gemeinsame Rückkehrberatung: Simonetta Sommaruga mit dem französischen Innenminister Matthias Fekl am Treffen in Brüssel. (27. März 2017)

Gemeinsame Rückkehrberatung: Simonetta Sommaruga mit dem französischen Innenminister Matthias Fekl am Treffen in Brüssel. (27. März 2017)

Bei der freiwilligen Rückkehr von Asylsuchenden kann Europa von der Schweiz lernen, findet Justizministerin Sommaruga.

Wie kann man Asylbewerber, die einen negativen Entscheid erhalten, zur Rückkehr in die Heimat bewegen? Dies war eines der Themen, mit denen sich die EU-Innenminister bei einem Treffen in Brüssel beschäftigten. Vor Ort war auch Justizministerin Simonetta Sommaruga. Sie machte sich dafür stark, die freiwillige Rückkehr gegenüber der Zwangsausschaffung zu fördern. «Wir sollten uns auch überlegen, gemeinsam, möglichst schon an den EU-Aussengrenzen, Rückkehrberatung anzubieten», sagte Sommaruga.

Noch vor dem Treffen hatte die Justizministerin die Gelegenheit ergriffen, Werbung zu machen für das Schweizer Asylsystem: Bei der freiwilligen Rückkehr von Asylsuchenden könne die Schweiz Europa «auch noch etwas bieten». Dank einer frühzeitigen Beratung könne man den Rückkehrern eine Perspektive schaffen. «Wir haben das im Testzentrum in Zürich ausprobiert, und es hat sich gezeigt, dass man mit solchen Massnahmen die freiwillige Rückkehr verbessern kann.» Im Bundeszentrum in Zürich werden beschleunigte Asylverfahren durchgeführt. Der Anteil jener Personen, die freiwillig ausreisen, ist dabei dreimal höher als im Regelbetrieb. Insgesamt waren es sechs Prozent, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) 2016 bekannt gab.

Gratis-Anwälte und berufliche Projekte

Der Grund für den Erfolg ist laut SEM einerseits die frühe Beratung der Asylbewerber durch Gratis-Anwälte: So wissen sie, wie ihre Chancen für ein Asylgesuch aussehen. Andererseits erhalten die Asylbewerber mehr Geld, je früher sie freiwillig zurückkehren. Personen, die ihr Asylgesuch noch vor der Anhörung zurückziehen, erhalten 1000 Franken. Ist das Gesuch abgelehnt, sinkt der Betrag auf 250 Franken.

Einen zusätzlichen Anreiz bietet der Bund, indem er den Rückkehrern berufliche Projekte vor Ort finanziert, zum Beispiel einen Handwerksbetrieb. Zur Verfügung stehen bis zu 3000 Franken, die allerdings nur gegen entsprechende Quittungen ausgezahlt werden. Wie die Zahlen für 2016 zeigen, gingen insgesamt rund 2500 Personen freiwillig zurück in ihre Heimat. Den grössten Anteil machen mit rund 340 Personen die Iraker aus, gefolgt von den Afghanen. Die Alternative zur freiwilligen Rückreise ist die Ausschaffung, die deutlich höhere Kosten mit sich bringt. Jene Asylsuchenden, die nicht in den Bundeszentren leben, reisen meist erst nach einem negativen Entscheid freiwillig zurück. Das sagt Emil Honauer des Hilfswerks Caritas. Dass im letzten Jahr am meisten Iraker und Afghanen zurückgingen, liege an der grossen Anzahl Asylgesuchen aus jenen Ländern.

Quelle: Tages-Anzeiger

28.3.2017

Hair Force One

Yellow News – The Yellow Danger

Roger Schawinski im Gespräch mit Markus Somm

Schawinski und Somm streiten über The Donald

Das FBI untersucht derzeit, ob das Trump-Team während der US-Präsidentenwahl unerlaubte Kontakte zu Russland gepflegt und damit den Sieg von Donald Trump beeinflusst hat. Auch in anderen Fragen steht Trump mit dem Rücken zur Wand. Ein Streitgespräch mit Markus Somm, Chefredaktor «Basler Zeitung».

Zwei Monate nach Amtseinführung von Donald Trump ist die Unzufriedenheit mit dem US-Präsidenten um 10 Prozent gestiegen: Laut Gallup-Umfragen missbilligen aktuell 55 Prozent seine Amtsführung, nur 37 Prozent finden sie gut. Kein Wunder, hält Trump doch vehement an Abhörvorwürfen gegen Obama fest, obwohl sie von FBI-Direktor James Comey dementiert wurden. Und auch Trumps erstes grosses Projekt, die Revision des Gesundheitsprojekts «Obamacare», muss sich gegen erbitterten Widerstand im Kongress und seiner eigenen Partei durchsetzen.

Markus Somm, Chefredaktor und Verleger der «Basler Zeitung», hält Trumps Positionen trotz möglicher Kritik für revolutionär und prophezeit bereits jetzt eine zweite Legislatur des polarisierenden Präsidenten. Im Streitgespräch mit Roger Schawinski wird Bilanz aus den ersten zwei Monaten der Trump-Regierung gezogen.

Quelle: The SRF Fake News

28.3.2017

Misstrauen gegen The Donald bringt den Dollar ins Wanken

Die Märkte hatten dem US-Präsidenten viel Kredit eingeräumt. Geliefert wurde wenig. Nun gerät die US-Währung unter Druck. „Nach fünf Monaten Party stürzt plötzlich jeder Richtung Notausgang“, beschreibt eine Grossbank die Lage.

Bisher hat sich Donald Trump noch mit allen angelegt, die seiner Politik kritisch gegenüberstehen: Politiker, Schauspieler, Geheimdienstler, Richter und Journalisten bekamen die Verbalattacken und Tweets zu spüren. Als Nächstes könnte der Markt den Unmut des US-Präsidenten abbekommen.

Mister Markt ist nicht irgendwer. Er ist vielleicht der härteste Richter, den der Mann im Weissen Haus fürchten muss. Und dieser Richter hat ein vorläufiges Urteil gesprochen: Trumps Wirtschaftsprogramm ist im Soll, der Vertrauensvorschuss ist – erst einmal – weg.

Ablesen lässt sich das am Dollar, der seit einiger Zeit als Trump-Barometer gilt. Mehr noch als der Aktienmarkt würde die Währung von einer Politik profitieren, die die Wachstumskräfte der US-Wirtschaft entfesselt. Nach dem Scheitern von Trumpcare Ende letzter Woche wachsen jedoch die Zweifel, dass der Nichtpolitiker Trump seine politischen Ziele umsetzen kann.

„Jetzt stürzt plötzlich jeder Richtung Notausgang“

Trotz einer komfortablen Mehrheit der Republikaner in beiden Häusern des Kongresses keine Spur von „gut geölter Maschine“, wie Trump seine Administration einst genannt hatte. Der Kurs der US-Devise ist zu Wochenbeginn auf den niedrigsten Stand seit Mitte November gefallen.

Der viel beachtete Dollar-Index DXY, der das Wertverhältnis zu den wichtigsten Handelswährungen abbildet, rutschte am Montag um mehr als 0,7 Prozent ab. Seit seinem Hoch im Januar hat das Devisenbarometer fast fünf Prozent an Wert verloren und damit fast alle Gewinne seit der Präsidentschaftswahl am 8. November eingebüsst.

„Nach fünf Monaten Party stürzt plötzlich jeder Richtung Notausgang“, beschreibt die US-Grossbank Citi die aktuelle Situation. Spiegelbildlich dazu bewegt sich der Gegenpart des Dollar – der Euro ist plötzlich wieder gefragt. Am Montag ist die Gemeinschaftswährung erstmals seit November über die Marke von 1,09 Dollar gesprungen.

Ein Wert von 1,09 Dollar erscheint auf den ersten Blick unspektakulär. Doch mit dem jüngsten Satz sprang der Euro zugleich über die 200-Tage-Linie. Diese gleitende Durchschnittslinie betrachten viele Devisenhändler und Analysten als magische Marke oder auch Zauberlinie.

Spekulanten lösen ihre Wetten gegen den Euro auf

Ein Seitenwechsel, also ein Absacken unter die Linie oder ein Ausbruch nach oben, markiert häufig einen grundlegenden Trendwechsel an den Märkten. So könnte es auch diesmal sein, mutmassen einige Akteure.

Es ist das erste Mal seit September 2016, dass der Euro zum Dollar über die 200-Tage-Linie gestiegen ist.

Schon in der vergangenen Woche hatten Spekulanten begonnen, ihre Wetten auf einen fallenden Euro aufzulösen. Nun hat sich der Abbau der Short-Positionen beschleunigt. Mittlerweile haben Hedgefonds so wenige pessimistische Euro-Wetten im Markt wie seit Mai 2014 nicht mehr. Damals stand die Gemeinschaftswährung allerdings noch bei 1,30 Dollar und darüber.

Zwar rechnet kein Experte derzeit damit, dass der Euro wieder in diese Region vorstossen könnte, allerdings werden die letzten Euro-Pessimisten langsam mürbe. Zumal sich die lange erwartete Parität, also der Gleichstand von Dollar- und Euro-Kurs, selbst während der Honeymoon-Phase von Trump nicht einstellen wollte.

Auch die Deutsche Bank knickt ein

Auch die Deutsche Bank, einer der grössten Dollar-Optimisten und zugleich Euro-Pessimisten, hat umgeschwenkt. Erst letzte Woche haben die Deutschbanker ihre düstere Vorhersage kassiert, dass die Gemeinschaftswährung bald weniger als ein Dollar wert sein würde. Rechneten sie vor Kurzem noch mit einem regelrechten Euro-Absturz, der sich ins Jahr 2018 erstrecken werde, so haben sie nun ein Kursziel von 1,10 Dollar ausgerufen.

Im Mittel sagen Devisenanalysten jetzt einen Dollar-Kurs von 1,07 Dollar für das Jahresende voraus, wie aus einer Umfrage der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Devisenprognostiker reagieren oft mit einiger Verzögerung auf Trendbrüche, doch auch in diesen Mittelwerten ist bereits eine Drift zu erkennen.

Kurz nach der Wahl Trumps hatte das Auguren-Kollektiv seine Vorhersagen von 1,10 auf 1,05 Dollar zurückgenommen. Jetzt rücken immer mehr von ihren pessimistischen Euro-Szenarien ab. Seit Einführung notierte die Einheitswährung im Schnitt bei 1,23 Dollar, also deutlich über dem momentanen Niveau. Vielleicht nicht ganz zufällig verorten Ökonomen dort auch den fairen Preis des Euro zum Dollar.

Die Wirtschaft in Europa läuft sehr gut

Grund ist auch die unklare politische Situation in Washington. Vor dem dritten Quartal werde Trump wohl keine Gesetze durch den Kongress bringen, die positiv für den Dollar sind. „Wir haben nach der Trump-Wahl unsere negative Sicht zum Euro bekräftigt, rechnen jetzt aber nicht mit weiterer Euro-Schwäche“, schreibt Deutsche-Bank-Analyst George Saravelos.

Während jenseits des Atlantiks die Trump-Rallye ins Stocken geraten ist, läuft es diesseits erstaunlich rund. Die jüngsten Wirtschaftsdaten der Euro-Zone haben die Experten allesamt überrascht. Nachdem zum Wochenschluss die Einkaufsmanagerindizes in der Währungsunion auf Mehrjahreshochs gestiegen sind, sorgte zu Wochenbeginn der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex für Furore.

Der verlässliche Frühindikator stieg im März auf den höchsten Stand seit Juli 2011, sprich: Die deutschen Firmenlenker sind so optimistisch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Selbst das nach dem Brexit-Votum angeschlagene Britische Pfund präsentiert sich zum Dollar ungewohnt stark. Zuletzt blinzelte der Sterling kurz über 1,26 Dollar hinaus. Auch aus britischer Sicht scheint es mehr und mehr zweifelhaft, dass Donald Trump seine Wachstumsagenda durchsetzen kann. Die ersten Attacken gegen die Devisenspekulanten aus dem Weissen Haus sind wohl nur eine Frage der Zeit.

Quelle: The WELT Fake News

28.3.2017

Nunes Informant war im Weissen Haus

Die Informationen über eine angebliche Überwachung des Trump-Teams kamen aus dem Weissen Haus. Die Demokraten bezweifeln die Unabhängigkeit des Untersuchungsleiters.

Die Informationen über eine angebliche Geheimdienstüberwachung des Teams von US-Präsident Donald Trump stammen aus dem Weissen Haus selbst. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Devin Nunes, bestätigte, die Hinweise auf dem Gelände des Präsidentensitzes bekommen zu haben.

Der Republikaner und sein Sprecher Jack Langer blieben dabei, den Informanten nicht preiszugeben. Langer sagte wörtlich: "Der Vorsitzende Nunes traf die Quelle auf dem Gelände des Weissen Hauses, um nah an einem sicheren Ort zu sein, wo er die Informationen sichten konnte, die die Quelle ihm zur Verfügung stellte."

Anschliessend war Nunes vor die Presse getreten und hatte von der angeblichen Überwachungsaktion berichtet. Trump nutzte den Moment, um zu bekräftigen, er fühle sich in seinem Vorwurf von seinem Vorgänger Barack Obama abgehört worden zu sein, durch diese neuen Informationen ein Stück weit bestätigt.

Demokraten fordern Nunes Rücktritt als Untersuchungsleiter

Hochrangige Demokraten reagierten empört: Wenn der Abgeordnete seine Informationen am Sitz des Präsidenten erhalte, sei er offensichtlich voreingenommen und könne die Überprüfung mutmasslicher russischer Einflussnahme auf den US-Wahlkampf nicht mehr objektiv vornehmen, sagte der ranghöchste Demokrat im Geheimdienstausschuss, Adam Schiff. Er warf ihm vor, ein Sprachrohr für die Trump-Regierung zu sein. Der Senatsausschuss untersucht Berichte darüber, inwiefern Russland Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl genommen und in Verbindung zu Trumps Team gestanden hat.

Die demokratischen Minderheitenführer im Senat und im Repräsentantenhaus, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, forderten Paul Ryan als Vorsitzenden des Repräsentantenhauses auf, Nunes abzusetzen. Ryan liess hingegen über eine Sprecherin mitteilen, er habe volles Vertrauen in Nunes, der als Teil von Trumps Übergangsteams dessen Präsidentschaft vorbereitet hatte.

Das Weisse Haus wies Vorwürfe zurück, dass Nunes seine Informationen direkt von dort erhalten habe. Warum hätte er Trump in einem solchen Fall dann über diesen neuen Sachverhalt informieren sollen, sagte Sprecher Sean Spicer am Donnerstag. "Das macht nicht besonders viel Sinn."

Trumps Schwiegersohn Kushner vor Ausschuss befragt

Unterdessen erklärte sich Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner bereit, vor dem Geheimdienstausschuss Fragen über Treffen mit dem russischen Botschafter und anderen Vertretern zu beantworten. Er wird damit der vierte Trump-Verbündete sein, der vor dem Kongressausschuss aussagen wird. Ebenfalls bereit erklärten sich Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort, der Berater Carter Page sowie der mit Trump in Verbindung stehende Roger Stone.

Quelle: The ZEIT Fake News

28.3.2017

The Donalds Kindheits-Zuhause für 2,1 Mio Dollar verkauft

Das zweistöckige Haus, in dem der amtierende US-Präsident mit seiner Familie gelebt hat, hat den Besitzer gewechselt.

Das Haus, in dem der heutige US-Präsident Donald Trump im New Yorker Stadtteil Queens einen Teil seiner Kindheit verbracht hat, ist für 2,1 Millionen Dollar verkauft worden. Ein anonymer Bieter erhielt bei einer Versteigerung den Zuschlag für das Gebäude im noblen Viertel Jamaica Estates, wie das für die Auktion zuständige Immobilienunternehmen mitteilte. Es handele sich aber nicht um den US-Präsidenten selbst.

Trump hatte im September in einer Talkshow bedauert, dass das 1940 von seinem Vater errichtete Haus veräussert wird, und angekündigt, er wolle es kaufen. Der US-Präsident verbrachte dort die ersten vier Jahres seines Lebens, die Adresse steht in seiner Geburtsurkunde. Später zog die Familie in ein grösseres Haus in der Nachbarschaft um.

Besitzer warteten Präsidentschaftswahl ab

Das zweigeschossige Haus im Tudorstil hatte erst im Dezember den Besitzer gewechselt. Ein Investor zahlte damals 1,39 Millionen Dollar. Der nun erzielte Preis liegt zwar knapp über dem Durchschnittspreis für vergleichbare Anwesen in dem Viertel. Der beauftragte Immobilienmakler hatte sich aufgrund der Historie des Hauses dennoch einen höheren Erlös erhofft.

Ursprünglich sollte das Haus eigentlich schon Mitte Oktober unter den Hammer kommen, die damaligen Besitzer wollten dann aber den Ausgang der Präsidentschaftswahl im November abwarten, in der Hoffnung, dass ein Sieg Trumps den Preis in die Höhe treiben könnte. Im Zuge ihrer Scheidung verkauften sie es dann aber im Dezember.

Quelle: The 20Minüten Fake News

28.3.2017

Hair Force One – «The Very Best Of» From The Yellow Submarine

    • «Gute Menschen rauchen kein Marihuana»

    • Was? Not more? Soooooooooooo sad!

    • The Donald hat zum ersten Mal die Hair Force One benutzt – From Waschington-Saloon to the Hair Stylist

    • The Doanald and The FBI

    • The Queen is not amused. So sad.

    • The Daily White House Soap. Sooooooooooo great!

    • What I say is what I say

Bad News

Bad News
Der neue Armeechef Philippe Rebord

Der neue Armeechef Philippe Rebord

Der neue Armeechef Philippe Rebord erklärt im BLICK-Interview, warum die Armee für 225 Millionen Franken Munition kauft und was die Mobilmachungspläne für die Armee bedeuten.

BLICK: Neben der Nutzungsverlängerung der F/A-18-Jets ist die Beschaffung von Sturmgewehr- und anderer Munition für 225 Millionen Franken der wichtigste Posten im neuen Rüstungsprogramm. Herr Armeechef, warum brauchen wir so viel Munition?

Philippe Rebord: Erstens hat man in den letzten Jahren von der Substanz gelebt. Da die Ausbildungskredite gekürzt wurden, hat man mehr Munition aus den Vorräten verbraucht. Zweitens braucht auch die geplante Mobilmachung von 35'000 Mann innert zehn Tagen mehr Munition. Wir wissen ja nicht, wie die verschiedenen Truppen dannzumal bei einem Einsatz eingesetzt werden.

In den Armee-Unterlagen steht, man könne im Ernstfall den Auftrag mit dem heutigen Munitionsbestand nur wenige Tage erfüllen. Wie lange kann die Armee durchhalten, wenn sie die zusätzliche Munition erhält?

Das kann ich nicht sagen, denn die genauen Munitionsvorräte sind geheim.

Sie sagten kürzlich an einer Veranstaltung, dass keine Armee in Europa 35'000 Mann innert zehn Tagen mobilisieren kann. Und auch die Schweiz könne das nicht. Haben Sie sich da zu viel vorgenommen?

Nein. Aber die Weiterentwicklung der Armee ist ein Prozess, der sich ab 2018 über vier Jahre erstreckt. Solange wir nicht voll ausgerüstet sind und wir die Mobilmachung nicht voll eingeübt haben, können wir dies auch nicht. Die Vollleistung werden wir Ende 2021 erreichen.

Und dann haben wir die schnellste Armee in Europa?

An einer Konferenz der europäischen Armeechefs sagten mir kürzlich alle Kollegen, dass sie derzeit nicht 35'000 Mann innert zehn Tagen aufbieten könnten. Wir sind eine Armee, die sehr rasch und flexibel zum Einsatz kommen kann. Die abgestufte Bereitschaft existiert bereits: Erst werden die Profis eingesetzt, dann die Durchdiener und dann die WK-Formationen. Dazu sollen künftig innert drei Tagen 8000 Milizsoldaten einsetzbar sein.

Ausländische Armeechefs staunen über Ihr Ziel. Wie wollen Sie es erreichen?

Der Knackpunkt ist die Voll-Ausrüstung. Es nützt der Armee nichts, wenn 35'000 Mann bereitstehen, die aber nicht genügend Material haben.

Mobilisieren ist also einfacher als ausrüsten?

Es braucht beides. Es ist auch eine Herausforderung, denn die jungen Kompaniekommandanten haben keine Ahnung vom Begriff Mobilmachung. Wir müssen die Leute nun ausbilden.

Welche Mobilmachungszeit hatten Sie persönlich früher?

Ich habe es bis und mit Stufe Regiment erlebt. Aber ich habe die alten Reglemente nicht mehr präsent.

Quelle: Bligg

28.3.2017

Parmesan zeigt seine neuen Waffenpläne

Die Armee hat ihre Beschaffungsliste dem Parlament vorgelegt. Der Fokus liegt dabei auf den F/A-18-Kampfjets sowie den Munitionslagern.

Die längere Lebensdauer der F/A-18-Kampfjets und der Kauf von Munition sind die Schwerpunkte der Armeebotschaft 2017, über die die Räte voraussichtlich im Juni befinden. Heute stellte die Armeespitze die geplanten Beschaffungen vor.

Insgesamt beantragt der Bundesrat dem Parlament für Rüstung und Immobilien Kredite von 2,1 Milliarden Franken. Es sei wichtig, die Ausrüstung der Armee auf einem guten Niveau zu halten, sagte Verteidigungsminister Guy Parmelin heute auf dem Militärflugplatz Payerne VD vor Medienvertretern.

Längere Lebensdauer für F/A-18

Zusammen mit Armeechef Philippe Rebord und Rüstungschef Martin Sonderegger stellte er den Medien und im Anschluss den Mitgliedern der zuständigen Parlamentskommissionen die geplanten Beschaffungen vor. 450 Millionen Franken will der Bundesrat wie angekündigt in die Verlängerung der Lebensdauer der F/A-18-Kampfjets investieren.

Es gehe darum, Sicherheitslücken im Luftraum zu vermeiden und Spielraum bei der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge zu erhalten, sagte Parmelin zu der Aufrüstung. Statt nach 5000 Flugstunden etwa 2015 ausgemustert zu werden, sollen die Jets bis 2030 flugtauglich werden, für insgesamt 6000 Flugstunden.

Mit den 450 Millionen Franken sollen unter anderem die Flugzeugstruktur verstärkt, einzelne Systeme ersetzt und neue Radarlenkwaffen gekauft werden. Der Prozess für die Beschaffung neuer Kampfjets steht nach dem Volksnein zum Gripen-Kauf von 2014 ganz am Anfang. Ab 2025 sollen die ersten neuen Jets eintreffen.

Nachholbedarf hat die Armee bei der Munition: In der im Februar vom Bundesrat verabschiedeten Armeebotschaft sind 225 Millionen Franken vorgesehen, um die Munitionslager wieder aufzufüllen. In weniger als zehn Jahren seien die Ausgaben für Munition von 400 auf 100 Millionen Franken reduziert worden, sagte Rüstungschef Sonderegger.

Der Rahmenkredit für Armeematerial - er wird erstmals mit der Armeebotschaft vorgelegt- enthält ausserdem 156 Millionen Franken für Ausbildungsmunition und Munitionsbewirtschaftung. Es handelt sich dabei um die ordentliche Munitionsbeschaffung - im Gegensatz zur ausserordentlichen Aufstockung im Rahmen des Rüstungsprogramms.

Im Luftpolizeidienst

Zum Präsentationsprogramm vom Montag gehörte eine Vorführung des Luftpolizeidienstes (LP24). Seit Anfang Jahr stellt die Luftwaffe sieben Tage die Woche ab Payerne zwischen 8 und 18 Uhr den Luftpolizeidienst sicher. Das Ziel, den Dienst rund um die Uhr zu versehen, ist auf Kurs.

Für die Demonstration werden zwei F/A-18 vorbereitet: wenig Personal am Boden, letzte Kontrollen der Elektronik. Internationale Standards geben vor, dass 15 Minuten nach einem Alarm gestartet werden muss. Beim Abheben vibriert die Luft. Der Lärm ist ohrenbetäubend.

Die meisten Alarmmeldungen erhält die Luftwaffe von Radarempfängern der Armee. Die Flugsicherung Skyguide gibt drei bis vier Mal pro Monat einen Alarm aus, und Luftwaffen der Nachbarländer etwa drei oder vier Mal im Jahr, etwas häufiger während des WEF, wie Divisionär Claude Meier ausführt.

Die bei Operationen immer bewaffneten F/A-18 müssen nicht nur los, wenn fremde Flugzeuge in den Schweizer Luftraum eindringen. Sie steigen auch auf, wenn sich ein Flugzeug in einer Notlage befindet.

Kooperation mit dem Ausland

Die Luftpolizei hat Payerne als Basis, kann aber auch die Militärflugplätze Emmen LU und Meiringen BE benutzen. Ausweichflughäfen sind vorgesehen in Zürich sowie in Saint-Dizier, Orange und Luxeuil auf französischem Boden.

Zudem laufen Verhandlungen mit dem Militärflugplatz Neunburg nordwestlich von München, wie die Armeeführung weiter bekanntgab. Auch mit dem Flughafen Genf laufen zurzeit Verhandlungen.

In Neunburg ist gemäss der deutschen Luftwaffe das taktische Luftwaffengeschwader 74 stationiert. Diese stellt die sogenannte Alarmrotte für den süddeutschen Luftraum. Ab 2019 wird der Schweizer Luftpolizeidienst zwischen 6 und 22 Uhr einsatzbereit sein und ab 2021 rund um die Uhr. Grund der Staffelung ist die Schulung des Personals. Um das Projekt umzusetzen, müssen rund 100 Personen eingestellt werden. Die jährlichen Kosten betragen 30 Millionen Franken.

Das Projekt geht auf eine Motion von alt Ständerat Hans Hess (FDP/OW) aus dem Jahr 2009 zurück. Noch 2015 war die Luftwaffe lediglich zu Bürozeiten einsatzbereit.

Quelle: Tages-Anzeiger

28.3.2017

Ni Hao News

Ni-Hao News
Der Zug fährt durch ein 19-stöckiges Gebäude

Der Zug fährt durch ein 19-stöckiges Gebäude

Fotos aus der Stadt Chongqing, die eine in ein Hochhaus integrierte Zugstation zeigten, sorgten in internationalen Medien für Aufsehen. Chinesen verstehen die Aufregung nicht.

Ein Projekt von Stadtplanern in Chongqing stellt die Verkehrsanbindung in Wohngebieten auf eine neue Ebene: In der grössten Stadt der Welt wurde eine wichtige Zugstrecke durch ein Hochhaus gebaut - mit einer eigenen Station für die Anrainer. Die Bewohner des Hochhauses müssen schlicht in den achten Stock des Gebäudes fahren, um zur Station des "Chongqing Rail Transit" zu gelangen.

Gleichzeitig sollte mit der kreativen Lösung in der rasant wachsenden Stadt, die 2015 mehr als 30 Millionen Einwohner zählte, wohl Platz gespart werden: In der von Hügeln umgebenen Metropole, die auch "Bergstadt" genannt wird, türmt sich ein Hochhaus neben dem anderen in die Höhe. Das macht es für die Stadtarchitekten schwer, ausreichend Raum für die Verkehrsinfrastruktur zu finden.

Während die innovative Zugstation in der vergangenen Woche in ausländischen Medien und bei Auslandschinesen für Aufsehen sorgte, wunderten sich die Einwohner der südwestchinesischen Stadt über die Aufregung, berichtet "Shanghai Daily". Er nutze die Linie bereits seit vier Jahren täglich, schrieb etwa ein Nutzer der chinesischen Kurznachrichtenplattform Weibo.

Tatsächlich wurde die Station, die sich 132 Meter durch das Gebäude schlängelt, nach vier Jahren Bauzeit bereits 2005 fertig gestellt. Chinesischen Staatsmedien zufolge behellige der Zugverkehr die Anrainer aufgrund lärmmindernder Technologien nicht: "Die Autos auf der Strasse sind sogar lauter", berichtete eine Frau, deren Wohnung sich im elften Stock des Hauses befindet, in der "Chongqing Evening News".

Quelle: dpa

28.3.2017

Zug hält mitten in der Wohnung

Chinesen auf Europa-Tour - sechs Länder in 10 Tagen

DAS ENDE DER USA – CHINA ÜBERNIMMT (Dokumentation 2014)

Konfuzius sagt: «So geht Weltmacht»

Nature News

Nature News

Die Zwillinge Janina und Stefanie Sutter übernehmen den Tierlignadenhof in Kaisten AG. Seit ihrem achten Lebensjahr helfen sie auf dem Hof.

Joker (9) ist ausser sich. Gleich gibt es Leckerli. Das Wildschwein wedelt aufgeregt mit dem Schwänzchen und springt im Kreis herum. Schnell zwackt es noch einen Hund in die Wade. Janina Sutter (29) krault nachsichtig seine Borsten. «Er ist eigentlich ein Lieber, er spielt sich einfach gerne als Chef auf.» Sie und ihre Zwillingsschwester Stefanie Sutter (29) kennen die verschrobenen Mödeli der 150 Tiere auf dem Gnadenhof in Kaisten AG gut: Wie die von Ross Coquette (32), das den Besitzern peinlich war, weil es ständig furzte. Auf dem Gnadenhof darf es furzen.

Seit dem achten Lebensjahr helfen die Schwestern auf dem Hof. «Das war für uns immer eine Belohnung», sagt Stefanie Sutter. Nun hat Hofmutter Monica Spoerlé (69) den Zwillingen das Zepter übergeben. Die Gründerin muss aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten.

Nun geht ein Kindheitstraum in Erfüllung

«Mit der Leitung des Hofs geht für uns ein Kindheitstraum in Erfüllung», sagt Janina. Fast jede Minute ihrer Freizeit verbringen sie auf dem Gnadenhof. Arztbesuche mit Büsis, die doppelte Buchhaltung, alles erledigen sie unentgeltlich. «Einen Lohn könnten wir uns gar nicht auszahlen, das wäre viel zu teuer!», sagt Stefanie Sutter. «Wir haben beide noch einen 100-Prozent-Job als KV-Angestellte. Meine Chefin war sogar schon hier und hat mitgeholfen.»

Auch bei den Zwillingen kommt es manchmal zu Meinungsverschiedenheiten: «Anders als meine Schwester, sage ich auch mal aus Vernunft nein, wenn es darum geht, neue Tiere aufzunehmen», sagt Janina Suter. «Keine einfache Entscheidung, denn wir wissen, bei einem Nein wartet der Tod auf sie.»

Auch die Tiere auf dem Hof sollten eigentlich gar nicht mehr am Leben sein. Sie wurden von der Gesellschaft ausrangiert. Wildschwein Joker wäre als Frischling um ein Haar vom Wildhüter erschossen worden.

15'000 Franken kostet der Unterhalt mit den zwei Angestellten. Finanziert wird er aus Spenden.«Als wir vor 20 Jahren kurz davor waren, pleite zu gehen, berichtete der BLICK über uns. So fassten wir neuen Mut zum Weitermachen», sagt Monica Spoerlé.

Den Gnadenhof hat sie mit Möbeln aus dem Brockenhaus eingerichtet, die Katzen schnurren in Stubenwägelchen und Maggie (1), das Schaf, macht es sich auf einem Sessel bequem. «Es ist wichtig, dass die Tiere sich wohl fühlen und Liebe spüren.»

Quelle: Bligg

28.3.2017

Diese Tiere haben doppelt Glück

Good News

Good News
Steve Dagworthy

Steve Dagworthy

Steve Dagworthy jonglierte mit Millionen, ehe er wegen Betrugs verurteilt wurde. Jetzt bereitet er Wirtschaftskriminelle auf das Leben hinter Gittern vor.

Es ist eine komplett fremde Welt, auf die Steve Dagworthy seine Kunden vorbereitet. «Der grösste Fehler wäre es, zu denken, dass man die kommenden Monate oder Jahre einfach in einem sehr schlechten Hotel verbringt», sagt Dagworthy. «Ein Gefängnis ist kein schlechtes Hotel, sondern ein anderer Planet.» Der Engländer hielt sich selbst drei Jahre auf diesem Planeten auf. Er arbeitete als Broker in der Londoner City, dann geriet er auf die schiefe Bahn und wurde wegen Anlagebetrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt. Von denen verbüsste er die Hälfte.

«Ich kam in meinem teuren Anzug im Gefängnis an und fragte erst einmal einen Wärter, ob ich nun duschen könne», sagt der heute 52-Jährige. «Der schaute mich an, als sei ich verrückt.» Dagworthy sagt, er habe keine Ahnung gehabt, was ihn erwarte: «Es hat Monate gedauert, bis ich verstanden habe, wie das Leben hinter Gittern funktioniert.» Dieses Wissen gibt er jetzt weiter an ­andere Menschen, denen erstmals Gefängnis droht. Und die sich sein Honorar leisten können. Ein dreistündiges Gespräch, das frisch gebackene Verbrecher auf ihr neues All-Inclusive-Domizil einstimmt, kostet umgerechnet gegen 650 Franken, plus Mehrwertsteuer.

Sechs Berater, 70 Klienten

Seine Kunden sind vor allem Wirtschaftskriminelle, etwa betrügerische Banker oder Steuersünder der übleren Kategorie. Die Idee für das Geschäft kam Dagworthy noch in Haft, in «Her Majesty’s Prison Hollesley Bay» nordöstlich von London. Er las dort einen Zeitungsartikel über den amerikanischen Gefängnisberater, der dem Anlagebetrüger Bernie Madoff geholfen hatte, und dachte sich, dass so ein Angebot in Grossbritannien fehlt. «Meine Karriereaussichten als Ex-Sträfling waren nicht gerade berauschend, also entschloss ich mich, es zu versuchen», sagt er. Nach seiner Entlassung gründete Dagworthy 2013 die Firma Prison Consultants.

Inzwischen arbeiten sechs Berater für die Gesellschaft. Die waren wie Dagworthy einst erfolgreiche Manager oder Beamte, deren Karrieren aber eine Haftstrafe – etwa wegen Betrugs oder Bestechlichkeit – abrupt beendete. Zudem gehört ein früherer Gefängnisdirektor zum Team, «doch die meisten Kunden wollen von Ex-Häftlingen vorbereitet werden», sagt Dagworthy.

Im Moment hilft die Londoner Firma 70 Klienten, 55 Fälle wurden abgeschlossen. «Das Geschäft nahm erst im vorigen Jahr richtig an Fahrt auf», sagt der Berater. Die Prison Consultants unterstützen einige Kunden auch während deren Haftzeit: Sie kümmern sich um deren Belange ausserhalb des Gefängnisses. Und sie helfen dabei, möglichst schnell eine Verlegung in den offenen Vollzug zu erreichen. Also in ein Gefängnis ohne strenge Sicherheitsvorkehrungen, das die Sträflinge tagsüber verlassen dürfen, um arbeiten zu gehen.

Drakonische Strafen gegen Banker

Einem erfahrenen Berufsverbrecher werden die Sitzungen mit Dagworthy wenig Neues bringen. Aber in den vergangenen Jahren sei die Zahl vorher unbescholtener Bürger, die ins Gefängnis geschickt wurden, rasant gestiegen, sagt er. «Das sind etwa Steuerbetrüger oder Banker, denen gar nicht klar war, dass sie für ihre zwielichtigen Tricks eingebuchtet werden können.» Tatsächlich verhängen englische Gerichte gegen Banker oft Haftstrafen, die – verglichen mit Strafen in Deutschland oder der Schweiz – drakonisch wirken.

So verurteilte im August 2015 der Southwark Crown Court in London Tom Hayes für die Manipulation des Leitzinses Libor zu 14 Jahren. Später wurde das Strafmass auf elf Jahre verringert, aber auch das ist für ein Verbrechen happig, bei dem niemand verletzt oder mit Waffen bedroht wurde. Im vorigen Monat schickte das gleiche Gericht einen korrupten Manager der Bank HBOS für elf Jahre hinter Gitter.

«So hohe Haftstrafen für Wirtschaftskriminelle, die Ersttäter sind, sind ein Witz», sagt Dagworthy. «Ein Jahr Gefängnis reicht doch, damit die so etwas nie wieder tun. Warum sollten die fünf weitere Jahre einsitzen?» Das erschwere die Eingliederung in die Gesellschaft. Häftlinge, die keine Gefahr darstellten, sollten besser unter Auflagen und mit elektronischen Fussfesseln früher heimgeschickt werden, findet er.

Zwei Drittel mehr Häftlinge

Die Wirklichkeit sieht anders aus: Die Zahl der Häftlinge in England und Wales steigt kräftig. Sassen 1995 etwa 51 000 Verbrecher ein, waren es 2016 gut 85 000, zwei Drittel mehr. Und fast zwei Drittel der 118 Gefängnisse sind überbelegt. Zugleich spart die Regierung im Strafvollzug, seit 2010 gingen 7000 von 25 000 Stellen beim Gefängnispersonal verloren. Entsprechend heikel ist die Lage in vielen Haftanstalten. Im vergangenen Jahr begingen 119 Sträflinge Selbstmord, ein trauriger Rekord. In einem Gefängnis in Birmingham kam es vergangenen Dezember zum schlimmsten Aufstand, den das Land seit 25 Jahren erlebt hat.

«Unser System des Strafvollzugs ist total im Eimer», sagt Dagworthy. Das Gefängnis in Birmingham ist eines von 14, das Unternehmen im Auftrag des Staates betreiben. «Mich wundert der Aufstand dort nicht», sagt der Berater. «In den privat geführten Gefängnissen sind die Wärter oft schlechter ausgebildet.» Dagworthy sass in einem überfüllten Gefängnis ein. «Wir waren zu dritt in einer Zelle, die für zwei ausgelegt war», erinnert er sich. «Wir konnten nur der Reihe nach aufstehen und uns anziehen, weil es so eng war.» Zudem musste er im ­Gefängnis schlimme Gewalt mitansehen. «Haftanstalten sind sehr gewalttätige Orte. Ich habe mitbekommen, wie man jemandem die Kehle aufschlitzt, ich wurde Zeuge übler Schlägereien.»

Sich nur keine Feinde machen

Gewalt unter den Insassen sei die grösste Sorge der Ratsuchenden, sagt Dagworthy. «Wir erklären, wie sie Ärger aus dem Weg gehen.» So sollten Wirtschaftskriminelle besser nicht verraten, warum sie im Gefängnis sitzen. «Sonst denken andere, du bist reich, und es gibt etwas bei dir zu holen.» Allgemein gehe es in der Haft nicht darum, Freunde zu finden, sondern Feinde zu vermeiden. Manche Jobs sind ebenfalls heikel: «Wer in der Küche arbeitet, wird nach grösseren Portionen gefragt. Wer im Garten arbeitet, wird gefragt, ob er Päckchen aufsammeln kann, die jemand über die Mauer geworfen hat. Beides macht Probleme.»

Jeder Gefängnisflügel sei wie eine Dorfgemeinschaft, und de facto führten ihn die langjährigen Häftlinge als Dorf­älteste zusammen mit den Wärtern, erklärt er. «Ein Neuer muss sich seine Position suchen: Dorfältester, Dorfdepp oder irgendwas dazwischen. Am einfachsten ist die Position dazwischen.» Wichtig sei auch, richtig für den Haftantritt zu packen – etwa widerstandsfähige Wäsche mitzunehmen. Sträflinge dürfen eigene Kleidung tragen, und die Alternative, die Gefängnisklamotten, sei «unerfreulich», sagt er. T-Shirts mit Wappen von Fussballklubs seien aber ungeeignet, da sie zu Konflikten führen könnten.

Gefängnisse sind eben wie ein anderer Planet. Wohl dem, der die ungeschriebenen Regeln auf diesem Planeten kennt.

Quelle: Tages-Anzeiger

28.3.2017

Are prison riots inevitable?

News vom Bosporus

News vom Bosporus
Unter strengen Augen: Wahlbeobachterin im türkischen Generalkonsulat in Zürich

Unter strengen Augen: Wahlbeobachterin im türkischen Generalkonsulat in Zürich

Der Urnengang um Erdogans Verfassungsreform hat in Zürich begonnen. Zahlreiche Wahlberechtigte fürchten sich jedoch vor Spitzeln.

Auf Hass folgt Frieden. Dieser Eindruck konnte gestern vor dem türkischen Generalkonsulat in Zürich entstehen. Es war der erste Tag, an dem Türken in der Schweiz an die Urnen gehen und sich zur vorgeschlagenen Verfassungsänderung äussern können. Soll Präsident Recep Tayyip Erdogan mit noch mehr Befugnissen ausgestattet werden? Die Frage wurde und wird auch in der Schweiz kontrovers und zum Teil gehässig diskutiert. Vor diesem Hintergrund wirkt die Szene vor dem Generalkonsulat an der Zürcher Weinbergstrasse geradezu friedlich. Es herrscht ein Kommen und Gehen. Familien mit Kindern, ältere Herren, begleitet von Frauen mit Kopftuch, und Einzelpersonen arbeiten sich durch die Abschrankungen auf dem Vorplatz zur Vertretung der Türkei vor.

Schweizer Sicherheitsleute kontrollieren die Abstimmenden vor dem Eintritt. Wo sonst zwei Angehörige des Festungswachtkorps für Sicherheit sorgen, steht nun ein Container für die durch einen privaten Dienst verstärkte Wachmannschaft.

Wahlbeobachter in Zürich

Auf die Frage, ob er Angst habe einzutreten, antwortet ein linker Gegner des Präsidenten mit einem Schulterzucken. Er lege ein Nein ein. Der Kampf gegen Erdogan müsse weitergehen, unabhängig vom Ausgang des Referendums. Dass wir hier vor einem Aussenposten einer faschistischen Diktatur stehen, wie das gelegentlich von der Anti-Erdogan-Propaganda behauptet wird, wirkt wenig überzeugend. Vertreter verschiedener türkischer Parteien agieren als Beobachter. Darunter sind solche der prokurdischen oppositionellen Demokratischen Partei der Völker (HDP), deren Führer inhaftiert sind. Mit weinroten Ausweisen, die sie an einem Band um den Hals tragen, sollen die Beobachter einen freien, fairen Urnengang garantieren.

Ein junger Familienvater mit Frau und zwei kleinen Kindern erzählt nach der Stimmabgabe, dass er sich ursprünglich zum Nein-Lager gezählt habe. «Ich empfand es aber als gegen die Meinungsfreiheit gerichtet, dass der Kanton Zürich einen Auftritt des türkischen Aussenministers Mevlüt Cavusoglu verhindert hat.» Die Haltung der Schweiz und die zum Teil hetzerische Berichterstattung der hiesigen Medien hätten ihn am Ende dazu bewogen, doch mit Ja zu stimmen. Erdogan habe vor allem am Anfang seiner Regierungszeit extrem viel für die Türkei getan, betont der Mann, auch für die Kurden.

Angst vor Bespitzelung

Links neben dem jungen Doppelbürger steht ein Anhänger der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP). Der Kommunist würde in der Türkei sofort als Terrorist verhaftet. Die MLKP ist dort verboten. Wohl nicht anders erginge es einem zweiten Mann rechts davon, einem Mitglied der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Er hat im syrisch-kurdischen Kobane an der Grenze zur Türkei gegen die Terrortruppe des IS gekämpft und wurde dabei dreimal verwundet. Auf neutralem Schweizer Boden, an der Weinbergstrasse, koexistieren Erdogan-Fans und sogenannte Terroristen friedlich, einen Moment lang.

Nicht alle Stimmberechtigten trauen sich allerdings in die diplomatischen Vertretungen ihres Herkunftslands. Ein erbitterter Erdogan-Gegner mit schweizerischem und türkischem Pass erzählt zum Beispiel, wie er bei der Ankunft in Istanbul von Sicherheitskräften aus dem Flugzeug geholt und verhört wurde. Er werde weder nochmals in die Türkei reisen noch ein türkisches Konsulat betreten, um dort seine Stimme abzugeben. Eine Türkin, die einen Schweizer geheiratet hat, und ebenfalls gerne Nein stimmen würde, verzichtet darauf, weil sie sonst ihre Adresse im Konsulat hinterlassen müsste. Und das will sie nicht aus Angst vor Bespitzelung.

Anzeigen wegen Ehrverletzung

Die monatelangen Einschüchterungen zeigen Wirkung. Auch deshalb bleibt es friedlich zum Abstimmungsauftakt in der Schweiz. Besonders bedroht wurden in den vergangenen Monaten im Kanton Zürich Anhänger des Predigers Fethullah Gülen. Einzelne wandten sich an die Kantonspolizei, die sie beriet. Anzeigen folgten – nicht wegen Drohungen, sondern wegen Ehrverletzung. Erstattet haben sie Einzelpersonen und Vereine, über die behauptet wurde, sie gehörten der «Fethullahistischen Terrororganisation» (Fetö) an. Indizien für eine Mittäterschaft aus der Schweiz beim Putschversuch gegen Erdogan fehlen. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ermittelt nun wegen Ehrverletzung in einem Fall, wie Christian Philipp von der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft sagt.

Im Visier der Justiz steht oder stand gemäss eigenen Angaben auch Suat Sahin. Der Chef des World Turkish Business Council hatte kurz nach dem Scheitern des Staatsstreichs im Juli 2016 auf Facebook gedroht: «Wir werden gemeinsam die Höhlen der Gülen-Bewegung und der Putschsympathisanten stürmen.»

Im September trat er dann zusammen mit dem ebenfalls in der Schweiz ­lebenden Journalisten Mehmet Cek in einer TV-Sendung eines Erdogan-nahen Kanals auf. Dort wurden fehlerhafte Namenslisten mit dem Titel «Schweizer Fetö-Brut» eingeblendet. Genannt wurden in der Schweiz lebende Männer sowie deren hiesige Vereine und Unternehmen. Erdogan-Anhänger aus der Deutschschweiz verbreiteten daraufhin über Facebook dieselben Listen in korrigierten Fassungen. Von den Gebrandmarkten war gestern an der Zürcher Weinbergstrasse niemand zu sehen.

Agenten suchen Gülen-Anhänger – Auch in Deutschland gibt es Hinweise auf türkische Spitzel

Der türkische Geheimdienst spioniert offenbar in grossem Umfang Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland aus. Nach Informationen von «Süddeutscher Zeitung», NDR und WDR übergab der Chef des türkischen Geheimdienstes MIT am Rand der Münchner Sicherheitskonferenz eine Liste mit den Namen von Hunderten in Deutschland lebenden angeblichen Gülen-Anhängern an den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND). Auf der Liste finden sich auch Meldeadressen, Handy- und Festnetznummern sowie Fotos der Betroffenen. Die Türkei behauptet, dass die Gülen-Bewegung hinter dem gescheiterten ­Militärputsch stecke, und verfolgt ihre Anhänger als Terroristen.

Der BND übermittelte die im Februar übergebene Liste an die deutsche Regierung. Eine Auswertung hat ergeben, dass etliche der Fotos auf der Liste offenbar heimlich aufgenommen wurden – etwa durch Überwachungskameras. Insgesamt befinden sich mehr als 300 Personen und mehr als 200 angeblich der Gülen-Bewegung zuzurechnende Vereine, Schulen und andere Einrichtungen im Dossier des MIT. Wie genau der türkische Geheimdienst an die Informationen gekommen ist, damit beschäftigt sich derzeit Experten der deutschen Spionageabwehr.

«Völlig unerträglich»

Aus Sorge um die Sicherheit der Betroffenen sind erste Bundesländer dazu übergegangen, diese vor den Nachstellungen des MIT zu warnen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius erklärte: «Es ist völlig unerträglich, dass die Menschen hier ausgeforscht werden, teilweise bis in den privatesten Bereich.» Ein Sprecher des Landeskriminalamts Niedersachsen sagte, man warne die Betroffenen, «damit sie wissen, wenn sie in die Türkei reisen, wenn sie türkisches Hoheitsgebiet betreten, dass möglicherweise Repressalien auf sie warten.» Die Polizei in Nordrhein-Westfalen warnt auch vor dem Betreten von türkischen diplomatischen Einrichtungen in Deutschland. Man müsse sehr «sorgfältig überlegen, ob man solche Einrichtungen betreten kann als Mensch, der auf solch einer Liste steht».

Quelle: Tages-Anzeiger

28.3.2017

Die Macht des Erdogan

Exzellent News

Exzellent News

Vor 60 Jahren wurde in Rom der Grundstein für die EU gelegt. Ein Grund zum Feiern? Oder hat der Europa-Frust längst Oberhand gewonnen? Bei Frank Plasberg bestimmte einmal mehr die Flüchtlingskrise das Gespräch.

Hätten Sie’s gewusst? Die Partei, für die Bernd Lucke im Europaparlament sitzt, heisst Liberal-Konservative Reformer. Das Bündnis Allianz für Fortschritt und Aufbruch, kurz Alfa, das der Ökonom nach seiner Niederlage gegen Frauke Petry im Machtkampf um die Führung der Alternative für Deutschland (AfD) ins Leben gerufen hatte, musste sein Kürzel nämlich abgeben.

In einem Rechtsstreit mit den Abtreibungsgegnern der Ende der 1970er-Jahre gegründeten „Aktion Lebensrecht für Alle“, die sich ebenfalls, aber eben schon viel länger Alfa abkürzt, mussten Lucke und seine Mitstreiter den Kürzeren ziehen. Ihre Partei, das darf man getrost so sagen, befindet sich aber nicht erst unter neuem Namen auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

Bei „Hart aber fair“ hatte Bernd Lucke nun trotzdem mal wieder einen Auftritt. Genutzt hat er ihn, um seine Distanz zur Petry-Höcke-Gauland-AfD noch einmal deutlich zu machen. Lucke schwärmte in der Sendung sogar vorsichtig von der Europäischen Union – und vom Frieden, den die europäische Einigung den Menschen gebracht hat.

Wären da nicht die von ihm so verhasste Währungspolitik und der Euro, dann wären die Differenzen zwischen dem früheren AfD-Chef und Jean Asselborn, dem EU-Fanatiker und Aussenminister von Luxemburg, wohl gar nicht so deutlich zu Tage getreten. So aber bleibt von Luckes Auftritt vor allem in Erinnerung, wie häufig er sich darüber beklagte, dass Asselborn ihm ins Wort gefallen ist.

Seinen Unmut über die heutige AfD konnte Lucke Luft machen, ohne dass er die Namen seiner Widersacher überhaupt in den Mund nehmen musste. Ihm genügte dafür ein Kommentar zum niederländischen Wahlkampf. Mit Verve kritisierte er, dass der spätere Wahlgewinner, der Rechtsliberale Mark Rutte, in einem „Brief an alle Niederländer“, der in mehreren Tageszeitungen als Anzeige erschienen war, Kritik an Einwanderern und Flüchtlingen geäussert hatte. „Verhaltet euch normal oder geht“, hatte Rutte von den Einwanderern gefordert.

Bernd Lucke kämpft jetzt gegen Populismus

„Das ist völliger Populismus“, warf Lucke dem niederländischen Regierungschef vor. „Was Herr Rutte dort geschrieben hat, schürt Vorurteile“, sagte er. Und: „Die allermeisten Flüchtlinge verhalten sich sehr ordentlich.“

Widerspruch kam von einem erstaunlich kämpferischen Edmund Stoiber. Der frühere CSU-Chef liess sich in der Diskussion kaum bremsen, sprach mit lauter Stimme und gestikulierte raumgreifend. „Das ist doch nicht populistisch“, verteidigte er den wahlkämpferischen Appell von Mark Rutte.

„Wer nach Europa kommt, muss sich an die Usancen und Gepflogenheiten, die hier herrschen, anpassen“, sagte Stoiber. Die „Selbstverständlichkeiten“, die Rutte in seinem Brief aufgezählt habe, würden aber tatsächlich von vielen Einwanderern „nicht eingehalten“. Dies zu thematisieren, dürfe man dem niederländischen Regierungschef nicht vorwerfen. „Rutte hat sich so ausgedrückt, dass ihn nicht nur die Eliten verstehen“, lobte Stoiber.

60 Jahre Römische Verträge: Das war der Anlass, warum bei Frank Plasberg über den Zustand der Europäischen Union debattiert wurde. Am 25. März 1957 hatten sich Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Luxemburg in Rom zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und zur Europäischen Atomgemeinschaft zusammengetan – die Unterzeichnung der Verträge legte damals den Grundstein für die heutige Europäische Union.

Demonstrationen der EU-Anhänger bekommen Zulauf

Europäische Feiertagsstimmung herrscht seit einiger Zeit tatsächlich wieder – zumindest auf den Demonstrationen der sogenannten „Pulse of Europe“-Bewegung. Seit Januar gibt es die sonntäglichen Versammlungen, von Woche zu Woche bekommen sie mehr Zulauf. 40.000 Teilnehmer haben die Veranstalter zuletzt gezählt. Demonstriert wird vor allem in deutschen Städten, aber zum Beispiel auch in Portugal, Österreich, Belgien oder Dänemark.

Die in Frankfurt lebende Schwedin Louise Månsson war von Anfang an bei den Pro-Europa-Demos dabei. „Der Brexit war ein Schock, darum engagiere ich mich“, erklärte die 28-Jährige. Zeigen, was die Europäische Union geleistet hat, warum sie erhaltenswert und wichtig ist, darum gehe es, so Månsson, bei dem Protest. Nur als geeinte Union könne Europa weiter eine wichtige Rolle spielen, sagte die Kommunikationsberaterin.

Auf den Einwand von Frank Plasberg, dass bei „Pulse of Europa“ womöglich nur die Gewinner der europäischen Einheit, die wirtschaftlich Erfolgreichen, demonstrieren, dass die Abgehängten dagegen aussen vor bleiben, ist Månsson dagegen nicht eingegangen.

Und darüber hinwegtäuschen, dass der Europa-Frust trotzdem noch immer weit verbreitet ist, können die Demonstrationen auch nicht. Selbst Jean Asselborn, der in der Runde am lautesten von den europäischen Idealen schwärmte, sieht das Bündnis in Gefahr. Neue Flüchtlingswellen könnten den europäischen Zusammenhalt schon bald wieder bedrohen, sagte er. Die Debatte über die richtige Flüchtlingspolitik nahm in der Sendung dann auch schnell den grössten Raum ein.

Wenn sich Europa abschottet, geht es unter

Dass die Europäische Union nicht in der Lage ist, eine Einigung über die Verteilung von Flüchtlingen zu erzielen, ärgert den luxemburgischen Aussenminister. „Es will mir nicht in den Kopf, dass Länder, die fünf, sechs, sieben Millionen Einwohner haben, nicht 2000, 3000, 4000 Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, aufnehmen können“, sagte der Luxemburger. Ein Europa, das „die Herzen und Grenzen zumacht“, das auf Einwanderung „nur mit Stacheldraht und Mauern“ reagiere, werde untergehen, prophezeite Asselborn. „Das kann die EU zerstören.“

Für Edmund Stoiber ist klar: Europa braucht dringend eine gemeinsame Asylpolitik. Er rechnet damit, dass sich in den kommenden Jahren „zehn bis 15 Millionen junge Männer aus Afrika“ auf den Weg nach Europa machen könnten. „Wenn wir diese Menschen alle aufnehmen, wird das Europa zerstören“, sagte er. Wichtig sei deshalb, dass Europa mithelfe, die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern.

Stoiber plädierte dabei auch für eine neue Form der Grenzsicherung. „Der Schutz der europäischen Aussengrenze ist eine Aufgabe für die gesamte EU und nicht für die einzelnen Länder“, sagte er.

Quelle: DIE WELT

28.3.2017

Hart aber Fair vom 27.03.2017 | Feiern gegen die Krise? Europa im Bürgercheck!

IT News

IT News

Der App-Hersteller Opwoco hat eine Kopfprämie ausgesetzt. Das IT-Unternehmen sucht händeringend Webentwickler. 1000 Euro erhält derjenige, der den Kontakt zu einem neuen Mitarbeiter herstellt. Opwoco ist nicht die einzige IT-Firma im Münsterland, die Probleme hat, Mitarbeiter zu gewinnen.

„Wir suchen immer gute, junge Leute, um zu wachsen“, sagt Geschäftsführer Tobias Heinrich. Doch der Arbeitsmarkt ist sehr überhitzt. Das bestätigt Guido Krüdewagen, Pressesprecher der IHK Nord Westfalen: „Die Branche wird immer wichtiger. Und die Unternehmen suchen Spezialisten.“ Dabei stünden IT-Firmen aus dem Münsterland in „arger Konkurrenz mit den Ballungszentren“, so Krüdewagen. Es gebe eine Tendenz, in die Grossstädte zu ziehen. Das ist ein Problem für das ländlich geprägte Münsterland.

„Wir müssen mit anderen Faktoren punkten“, weiss Tobias Heinrich. Ganz wichtig sei dabei ein angenehmes Arbeitsumfeld. Das sieht auch Wiljo Krechting so, Pressesprecher der Shopware AG. Interne Veranstaltungen wie Stammtische und eine jährliche Firmentour sind dazu einige Bausteine. Zudem bietet Shopware noch einen kostenlosen Besuch im Fitnessstudio und kostenlose Getränke und Obst. Und einmal in der Woche gibt es ein gemeinsames Frühstück.

Interne Kopfprämie bei Shopware

Auch die Shopware AG hat eine Kopfprämie für neue Mitarbeiter ausgesetzt – allerdings nur intern. Gleich 2500 Euro erhalten Mitarbeiter, die im Rahmen von „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ den Kontakt zu einem künftigen Kollegen herstellen.

Der App-Hersteller Opwoco ermöglicht es seinen Beschäftigten, am Freitagnachmittag abseits der aktuellen Projekte das zu tun, wozu sie Lust haben. „Da kommen auch neue Ideen bei herum“, weiss Tobias Heinrich aus Erfahrung. So entwickelten sich die Mitarbeiter weiter – und werden bei Laune gehalten.

Das ist wichtig. Denn: „Aktiv sucht niemand eine Stelle.“ Tobias Heinrich macht eine Einschränkung. Aus Indien, Bangladesch oder Nahost trudeln schon mal Bewerbungen ein. Doch das ist nicht sein Ding. „Man kennt den anderen überhaupt nicht und kann ihn ja nicht mal eben einfliegen lassen“, sagt der Opwoco-Geschäftsführer. Zudem sei der Aufwand mit Visum und Arbeitserlaubnis gross.

Firmen lagern Projekte ins Ausland aus

Für die Zukunft sieht er für die IT-Branche „Schwierigkeiten, den Bedarf in Deutschland abzudecken“. Andere Firmen lagerten Projektteile oder gar ganze Projekte sogar schon ins Ausland aus. Für Tobias Heinrich kommt das aus zwei Gründen nicht in Frage. Zum einen wirbt Opwoco mit dem Slogan „Apps made im Münsterland“, zum anderen gebe es bei den Auslagerungen häufiger Qualitäts- und Abstimmungsprobleme. Die Regionalität sieht Heinrich als Vorteil an.

Doch die ländliche Region ist bei der Mitarbeitergewinnung eher hinderlich. Opwoco gewährt den Auszubildenden einen Fahrkostenzuschuss. Heinrich: „Wir versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Die eigenen Mitarbeiter auszubilden dauere aber lange.

„Es wächst was nach, ob das allerdings ausreicht, bleibt abzuwarten“, sagt Guido Krüdewagen von der IHK Nord Westfalen. Im Jahr 2011 sind im Kreis Borken 68 Fachinformatiker ausgebildet worden. Fünf Jahre später waren es 96. Da die Digitalisierung zunimmt, „suchen aber nicht nur einschlägige Firmen“ qualifizierte Mitarbeiter, so Krüdewagen. Früher sei die EDV in den Firmen eher eine kleine Abteilung gewesen, das habe sich geändert.

Dafür spielt der Fachkräfte-Mangel einer anderen Branche in die Karten – den Personaldienstleistern (Headhunter). Diese versuchen zum Teil Mitarbeiter aktiv abzuwerben. Sie schrecken auch nicht davor zurück, in den Unternehmen anzurufen und sich mit den Mitarbeitern verbinden zu lassen. Vier bis sechs Monatsbruttogehälter verlangten die Headhunter als Provision, so Tobias Heinrich. Da will Opwoco nicht mitmachen. „Die Unternehmen kannibalisieren sich gegenseitig“, stellt Tobias Heinrich nüchtern fest.

Sehr niedrige Arbeitslosenquote

„Es gibt ganz viele Branchen, die nach qualifizierten Mitarbeitern suchen“, sagt Matthias Pöpping, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Coesfeld. Die Arbeitslosenquote im Februar lag im Geschäftsstellen-Bereich Ahaus bei nur 2,7 Prozent – praktisch Vollbeschäftigung.

Sowohl Opwoco als auch die Shopware AG suchen weiter. Beide haben Kooperationen mit einigen Hochschulen geschlossen. Sie bieten Praktika an, aber auch Abschlussarbeiten. „Einige sind bei uns geblieben“, sagt Tobias Heinrich. Ihnen habe das Umfeld gefallen. 17 Mitarbeiter hat Opwoco mittlerweile. Es sollen mehr werden. Heinrich: „Es ist so viel Bewegung im App-Markt. Wir wollen das Wachstum mitgehen.“ Jetzt fehlen nur noch die Mitarbeiter.

Quelle: Westfälische Nachrichten

28.3.2017

Sommerloch-News – Mitten im Sprühling

Sommerloch-News – Mitten im Sprühling
Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow gibt auf ihrer Webseite einmal mehr die Sexpertin. Jetzt publiziert die Schauspielerin einen Ratgeber zum Thema Anal-Sex.

Auf ihrer Webseite «Goop» gibt Gwyneth Paltrow (44) Tipps und Lebenshilfen – die auch mal unter die Gürtellinie gehen. In seiner «Sexratgeber Ausgabe» postete der Hollywood-Star Artikel von Experten zu Themen wie «Sexspielzeuge für jeden Typ», «Dating über 40» oder «Wie man guten Sex ohne Beziehung hat».

Anal-Sex «praktisch Standard im modernen Schlafzimmer-Repertoire»

Zum Thema Anal-Sex lässt die Schauspielerin den Psychoanalytiker und Autor Paul Joannides zu Wort kommen, der die Fragen der «Goop»-Leser beantwortet. Anal-Sex sei schliesslich «praktisch Standard im modernen Schlafzimmer-Repertoire».

So beantwortet Joannides etwa Fragen wie: Was sind die gesundheitlichen Risiken bei Anal-Sex? Kriegen Leute dabei Orgasmen? Braucht es mehrere Anläufe, um an Anal-Sex Gefallen zu finden? «Wenn Anal-Sex dich anturnt, bist du definitiv nicht allein. Im Hinblick auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten ist es aber immer noch das riskanteste Sexualverhalten», steht etwa im Bericht.

Obwohl Paltrow den Artikel auf ihrer Webseite veröffentlicht hat, wird in einer Bemerkung unter dem Artikel festgehalten, dass es sich dabei um «die Ansichten des Autors» handle, und diese «nicht unbedingt den Ansichten von ‹Goop› enstprechen».

Schon in der Vergangenheit gab Paltrow die Sexpertin: So berichtete sie etwa über Vaginal-Dampfbäder, gesundes Gleitgel aus Yamswurzeln oder ausgefallene Sexspielzeuge, etwa ein 24-Karat Gold Dildo für 15’000 Dollar.

Quelle: Bligg

28.3.2017

Die Tyrannei des Kindischen – TIPP vom Doktor

Zu diesem typischen Sommerlochthema mitten im Altweibersommer empfehle ich Ihnen folgendes Buch:

«Die kindliche Gesellschaft» von Robert Bly

Ihr Dr. Luzart

«Hitler weint auch niemand nach»

Reif für die Psychoanalyse

Das Pistolen-Plakat aus dem Umfeld der Berner Reitschule löste eine internationale Krise aus. Die Macher erklären ihren Mordaufruf – und ziehen ebenfalls Vergleiche mit Nazi-Deutschland.

«Wie heute niemand für Hitler, Mussolini oder Pinochet weint, wird auch niemand für Erdogan weinen», schreibt die Revolutionäre Jugendgruppe Bern (RJG) auf ihrer Seite «revolutionär.ch». «Wir stehen hinter dem ‹Kill Erdogan – with his own weapons›-Transparent und unterstützen dessen Aussage.» («Tötet Erdogan – mit seinen eigenen Waffen»).

Das Plakat an der samstäglichen Demo in Bern sorgte national und international für Stunk.

In Ankara bestellte Erdogan den Schweizer Botschafter zur Erklärung ein. Erst Stellvertreterin Nathalie Martie – dann Walter Haffner persönlich. Und der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu telefonierte mit Amtskollege Didier Burkhalter.

In der Schweiz ist die SP frustriert, weil die RJG ihre Demo missbraucht hat. «Es ist völlig unangemessen, wir distanzieren uns klar», sagt Peter Hug, internationaler Sekretär der SP, im «Bund». Er ärgert sich, «dass die autonomen Antifa-Kreise damit unsere Botschaft für Frieden und Freiheit missachtet haben».

Und in der Stadt Bern will Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) Strafanzeige wegen Verletzung der Auflagen zur Kundgebungsbewilligung einreichen.

Fragt sich bloss, gegen wen genau.

Ob das Plakat wirklich von der RJG stammt, ist bislang nicht bewiesen. Klar ist aber, dass die Demo-Mitorganisator Urs Sekinger laut «NZZ» im Vorfeld intensive Gespräche mit der RJG hatte und sie darauf hingewiesen habe, die Demo «ohne Provokationen» durchzuführen. Sekinger bedauert, dass dieses Transparent präsentiert wurde – «nicht zuletzt deswegen, weil dies Herrn Erdogan hilft, politische Stimmung zu machen und sich als Opfer darzustellen».

Separater Demozug startet bei der Reitschule

Klar ist auch, dass das Pistolen-Plakat auf einem separaten Demozug auf den Bundesplatz getragen wurde, der bei der umstrittenen Berner Reitschule startete. Dies zumindest ist laut dem städtischen Polizeidirektor Reto Nause (CVP) «der Stand der Erkenntnis».

Und klar ist, dass die Revolutionäre Jugendgruppe Bern nicht zimperlich ist. Im Statement auf der Website heisst es weiter:

«Wer in der Türkei, Kurdistan und Syrien ein Massaker anrichtet und massenhaft Blut vergiesst, wer tausende Revolutionär*innen und Linke ins Gefängnis steckt, wer tausende Menschen entlässt und unzählige in die Selbsttötung treibt, wer kurdische Städte plattwalzt und wer den IS unterstützt, dem seine Zukunft wird die Müllhalde der Geschichte sein. In einem Land, in dem gewählten PolitikerInnen jederzeit verhaftet werden können, gibt es keine Möglichkeit für demokratische Kämpfe! Die Menschen in der Türkei können weder in Sicherheit, noch frei wählen. In dieser Zeit, wo alle Leute, die Nein sagen, zu Terrorist*innen erklärt werden, sind alle Arten des Kämpfens legitim, um gegen den Diktator Erdogan vorzugehen. Das Ende der Mörder kommt immer mit ihren eigenen Waffen. Dies wird auch bei Erdogan so sein.»

«Unsere Meinungsäusserungsfreiheit ist kein Freipass für Gewaltaufrufe»

Und dennoch. Trotz Gewaltaufruf geht vielen Schweizer Politikern die Reaktion der Türkei zu weit – egal ob links oder rechts.

«Diese Reaktion der Türkei ist nicht nur eine Demütigung für den Botschafter, es ist ein Witz!», enerviert sich der Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats, Roland Büchel (SVP/SG) im BLICK. Es sei «gerade zu lächerlich», dass sich ein Land wie die Türkei um «solche Banalitäten» kümmere, so Büchel. «Aber Hunde, die am lautesten bellen, sind halt die grössten Mimosen.»

Für Hans-Peter Portmann (FDP/ZH) ist Erdogans Gebaren eine «unnötige Überreaktion». Eine diplomatische Note platziere man nur einmal. «Zweimal antraben lassen ist zu viel.» Doch er räumt ein: «Würde man im Ausland an einer Demonstration ein Transparent mit der Aufschrift ‹Kill Leuthard› zeigen, würden wir auch reagieren.»

«Vollkommen daneben» findet auch Aussenpolitiker Eric Nussbaumer (SP/BL) das Plakat der Erdogan-Gegner. «Unsere Meinungsäusserungsfreiheit ist kein Freipass für Gewaltaufrufe», sagt der Sozialdemokrat.

So stehts geschrieben in unser aller Bligg

15.2.2017

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

Auch wenn Vergleichen noch lange nicht Gleichsetzen heisst, sind historische Vergleiche heikel, in diesem Fall sogar falsch. Denn dass Adolf Hitler niemand nachweint, wird spätestens bei der Lektüre einiger Facebook-Seiten widerlegt, die von unverbesserlichen Hardcore-Neonazis betreut werden.

Zumal das Problem «Erdogan» nicht mit Demos in Bern gelöst werden kann, sondern nur von den Türken selbst. Bei der Wahl zum bevorstehenden Referendum haben sie die Gelegenheit dazu.

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

Warten auf Godot?

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