Mama, s'LUZART komposchtiert

Howard Carpendale mit «Samstag Nacht»

Samstag, 21. Januar 2017

Plácido Domingo, international bekannter spanischer Opernsänger, feiert heute seinen 76. Geburtstag.

Unser heutiges Geburtstagskind

Plácido Domingo wurde als Sohn der Zarzuelasänger Plácido Domingo Ferrer und Pepita Embil geboren und verbrachte seine Kindheit ab 1949 in Mexiko. Er debütierte schon 1959 in einer kleinen Rolle (Borsa in Rigoletto in Mexiko-Stadt) und am 19. Mai 1961 als Alfredo in der Traviata (in Monterrey, Mexiko). Von 1962 bis 1965 war er zusammen mit seiner Frau, der Sopranistin Marta Ornelas (* 1935), in Tel Aviv (Israel) tätig, bevor seine eigentliche internationale Karriere mit einem erfolgreichen Auftritt 1966 an der New York City Opera in Alberto Ginasteras Don Rodrigo begann. Seither ist er an allen grossen Opernhäusern und -festspielen der Welt aufgetreten.

Mehr über Plácido Domingo erfahren Sie hier ...

21.1.2017

Video zum Geburtstag: Placido Domingo - «THE BEST»

Video zum Samstag – «Sindbads fünfte Reise» (Abenteuerfilm auf Deutsch)

Saturday-News

Saturday-News

The Donalds erste Rede als vereidigter Präsident von Amerika (Inauguration Speech)

Die Dämmerung eines neuen Amerika

Donald Trump ist der 45. Präsident der USA. Sein Amtsantritt markiert eine Zeitenwende, nicht nur für Amerika, sondern vor allem auch für Europa.

Endlich ist es losgegangen. Endlich sind die gut zehn Wochen seit der Wahl Donald Trumps abgelaufen. Die Übergangsphase verlief ungewöhnlich ruppig, der 45. US-Präsident konnte es offensichtlich kaum erwarten, die Macht zu übernehmen. Fast täglich mischte er sich mit seinen Kurznachrichten ins politische Geschehen ein – ein unübliches Gebaren für einen Wahlsieger. Aber das spielt keine Rolle mehr. Nun darf er regieren.

Mit seiner Rede zum Amtsantritt knüpfte Präsident Trump an seinen Wahlkampf an: «America first, America first!», rief er, ballte die Faust und kündigte gigantische Investitionen an: Strassen, Autobahnen, Brücken, Flugplätze. Im Stil eines römischen Volkstribuns versprach er vor dem Capitol in Washington, die Macht dem Volk zurückzugeben: «Das Establishment hat sich selbst geschützt, aber nicht die Bürger unseres Landes.» Es war eine Dankesrede an seine Wähler, die ihrem Helden zujubelten.

Eine versönliche Geste. Immerhin

Immerhin streckte der neue Präsident – der Krönungsmesse der US-­Demokratie gebührend – allen Amerikanerinnen und Amerikanern die Hand entgegen: «Wir haben dasselbe rote Blut von Patrioten, egal, ob wir schwarz oder braun oder weiss sind.» Auf eine versöhnliche Geste gegenüber Wahlverliererin Hillary Clinton, die der Zeremonie beiwohnte, wartete man allerdings vergeblich – ein Zeichen menschlicher Grösse, das mancher Vorgänger Trumps gesetzt hat.

Trump bleibt also Trump. Auch die Konturen seiner Aussenpolitik zeichnen sich ab: Er will die «zivilisierte Welt» vereinen, um den islamistischen Terror «auszumerzen». Gleichzeitig signalisierte er den Alliierten, dass sich die USA künftig mehr um sich selbst kümmern werden: «Wir haben die Grenzen anderer Nationen, aber nicht unsere eigenen verteidigt.» Zieht sich Amerika zurück in einen kriegerischen Isolationismus?

Trump folgt Trumps Regeln

Trumps Aussagen sind widersprüchlich, und sind sie es für einmal nicht, haben seine designierten Minister öffentlich genau das Gegenteil gesagt von dem, was der neue Boss im ­Weissen Haus ankündigte. Zumindest bisher. Fest steht, dass Trump nach den Regeln Trumps regieren will. Dabei werden unter seinen Twitter- Gewittern Gewissheiten zu Ruinen zerfallen. Die Prämisse etwa, dass Wohlstand für alle allen mehr Wohlstand bringt, gilt bereits nicht mehr: Statt Freihandelsabkommen soll es neue Zölle geben, wogegen sich Washington seit Jahrzehnten gewehrt hat.

Auch an der strategischen Ordnung, welche die USA als westliche Führungsmacht seit 1945 aufgebaut und mit grossem Aufwand verteidigt haben, will Präsident Trump nicht länger festhalten: «Wir haben jahrzehntelang die Armeen anderer Länder subven­tioniert, während unser Militär verarmte.» Wie absurd das auch klingen mag – die USA unterhalten die mit Abstand modernsten und am besten ausgerüsteten Streitkräfte der Welt: Trump bestätigte hiermit aber, dass er die Nato für «überflüssig» hält.

Sein Auftritt hat gezeigt: Trumps Äusserungen seit seinem Wahlsieg sind ernst gemeint. Er freute sich über den Brexit, hoffte auf weitere Austritte aus der EU und schwärzte die deutsche Kanzlerin an. Dabei wäre sie eine genuine Alliierte. Nun aber scheint es, als wolle Trump – mutmasslich im Gleichschritt mit Wladimir Putin – Angela Merkel vor den deutschen Wahlen desavouieren.

Das Uber der Weltpolitik

Bis zum gegenteiligen Tatbeweis muss Europa mit einem Angriff auf die liberale Ordnung rechnen. Demokratie, Menschenrechte und freier Handel drohen an Bedeutung zu verlieren. Gerade ein Kleinstaat wie die Schweiz wäre darauf angewiesen, dass die internationalen Regeln eingehalten werden. Wenn Trump alles durchsetzt, was er angedacht hat, ist die relative Stabilität der Nachkriegszeit dahin.

Was Uber für die Taxi-Branche und Airbnb für den Tourismus sind, könnte Trump für die Weltpolitik werden: ein disruptiver Präsident, der bewährte Strukturen rücksichtslos zerstört. Auch gesellschaftlich: Intellektuelle gelten plötzlich als elitär, Kritiker als Verräter, Anständige als schwach. Es scheint, als habe am 20. Januar 2017 eine neue Epoche begonnen. Die Folge wäre die Rückkehr in eine hobbessche Welt, geprägt von Unsicherheit für Klein­staaten und Machtkämpfen zwischen den Grossmächten.

Erinnerung an Roosevelt

Wie aber soll Europa reagieren, das Amerika ja so viel zu verdanken hat? In gemeinsamen Bereichen wie Freihandel, Klimawandel, Russland oder dem Iran dürften die europäischen Interessen mit jenen Washingtons kollidieren. Europa steht also vor «trumpulenten» Zeiten – das Wortspiel sei aus aktuellem Anlass erlaubt.

Angela Merkel hat das Gegenmittel benannt: Für Europa bedeutet Trump, dass es sein Schicksal nun selber in die Hand nehmen muss. Trotz Brexit, Euro- und Flüchtlingskrise. Ein Anfang wäre, sich an die Inaugurationsrede eines anderen US-Präsidenten zu erinnern. Bei seinem Amtsantritt 1933, als ebenfalls ein neues Zeitalter heraufdämmerte, sagte Franklin D. Roosevelt: «Das Einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht an sich.»

Quelle: Tages-Anzeiger

21.1.2017

Die Rede in deutscher Übersetzung

Oberster Richter Roberts, Präsident Carter, Präsident Clinton, Präsident Bush, Präsident Obama, amerikanische Landsleute und Völker der Welt – vielen Dank.

Wir, die Bürger Amerikas, haben uns in einer grossen nationalen Kraftanstrengung zusammengeschlossen, um unser Land wiederaufzubauen und seine Verheissung für alle Menschen.

Gemeinsam werden wir den Kurs Amerikas und der Welt für viele, viele Jahre bestimmen. Wir werden Herausforderungen begegnen. Wir werden uns Härten stellen müssen. Aber wir werden die Aufgabe erledigen.

Alle vier Jahre versammeln wir uns hier auf diesen Stufen, um eine ordnungsgemässe und friedliche Machtübergabe zu vollziehen.

Und wir danken Präsident Obama und der First Lady Michelle Obama für ihre gütige Hilfe bei diesem Übergang.

Sie waren wunderbar.

Danke.

Die Zeremonie des heutigen Tages hat jedoch eine besondere Bedeutung weil heute nicht allein die Macht von einer Administration zur nächsten übergeben wird, sondern die Macht wird von Washington D.C. übergeben und wir geben sie zurück an Sie alle, das Volk.

Zu lange hat eine kleine Gruppe die Vorteile der Regierung genossen, während das Volk die Kosten zu tragen hatte. Washington florierte, aber das Volk hatte keinen Anteil an diesem Reichtum. Politikern ging es immer besser, aber die Arbeitsplätze verschwanden und die Fabriken schlossen.

Das Establishment schützte sich selbst aber nicht die Bürger dieses Landes. Ihre Siege waren nicht eure Siege. Ihre Triumphe waren nicht eure Triumphe. Und während sie in der Hauptsatdt der Nation feierten, hatten die bedrängten Familien überall in unserem Land wenig zu feiern.

All das ändert sich von genau diesem Moment an und genau von diesem Ort aus, denn dieser Moment ist Ihr Moment.

Er gehört Ihnen.

Er gehört all jenen, die sich heute hier versammelt haben und allen, die überall in Amerika zusehen.

Dies ist Ihr Tag.

Dies ist Ihre Feier.

Und dies ist Ihr Land – die Vereinigten Staaten von Amerika.

Was wirklich zählt, ist nicht die Partei, die an der Macht ist, sondern ob das Volk unsere Regierung kontrolliert.

Der 20. Januar 2017 wird in Erinnerung bleiben als Tag, an dem das Volk wieder der Herrscher dieser Nation wurde.

Die vergessenen Männer und Frauen dieses Landes werden nicht länger vergessen sein. Jeder hört Ihnen jetzt zu. Sie sind zu dutzenden Millionen zusammengekommen um an einem historischen Moment teilzunehmen, wie die Welt seinesgleichen noch nie zuvor gesehen hat.

Im Zentrum dieser Bewegung steht die entscheidende Überzeugung, dass eine Nation existiert, um ihren Bürgern zu dienen. Amerikaner wollen grossartige Schulen für ihre Kinder, sichere Wohngegenden für ihre Familien und gute Jobs für sich.

Dies sind gerechte und vernünftige Forderungen von rechtschaffenen Leuten und einer rechtschaffenen Öffentlichkeit. Aber für zu viele unserer Bürger existiert eine andere Realität. Mütter und Kinder, gefangen in Armut in unseren Innenstädten, verrostete Fabriken, wie Grabsteine über die Landschaft unserer Nation verstreut.

Ein Erziehungssystem, voller Geld, das aber unsere jungen und schönen Schüler ohne Wissen zurücklässt.

Und die Kriminalität und die Banden und die Drogen, die zu viele Leben gestohlen haben und unserem Land so viel ungenutztes Potenzial geraubt haben. Dieses amerikanische Gemetzel hört auf, genau hier, genau jetzt.

Wir sind eine Nation, und ihre Schmerzen sind unsere Schmerzen. Ihre Träume sind unsere Träume, und ihr Erfolg wird unser Erfolg sein. Wir teilen ein Herz, eine Heimat und eine glorreiche Bestimmung.

Den Amtseid, den ich heute ablege, ist ein Treueschwur an alle Amerikaner.

Über viele Jahrzehnte haben wir ausländische Volkswirtschaften bereichert, auf Kosten der amerikanischen Wirtschaft, haben die Armeen anderer Länder finanziell unterstützt, während wir die Verarmung unseres Militärs zugelassen haben. Wir haben andere Länder reich gemacht, während der Wohlstand, die Stärke und das Selbstvertrauen unseres Landes am Horizont verschwunden ist.

Unsere Fabriken schlossen eine nach der anderen und verliessen unsere Gestade ohne einen einzigen Gedanken an an die Millionen und Millionen von amerikanischen Arbeitern, die zurückblieben.

Der Reichtum unserer Mittelschicht wurde aus ihren Heimen gestohlen und verteilt in der ganzen Welt. Aber das war die Vergangenheit und jetzt blicken wir nur noch in die Zukunft.

Wir haben uns heute hier versammelt um ein neues Dekret zu erlassen, das in jeder Stadt, in jeder Hauptstadt eines anderen Landes gehört, in jeder Halle der Macht. Ab diesem Tag wird eine neue Vision unser Land bestimmen. Von diesem Tag an heisst es Amerika zuerst, Amerika zuerst.

Jede Entscheidung über den Handel, über Steuern, über Einwanderung über die Aussenpolitik wird so getroffen, dass sie amerikanischen Arbeitern und amerikanischen Familien nützt. Wir müssen unsere Grenzen schützen vor der Verwüstungen durch andere Länder, die unsere Produkte nachmachen, unsere Unternehmen stehlen und unsere Arbeitsplätze vernichten.

Der Schutz wird zu grossem Wohlstand und grosser Stärke führen. Ich werde für Sie kämpfen mit jedem Atemzug meines Körpers und ich werde Sie nie im Stich lassen.

Amerika wird wieder anfangen, zu gewinnen, gewinnen wie nie zuvor.

Wir werden unsere Jobs zurückholen. Wir werden unsere Grenzen zurückholen. Wir werden unseren Reichtum zurückholen. Und wir werden unsere Träume zurückholen.

Wir werden neue Strassen und Autobahnen bauen und Brücken und Flughäfen und Tunnel und Eisenbahnen durch unsere ganze wunderbare Nation. Wir werden unser Volk aus der Wohlfahrt rausholen und zurück an die Arbeit, um unser Land mit amerikanischen Händen und amerikanischer Arbeit wiederaufzubauen.

Wir werden zwei einfachen Regeln folgen: Amerikanisch kaufen, amerikanisch einstellen.

Wir werden freundschaftliches Entgegenkommen bei den anderen Ländern der Welt suchen, aber wir werden das tun, in dem Bewusstsein, dass es das Recht aller Nationen ist, ihr Interesse voranzustellen. Wir wollen unsere Lebensweise niemandem aufzwingen sondern sie leuchten lassen als Beispiel. Wir werden leuchten für jedem, der uns folgen mag.

Wir werden alte Bündnisse verstärken und neue schliessen und uns zusammenschliessen gegen den radikalen islamischen Terrorismus, den wir vom Angesicht der Erde ausradieren werden.

Das Fundament unserer Politik wird die absolute Treue zu den Vereinigten Staaten von Amerika sein und durch Loyalität zu unserem Land werden wir die Loyalität zueinander wiederentdecken. Wenn man sein Herz dem Patriotismus öffnet, bleibt kein Raum für Vorurteile.

Die Bibel zeigt uns, wie gut und wohltuend es ist, wenn Gottes Volk in Einigkeit zusammenlebt. Wir müssen unsere Gedanken offen aussprechen, unsere Meinungsverschiedenheiten ehrlich diskutieren aber immer nach Solidarität streben. Wenn Amerika vereint ist, ist es total unaufhaltsam.

Es soll keine Angst geben. Wir werden beschützt und wir werden immer beschützt sein. Wir werden beschützt von den grossartigen Männern und Frauen unserer Streitkräfte und unserer Strafverfolgungsbehörden. Und vor allem anderen werden wir beschützt durch Gott.

Zuletzt müssen wir gross denken und noch grösser träumen. Wir in Amerika wissen, dass eine Nation nur lebt, wenn sie strebt. Politiker, die nur reden und nichts tun, immer nur klagen, aber nichts dagegen tun, werden wir nicht länger dulden.

Die Zeit für leeres Gerede ist vorbei. Jetzt kommt die Stunde des Handelns. Lassen Sie sich von niemandem erzählen, dass es nicht machbar ist. Keine Herausforderung ist zu gross für das Herz und den Kampf und den Geist Amerikas. Wir werden nicht scheitern.

Unser Land wird wieder blühen und gedeihen. Wir befinden uns bei der Geburt eines neuen Jahrtausends, bereit, die Rätsel des Weltalls zu lösen, die Welt von dem Leid durch Krankheiten zu befreien, und die Energien, Industrien und Technologien von morgen zu nutzen.

Ein neuer Nationalstolz wird uns bewegen, unseren Blick heben und unsere Teilung heilen. Es ist an der Zeit sich an die alte Weisheit zu erinnern, die unsere Soldaten nie vergessen werden, dass egal ob wir schwarz oder braun oder weiss sind, wir bluten alle das rote Blut der Patrioten.

Wir geniessen alle die gleichen glorreichen Freiheiten und wir salutieren alle der gleichen, grossartigen amerikanischen Flagge.

Und egal ob ein Kind in der wuchernden Stadt Detroit oder der windgepeitschten Prärie Nebraskas geboren wird, sie schauen hinauf in denselben Nachthimmel, in ihren Herzen werden die die gleichen Träume haben und sie bekommen den Atem des Lebens von demselben allmächtigen Schöpfer eingehaucht.

So hört diese Worte, Amerikaner in jeder Stadt nah und fern, klein und gross, von Berg zu Berg, von Meer zu Meer: Ihr werdet nie wieder ignoriert werden. Ihre Stimme, ihre Hoffnungen und Ihre Träume werden das amerikanische Schicksal bestimmen. Und Ihr Mut und Ihre Güte und Liebe werden uns für immer auf diesem Weg führen.

Zusammen werden wir Amerika wieder stark machen. Wir werden Amerika wieder wohlhabend machen. Wir werden Amerika wieder stolz machen. Wir werden Amerika wieder sicher machen. Und ja, zusammen werden wir Amerika wieder grossartig machen.

Danke. Gott segne Sie. Und Gott segne Amerika. Danke. Gott segne Amerika.

21.1.2017

Diese Worte von Trump kamen noch nie in Antrittsreden vor

Dass die Antrittsrede von Donald Trump anders war, als die seiner Vorgänger ist offensichtlich. Aber das gilt nicht nur für die Stossrichtung. Sondern auch für das Vokabular, dass er nutzte.

Donald Trumps Antrittsrede als US-Präsident war wie eine seiner Wahlkampfreden: klar, streng, nationalistisch und polarisierend. Eine Reihe von Wörtern, die Trump benutzte, seien so noch nie zuvor in Antrittsreden seiner Vorgänger vorgekommen, berichtete die „Washington Post“.

Die Begriffe, die die Zeitung auflistet, sind überwiegend düster:

- bleed (hier: Blut in den Adern fliessen)

- carnage (Massaker)

- depletion (Auszehrung)

- disrepair (Baufälligkeit)

- flush (hier: genug Geld haben)

- infrastructure (Infrastruktur)

- Islamic (islamisch)

- lady (Lady)

- landscape (Landschaft)

- ripped (hier: weggerissen)

- rusted (verrostet)

- sad (traurig)

- solidarity (Solidarität)

- sprawl (Ausdehnung)

- stealing / stolen (stehlen / gestohlen)

- subsidized (subventioniert)

- tombstones (Grabsteine)

- trapped (gefangen)

- trillions (Billionen)

- unrealized (unerfüllt)

- unstoppable (unaufhaltsam)

- urban (städtisch)

- wind-swept (windgepeitscht)

Quelle: DIE WELT

21.1.2017

Warum dieser Satz von Donald Trump so gefährlich ist

16 Minuten spricht Donald Trump bei seiner Vereidigung zum 45. US-Präsidenten. Dabei nimmt er Abschied von Jahrzehnten republikanischer Überzeugung. Und beendet mit nur einem Satz eine ganze Ära.

Der neue US-Präsident Donald Trump hat in seiner 16-minütigen Antrittsrede scharfe Kritik am politischen Establishment geübt und ein hartes Vorgehen gegen islamische Extremisten angekündigt. „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“, sagte der Republikaner am Freitag auf den Stufen des Kapitols in Washington.

Trump hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, die Zuwanderung aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einzuschränken. Zeitweise sprach er sogar von einem kompletten Einreisebann für Muslime. Sein künftiger nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn sieht die USA in einem Krieg mit dem radikal-islamischen Terrorismus.

Die Ankündigung, den "radikalen islamistischen Terror vom Antlitz der Erde zu fegen", klingt gefährlich. Nicht, weil der IS gut wäre, sondern weil das Ziel inhaltlich so unscharf wie rhetorisch scharf ist. An diesem Ziel kann er gemessen werden - und Kontrolle darüber hat er nur, wenn er im Nahen Osten und anderen Regionen militärisch interveniert.

Dieser eine Satz beendet die Ära

Die Äusserung, Amerika sei durch das bald wieder mächtige Militär, "vor allem aber durch Gott beschützt", gibt der Ankündigung dann noch eine religiöse Dimension, die George W. Bush gegenüber Osama Bin Laden und Saddam Hussein sorgfältig vermieden hatte.

"Wir zwingen unseren Lebensstil niemandem auf" - das war eine sehr spannende kurze Feststellung Trumps zur Aussenpolitik. Trump nimmt Abschied von Jahrzehnten amerikanischer, vor allem republikanischer Überzeugung, es sei die Speerspitze der Freiheit und Demokratie in der Welt. Dieser eine Satz, gerichtet vor allem an Russland und China, beendet die Ära. Trumps Amerika tritt als ein Nationalstaat wie jeder andere an.

Auch Barack Obama weigerte sich, einen Kampf gegen den islamistischen Terror auszurufen - er sprach nur von Terroristen. Mit Trump ändert sich das jetzt dramatisch.

Quelle: DIE WELT

21.1.2017

Die Antrittsrede, das war ein Trump auf Steroiden

Donald Trump ist jetzt der mächtigste Mann der Welt. Seine Antrittsrede war ungewöhnlich, ja radikal. Und sie transportiert eine spezielle Botschaft. Denn Trump sieht sich auf einer ganz bestimmten Mission.

Wer geglaubt hatte, die feierliche Amtseinführung würde einen milden, gemässigten Präsidenten in Donald Trump hervorbringen, wurde am Freitag enttäuscht. Was Trump nach seiner Vereidigung durch den Obersten Richter John Robert ablieferte, war eine populistische Kampfansage an die etablierte Politik, wie es sie wohl noch nie gab beim Amtsantritt eines US-Präsidenten.

Trump kündigte der Welt nicht weniger an als eine neonationalistische Epoche der Vereinigten Staaten, in der nur noch US-Interessen zählen sollen.

„Heute übergeben wir nicht nur die Macht von einer Regierung an die nächste, von einer Partei an die andere“, intonierte Trump schon gleich am Anfang seiner Rede. „Heute transferieren wir die Macht von Washington D. C. und geben sie euch, dem Volk, zurück.“

Trump benannte dann die angeblichen Schuldigen an Amerikas Problemen: die politische Kaste. „Zu lange hat eine kleine Gruppe die Vorteile der Regierung genossen, während das Volk die Kosten zu tragen hatte“, sagte Trump. „Politikern ging es immer besser, aber die Arbeitsplätze verschwanden, und die Fabriken schlossen.“

Das Establishment habe nur sich selbst beschützt, aber nicht die Bürger. „Ihre Siege waren nicht eure Siege. Ihre Triumphe waren nicht eure Triumphe. Und während sie in der Hauptstadt der Nation feierten, hatten die bedrängten Familien überall in unserem Land wenig zu feiern.“ Dieser 20. Januar werde nun in Erinnerung bleiben als der Tag, „an dem das Volk wieder der Herrscher dieser Nation wurde“.

Spätestens von da ab war klar, dass Trump die populistischen Parolen seines Wahlkampfes nicht hinter sich lassen würde. Stattdessen versuchte er so etwas wie eine Zuspitzung und Überhöhung seiner üblichen Thesen. Er malte erneut ein düsteres Bild Amerikas, sprach von Müttern und Kindern, die in den Innenstädten Amerikas in Armut gefangen seien.

Er sprach von Kriminalität und Banden und meinte, dieses „amerikanische Gemetzel“ müsse aufhören. Und von rostenden Fabriken, die wie „Grabsteine“ über die Landschaft Amerikas verteilt seien. „Wir haben andere Länder reich gemacht, während der Wohlstand, die Stärke und das Selbstvertrauen unseres Landes am Horizont verschwunden sind.“

Dabei mangelte es ihm auch nicht an missionarischem Eifer. Stellenweise schien er sich fast an Passagen des Evangeliums anzulehnen, wenn er etwa verkündete: „Wir sind heute hier zusammengekommen, um ein neues Dekret zu erlassen, das in jeder Stadt gehört werden soll, in jeder ausländischen Hauptstadt und in jedem Sitz der Macht“, sagte Trump.

Von diesem Tag an werde eine neue Vision das Land regieren. „Von diesem Tag an wird es nur ‚America first‘ sein, ‚America first‘.“ Bei jeder Entscheidung, über Handel, Steuern, Einwanderung, Aussenpolitik, gehe es nur noch um die Frage, ob sie amerikanischen Arbeitern diene und amerikanischen Fabriken.

Ein Trump auf Steroiden

Die Inaugurationsrede war in gewisser Weise ein Trump auf Steroiden. Wie ein charismatischer Führer bot er sich an als derjenige, der in der Lage sei, das Volk wieder in sein Recht zu setzen. Und zugleich schürte er im Ausland die Furcht vor Handelskriegen und einer Neubewertung von Allianzen weiter. „Viele Jahrzehnte lang haben wir fremde Industrien bereichert, zulasten der amerikanischen Industrie“, sagte Trump.

„Wir haben die Armeen anderer Länder subventioniert, während wir es zugelassen haben, dass unser eigenes Militär ausblutet.“ Und er fügte hinzu: „Wir haben die Grenzen anderer Nationen verteidigt und uns gleichzeitig geweigert, unsere eigenen zu schützen.“ Amerika habe Billionen und Aberbillionen im Ausland ausgegeben und gleichzeitig die eigene Infrastruktur verfallen lassen.

„Donald Trump hat sein Weltbild sehr deutlich gemacht“, sagte der Trump-kritische konservative Publizist Jamie Kirchick der „Welt“ nach der Rede. „Er weist den Ansatz früherer Präsidenten zurück, auch den beider Parteien, die glaubten, dass das, was gut sei für Amerikas Alliierte, auch gut sei für Amerika.“

Trump habe das durch eine verantwortungslose „Weltanschauung des Nullsummenspiels“ ersetzt, die gegenüber den Verbündeten genauso misstrauisch sei wie gegenüber Amerikas Gegnern.

Trumps Rede machte noch einmal deutlich, dass die Sehnsucht nach einer Zeitenwende über dem Land liegt – zumindest über einem Teil des Landes. Die eine Hälfte der Amerikaner hat Trump gewählt, um die alte Ordnung abzustrafen und ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, was Donald Trump tatsächlich an Politik umsetzen kann und wird. Die andere Hälfte des Landes verfolgt mit einer Mischung aus banger Erwartung, Furcht und Trauer, was da kommen wird.

Eins ist in der Übergangszeit zwischen der Wahl Trumps und der Amtsübernahme deutlich geworden: Trump hat seinen Stil nicht dem Amt angepasst. Er bleibt der dünnhäutige, nachkartende und wütende Twitterer, der er im Wahlkampf war. Er wird ein Schulhofrabauke bleiben, der Kritiker mobbt. Das ist auch der Trump, der nun den Amtseid abgelegt hat. Und diese absolut ungewöhnliche Antrittsrede zeigt erneut, dass er seinen Stil auch jetzt nicht ändern will, da er die Schlüssel des Weissen Hauses übernommen hat. Amerika und die Welt müssen sich tatsächlich auf unruhige Zeiten einstellen.

Seitdem in Amerika die Zustimmungswerte der Bevölkerung zu ihren Präsidenten gemessen wird, hatte noch keiner bei Amtsantritt so schlechte Werte wie Trump. Der übliche Vertrauensvorschuss der Wähler für ihren neu gewählten Anführer ist schon aufgezehrt. Das ist ein Resultat von Trumps wenig präsidialem Verhalten in der Übergangszeit und dem zum Teil chaotisch und unorganisiert wirkenden Auswahlprozess für die vielen zu füllenden Regierungsposten.

Die pathetische Selbstvergewisserung einer Nation

Dennoch inszenierte sich Trump in seiner Rede ganz als von den Menschen getragener Volkstribun, der ein populäres Mandat für umstürzlerische Politik in Anspruch nimmt.

Der Pomp und die Traditionen der Inaugurationsfeier sind pathetische Selbstvergewisserung einer Nation, sie sind ein fester Anker im politischen Leben Amerikas. Sie geben dem einen beruhigenden Anstrich von feierlicher Normalität, was einst eine revolutionäre Idee war: nämlich dass die Macht in einem friedlichen, aber einschneidenden Wechsel an den politischen Gegner abgegeben wird.

In den Schulen im ganzen Land werden die Bilder aus der Hauptstadt übertragen. Die Demokratie feiert sich selbst, das ist der Sinn einer solchen Inaugurationsfeier. „Ich bin heute hier, um unsere Demokratie zu ehren und unsere dauerhaften Werte“, begründete die bei der Präsidentenwahl unterlegene Hillary Clinton ihre Teilnahme an Trumps Amtseinführung auf Twitter.

Trump hat in seiner Rede nun jedoch abermals deutlich gemacht, dass er das Althergebrachte umstürzen will. Diese Tatsache lässt sich nun auch mit traditionsreichem Zeremoniell nicht mehr übertünchen.

Quelle: DIE WELT

21.1.2017

Trump hat das Oval Office vergoldet

Kaum hatte Obama die Tür des Oval Office hinter sich zugezogen, da wurde schon alles für Trump umgeräumt. Der kann von seiner Leidenschaft für Gold nicht lassen, nutzt aber wohl auch gebrauchtes Inventar.

Am ersten Tag seiner Amtszeit hat Donald Trump schon erste Dekrete unterzeichnet. Etwa um Verteidigungsminister James Mattis und Heimatschutzminister John Kelly, die als erste Kabinettsmitglieder am Freitag vom Senat bestätigt wurden, den sofortigen Einstieg in den Job zu ermöglichen.

Auch ein erstes Dekret zur Krankenversicherung Obamacare hat er unterschrieben – es soll helfen, die Bürde von Unternehmen zu nehmen, bis das Gesetz abgeschafft wird.

Wie üblich gab es dazu eine erste Fotostrecke vom neuen Präsidenten im Oval Office. Und darauf konnte man erkennen, dass Trump schon seine eigenen ästhetischen Akzente gesetzt hat.

Wie man von seinem gänzlich in Gold eingerichteten Penthouse im Trump-Tower in New York weiss, liebt Trump die Farbe der Könige. Im denkmalgeschützten Weissen Haus darf er zwar innenarchitektonisch nicht so frei walten wie in seinem New Yorker Wolkenkratzer.

Aber ganz ohne Gold will Trump nun offenbar doch nicht leben und arbeiten. Deshalb wurden Obamas Einrichtungsgegenstände ausgetauscht. Obamas Sofas waren in einem dezenten leicht grünlichen Farbton gehalten, die Vorhänge waren rostrot. Obamas Fotograf Pete Souza hat das Oval Office am Morgen der Inauguration noch einmal aus der Vogelperspektive fotografiert. Obama verlässt da gerade das Büro zum letzten mal.

Nun stehen dort zwei mit goldenem Brokat bespannte Couches im Raum. Und die Fenster sind mit schweren und ziemlich steif aussehenden Goldgardinen verhüllt.

Letztere könnten aus dem Lagerraum des Weissen Hauses stammen. Denn wie George W. Bushs Ex-Pressesprecher Ari Fleischer gleich bemerkte, sahen die Vorhänge denen sehr ähnlich, die beim Amtsantritt seines alten Chefs hinter dem Schreibtisch im Oval Office hingen. Der beigefarbene runde Teppich, so Fleischer, könnte auch aus dem Fundus von Bush recycelt sein.

Im Wahlkampf hatte Trump den letzten Präsidenten aus dem Hause Bush noch heftig kritisiert. Beim Einrichtungsgeschmack scheinen beide aber ähnlich zu ticken.

Auch bei den Büsten gab es einen Wechsel. Trump hat die Büste von Winston Churchill zurück ins Oval Office geholt. Bei Obama hatte sie im Treaty Room gestanden. Er ist in der ersten Etage des Weissen Hauses gelegen und Teil der privaten Räumlichkeiten der Präsidentenfamilie.

Die Büste von Martin Luther King, die an dem jetzigen Platz von Churchill gestanden hatte, liess Trump ebenfalls im Oval Office. Am Abend hatte es Gerüchte gegeben, sie sei aus dem Oval Office verbannt worden. Sean Spicer, Pressesprecher des Weissen Hauses, twitterte später ein Foto mit der Büste von Martin Luther King im Oval Office.

Quelle: DIE WELT

21.1.2017

Breaking News

Breaking News

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann ist optimistisch, was die US-Konjunktur betrifft. Er hofft sogar auf ein Freihandelsabkommen. Doch auch die EU bleibe wichtig.

Bereits vor dem Amtsantritt von Donald Trump hat sich der Dollar stark aufgewertet, die Börsen sind auf Rekordlevel. Ist Trump gut für die Schweizer Wirtschaft?

Tatsächlich hat die Wahl die Wirtschaftsstimmung in den USA belebt. Dort und im Fernen Osten ist unter den Investoren Optimismus aufgekommen. Darum reden die Industriefirmen auch bei uns wieder über Wachstum.

Wie kommt das?

Das ist der Effekt des Infrastrukturprogramms, das Trump versprochen hat, und der angekündigten Steuersenkungen. Aber nicht nur. Noch wichtiger ist, dass Trump zumindest in der Innenpolitik an liberalen Prinzipien festhält: Leistung soll sich in Zukunft wieder lohnen.

Sie klingen erstaunlich optimistisch, was Trump anbelangt.

Ich versuche, realistisch zu bleiben. Weder jammere ich, noch werde ich euphorisch. Aber immerhin ist jetzt ein Unternehmer Präsident der USA.

Sie haben zehn Minuten mit Trump telefoniert. Hat er Sie überzeugt?

Das Gespräch war kurz. Es gab aber keinen Hauch von Zynismus oder Kritik. Er gebrauchte kein falsches Wort. Es war ein gutes Gespräch.

Haben Sie das Gefühl, dass man mit ihm etwas Positives bewegen kann?

Für mich ist die Besetzung der Ministerien spannend. Hier nimmt eine Truppe mit vielen Unternehmern die Sache an die Hand. Das ist eine Chance, aber ich masse mir keine Prognose an. Experten sprechen von einem möglicherweise höheren Wirtschaftswachstum in den USA als bisher. Lassen Sie uns das als Einladung annehmen, mit Optimismus vorwärtszugehen.

Sie haben gesagt, Sie würden gerne die Sanktionen gegen Russland aufheben. Gibt es Gespräche mit Russland oder den USA?

Ich habe gesagt, dass die internationalen Sanktionen gegen Russland einen negativen Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft haben. Und ich sagte, die Spitzenpolitiker der beteiligten Länder müssten sich an einen Tisch setzen. Gespräche führen wir derzeit nicht.

Hat die Schweiz einen Vermittlungsauftrag oder versucht sie zu vermitteln?

Nein, es gibt keinen Auftrag. Der Bundesrat hat aber immer betont, wie wichtig direkte Gespräche auf der Suche nach politischen Wegen der Konfliktlösung sind.

Sollten die Sanktionen bedingungslos aufgehoben werden?

Nein. Es braucht dazu politische Schritte, die Situation muss sich ändern.

Sie haben nun schon oft am WEF mit den Handelsministern verhandelt. Ein ziemlicher Marathon. Wie lange bleiben Sie noch Bundesrat?

Diese Frage habe ich längst beantwortet. Ich bin bis Ende 2019 gewählt.

Sie müssen sich auch weiterhin mit der Alten Welt beschäftigen. Braucht es die verschiedenen EU-Dossiers und Rahmenverträge überhaupt noch, wo doch die EU an Bedeutung verliert?

Die EU ist und bleibt wichtig. Tatsächlich haben wir verschiedene offene EU-Dossiers, vom Zugang zum Strommarkt über Zusammenarbeitsdossiers bis hin zu Updates bisheriger Abkommen. Hinzu kommen die Verhandlungen zum Institutionellen Rahmenabkommen. Diese Themen sind von unterschiedlicher Dringlichkeit für die Schweiz. Welche dieser Abkommen es noch braucht, werden wir in den kommenden Monaten besprechen.

Als Nächstes soll die Frage der Masseneinwanderungsinitiative mit einem Gegenvorschlag zu Rasa geklärt werden.

Der Bundesrat hat entschieden, dass er einen Gegenentwurf dazustellt. Es kann gut sein, dass die Initianten ihre Initiative stehen lassen. Damit würde sie nach Durchlaufen des parlamentarischen Prozesses zur Abstimmung kommen.

Bevor oder nachdem die Dossiers mit der EU behandelt werden?

Das kann ich Ihnen so nicht beantworten. Mit Brüssel ist abgemacht, dass wir die Dossiers angehen, von denen wir sicher sind, dass wir sie zu einem positiven Ende bringen können und wollen.

Sie zeichnen ein positives Bild der Wirtschaftsentwicklung. Doch die Industrie hat 2016 über 12 000 Stellen verloren. Könnte nun die Trendwende kommen?

Ich hoffe sehr, dass die US-Konjunkturlokomotive zu ziehen beginnt und die chinesische Wirtschaft mehr Schwung erhält. Mit etwas Zeitverzug würde sich dann auch unser Aussenhandel beleben. Das würde uns Aufwind geben – die Jobs in der Schweiz würden sicherer.

Positiv sollen auch weitere Freihandelsabkommen sein, so wie eines mit China abgeschlossen wurde. Seit Jahren verhandeln Sie darüber mit Indien. Nun haben Sie eine Deadline von zwei Monaten gesetzt. Wollen Sie Druck machen?

Nein das war ein gemeinsamer Entscheid. Er hatte nicht zum Ziel, sich gegenseitig Konzessionen aufzuzwingen. Aber wir haben jetzt in 15 Runden neun Jahre lang verhandelt. Wegen des Regierungswechsels in Indien war das Geschäft eineinhalb Jahre blockiert. Es dauerte lange, bis klar war, wer auf der indischen Seite die Verhandlungen führt. Als ich am Rande des Weltwirtschaftsforums die Handelsministerin traf, sagte ich ihr, dass wir jetzt wissen wollen, ob wir eine Lösung finden.

Will sie?

Ja, sie hat uns gesagt, sie glaube daran, dass sich eine Lösung finden lasse. Im Februar werden wir telefonieren. Wenn eine Lösung realistisch ist, wollen wir die offenen Fragen bis Mitte Jahr ausarbeiten.

Sind die Fronten hier geklärt? Die Pharmabranche verteidigt den Patentschutz vehement.

Ich würde das nicht als «Front» bezeichnen. Repräsentanten der Branche reisten mit uns nach Indien und sprachen direkt mit der Handelsministerin. Es gibt Signale, dass beide Seiten etwas flexibler werden wollen. Ich werde aber kein Freihandelsabkommen mit Indien abschliessen, ohne sicher zu sein, dass die Pharma damit leben kann – und will.

Gibt es ein Vetorecht für die Pharmaindustrie?

Ein Mitgestaltungsrecht. Wir reden mit allen betroffenen Branchen. Bei der Pharma ist die Lage aber am heikelsten. Der Patentschutz muss wasserdicht sein. Ich verstehe, dass man in den Konzernzentralen auf diesen Punkt aufpasst.

Vor Jahren scheiterte der Abschluss eines Freihandelsvertrags mit den USA. Nun sagte Didier Burkhalter, ein solcher könnte wieder möglich werden. Warum?

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen mit den USA ist eines der wichtigsten Ziele des Bundesrats. Das Land ist unser zweitwichtigster Markt. In den letzten Jahren haben wir mit den USA auch immer wieder über eine Einbindung ins Freihandelsabkommen TTIP gesprochen, über welches die USA mit der EU verhandelt. Die Bedingungen waren klar: Entweder man akzeptiert das Abkommen, so wie es ist, oder man bleibt ihm fern. Nachverhandlungen gibt es nicht.

Das klingt jetzt doch alles anders. Der Vertrag mit der EU ist tot, und Donald Trump hat den Engländern einen Deal vorgeschlagen.

Es ist momentan unklar, was tatsächlich gilt. Aber Trump hat sich nie so explizit gegen das transatlantische Freihandelsabkommen ausgesprochen wie gegen die transpazifische Partnerschaft.

Das ist eigentlich egal. Die Europäer wollen nicht.

Sollte aus dem Vertrag mit der EU nichts werden, entgeht uns die Chance, an einem guten Vertrag teilzuhaben. Dann müssen wir uns Alternativen überlegen.

Ein Freihandelsabkommen mit den USA wurde aber bereits einmal verhindert, weil die Landwirtschaft ihr Veto eingelegt hatte.

Das war ein Grund. Der andere war, dass sich die Schweiz damals stärker auf die Verhandlungen mit der EU konzentrierte, weil sie glaubte, dort schneller voranzukommen.

Quelle: Tages-Anzeiger

21.1.2017

Näher an Moskau heranrücken

Das Wirtschaftsdepartement plant für die Zeit nach den Sanktionen.

Bundesrat Johann Schneider-Ammanns Plädoyer in mehreren Zeitungsinterviews für ein Ende der Russlandsanktionen sorgt in Bern für Aufregung. In den anderen Departementen reagiert man «mit Erstaunen» auf die Aussagen des Wirtschaftsministers. Sie würden der offiziellen Bundesratsposition widersprechen. «Schneider-Ammann macht das immer wieder: Er ist sich nicht bewusst, dass er mit solchen Interviews nicht nur für sich, sondern immer auch im Namen des Gesamtbundesrats spricht», sagt eine bundesratsnahe Person aus einem anderen Departement.

Besser vorbereitet waren offensichtlich die Mitglieder der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats (APK). Hier war Russland in den vergangenen Monaten wiederholt Thema. Zuletzt in dieser Woche. Gemäss Nationalrat Hans-Peter Portmann (FDP) haben Schneider-Ammann und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die APK informiert, dass nach Wegen für eine wirtschaftliche Wiederannäherung gesucht werde. Dazu zählt auch die Reise von Seco-Chefin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch nach Moskau im November.

Portmann begrüsst die Offensive des Wirtschaftsministers. Er und Kommissionskollegin Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP) vermuten, dass es dafür in der APK eine Mehrheit gebe. Sie fordern beide, dass die Schweiz auch die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Russland, die nach der Annexion der Krim im Frühjahr 2014 gestoppt wurden, wieder aufnehme.

Schweizer Exporte brechen ein

Die Schweiz hat sich den Wirtschafts­sanktionen, welche die EU 2014 gegenüber Russland verhängt hat, nie angeschlossen, sondern nur Massnahmen aktiviert, die verhindern sollen, dass die Sanktionen via Schweiz umgangen werden. Von russischen Gegensanktionen blieb sie verschont. Trotzdem ist es für Schweizer Firmen schwieriger geworden, in Russland zu geschäften. Auch weil das Land wegen der EU-Sanktionen vermehrt einheimische Produzenten fördert. Da es gleichzeitig von einer schweren Krise erschüttert wird, sind die Schweizer Exporte um die Hälfte auf rund 2 Milliarden Franken eingebrochen. Noch 1 Prozent der Schweizer Ausfuhren gehen derzeit nach Russland.

Versuche, die EU-Sanktionen via Schweiz zu umgehen, habe es bislang kaum gegeben, heisst es aus der Bundesverwaltung. Sollte dies zutreffen, könnte sich auch SP-Nationalrat Tim Guldimann eine Aufhebung der Gegenmassnahmen vorstellen. Das müsse dann vom Bundesrat aber entsprechend kommuniziert werden. Nicht einverstanden wäre der ehemalige Ukrainegesandte der OSZE mit einer reinen Freundschaftsgeste der Schweiz in Richtung Wladimir Putin. Denn die EU-Sanktionen hätten durchaus ihre Wirkung gehabt: Sie hätten Russland zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen in Minsk bewegt.

Keine Freude an Schneider-Ammanns Plänen dürfte die EU haben. Erst vor wenigen Wochen haben die Mitgliedsstaaten die Russlandsanktionen einstimmig um ein halbes Jahr verlängert – obwohl Vertreter mehrerer EU-Länder davor und danach ein Ende forderten. Und auch in den USA hat Barack Obama als eine seiner letzten präsidialen Amtshandlungen die Sanktionen bis März 2018 verlängert. Nachfolger Donald Trump soll das Aufheben möglichst schwergemacht werden. Während­dessen wird in der Ostukraine weiter­gekämpft, und im Kreml denkt niemand daran, die Krim zurückzugeben.

Quelle: Tages-Anzeiger

21.1.2017

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News

Innenminister Wolfgang Sobotka beharrt weiterhin auf der Halbierung der Obergrenze für Asylanträge. In der "ZiB 2" erklärte der ÖVP-Minister, warum die Notwendigkeit dafür bestehe: Mangels einer Perspektive und aufgrund der Nicht-Integrierbarkeit in den Arbeitsmarkt würden viele Asylwerber straffällig. "2014 hatten wir 10.400 Asylwerber, die verdächtigt waren und angezeigt wurden. 2015 waren es 14.000 und 2016 waren es 22.000", zitierte Sobotka aus der Kriminalitätsstatistik. Das Interview sorgte in den sozialen Medien für Aufregung.

90 Prozent der Asylwerber würden keine Arbeit finden und landeten in der Mindestsicherung, so Sobotka. Integration funktioniere aber nur dann, "wenn man Menschen Arbeitsplätze anbieten kann".

Sobotka hofft auf Rückführungen nach Griechenland

Auf die Frage von ORF-Moderator Armin Wolf, was mit jenen Menschen passieren werde, die nicht mehr unter die von der ÖVP gewünschte Obergrenze von 17.000 Asylanträgen pro Jahr fielen, führte Sobotka zum wiederholten Male die Registrier- bzw. Wartezonen an den Staatsgrenzen sowie an den grösseren österreichischen Flughäfen an. Da er sich erstens keinen übergrossen Andrang erwarte und zweitens Griechenland nach der Wiedereingliederung in das Dublin-System im Sommer des heurigen Jahres erneut viele Fälle übernehmen werde, müsste man auch nicht mit Hunderten oder Tausenden Wartenden in den Wartezonen rechnen.

"Wir sind Rückführungs-Europameister"

Von einem Einsperren der Menschen wollte Sobotka nichts wissen: "Sie sind nicht eingesperrt, sie können sich in eine Richtung bewegen, nämlich in ihre Heimat zurück." Der Innenminister sprach in diesem Zusammenhang auch von den im Vorjahr erfolgten Rückführungen: "Heuer waren wir Rückführungs-Europameister. Wir haben die meisten Leute mit Rückkehrberatung und auch mit Perspektiven zurückgeführt. Und ich denke, das muss sich in diesem Jahr noch verstärken."

Angesprochen auf eine Vorstandssitzung der niederösterreichischen ÖVP am kommenden Mittwoch, in der Landeshauptmann Erwin Pröll dem Vernehmen nach über seine Zukunftspläne informieren möchte, sagte Sobotka, er habe keine Ambitionen auf die Nachfolge Prölls. "Ich bin gerne Innenminister und unterstütze Hanni Mikl-Leitner", meinte Sobotka.

Als Favoritin für eine etwaige Nachfolge gilt die frühere Innenministerin und Finanzlandesrätin Johanna Mikl-Leitner. Ambitionen wurden zuletzt auch Agrarlandesrat Stephan Pernkopf und Sobotka nachgesagt. Er sei kein Kandidat, so Sobotka in der "ZiB 2".

Wie sehr das ORF-Interview polarisiert hat, zeigt sich in den sozialen Medien. Die Kommentare zum Auftritt bei Wolf reichen von "endlich klare Worte" bis hin zu "unfassbar" bzw. "Es spricht. Es grinst. Es macht Angst."

Quelle: Kronen Zeitung

21.1.2017

Wien: 6165 Flüchtlinge können nicht abgeschoben werden

In Wien sind derzeit mehr als 20.000 Flüchtlinge offiziell in der Grundversorgung registriert – allerdings sind nur zwei Drittel davon tatsächlich Asylwerber oder Asylberechtigte. 6165 Personen sind sogenannte „Tolerierte“ – sie können aus verschiedenen Gründen nicht abgeschoben werden . Diese dem KURIER zugespielten Zahlen werden vom Innenministerium zwar bestätigt, allerdings nicht offiziell kommentiert.

Bisher wurden diese Informationen in Wien wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Das dürfte auch mit der Brisanz zu tun haben. Denn Wien hat eine Art Sogwirkung, deshalb ist eine verstärkte Wanderbewegung dorthin in Gang gekommen. Würde die Hauptstadt kein Geld dafür ausgeben, würde dies vermutlich verhindert werden, sagen Insider.

Problematische "Sogwirkung" nach Wien durch Auszahlung der Mindestsicherung

"Sogeffekt" nach Wien

Da die dem KURIER vorliegenden Zahlen den Stand November 2016 haben, dürfte die Zahl mittlerweile noch leicht gestiegen sein. Ein Grund dafür ist, dass Wien die Mindestsicherung ausbezahlt, auch wenn die Person eigentlich in einem anderen Bundesland gemeldet ist. Damit soll verhindert werden, dass sich Flüchtlinge in der Hauptstadt illegal betätigen. "Es ist nicht optimal, dass es zu so einer Konzentration kommt", hiess es im Innenministerium in der Vergangenheit mehrfach. Denn dadurch würde die Kriminalität steigen, dies ist etwa an den Massenschlägereien bei den Hotspots zu sehen.

Vor allem Afghanen, Syrer, Iraker

Von den rund 6000 Personen, die nicht abgeschoben werden können, sind 2674 eigentlich abgelehnte Asylwerber – vor allem aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Aber auch Somalier, Nigerianer und Tschetschenen haben ihren Anteil daran. Diese Personen haben keine Dokumente und bekommen keine Ausreisezertifikate vom Heimatland ausgestellt. Aber es stünde ihnen frei, auf eigene Faust in der Botschaft einen Reisepass zu erhalten und von sich aus auszureisen.

„Einen Sogeffekt hat jede Millionenstadt“, verteidigt Flüchtlingskoordinator Peter Hacker die Massnahmen. „Wir könnten 1,8 Millionen Menschen absiedeln und Kuhweiden machen, nur dann wäre das zu verhindern.“ Hacker betont, dass man in Wien darauf schaue, „dass keine unversorgten Gettos entstehen“. Deshalb sei es besser, den Flüchtlingen leichter Geld auszuzahlen, als sie unversorgt durch die Stadt irren zu lassen. Er sieht die Schuld auch bei den andeten Bundesländern.

3491 Schutzberechtigte

Zu den 2674 Personen ohne Papiere kommen noch 3491 subsidiär Schutzberechtigte. Sie dürfen arbeiten, können aber nicht abgeschoben werden, weil ihnen zum Beispiel die Todesstrafe droht oder Folter. Ihr Status muss jährlich verlängert werden. Zusammen sind das 6000 Personen, die in Wien Mindestsicherung und Grundversorgung bekommen, aber nicht abgeschoben werden können, selbst nach einem Gefängnisaufenthalt. Wie viele der Betroffenen sich allerdings tatsächlich strafbar gemacht haben, ist jedenfalls unklar, Hacker betont, dass "die Kriminalitätszahlen in Wien objektiv zurückgehen. Das ist kein Zufall, sondern die Folge solcher strategischer Entscheidungen."

Fest steht, dass die Verteilung über die Bezirke sehr ungleich ist. Von den über 12.000 Asylwerbern ist etwas mehr als die Hälfte in einer offiziellen Unterkunft (wie der Caritas oder des Innenministeriums) und die andere Hälfte privat betreut. Jeweils mehr als zehn Prozent wohnen in den Bezirken Alsergrund und Favoriten, etwas dahinter folgen Hietzing, Ottakring, die Landstrasse und Floridsdorf. Dies hat vor allem mit den Grossquartieren zu tun, etwa dem Asylverteilerzentrum un der Nussdorferstrasse (Alsergrund), der Unterkunft für 600 Flüchtlinge in der Siemensstrasse (Floridsdorf) oder einem Zentrum in Hietzing.

Interessant ist die Verteilung der subsidär Schutzberechtigten, die sich meist auf eigene Faust Quartiere (bei Verwandten) besorgen. Hier ist Favoriten der mit Abstand beliebteste Bezirk (550 Personen), abgeschlagen dahinter liegen Ottakring (320) und die Brigittenau praktisch gleichauf. Derartige Zahlen wurden bisher offenbar zurückgehalten, um Verteilungsdiskussionen in den Bezirken zu vermeiden.

Ein Drittel Frauen

Spannend ist die Geschlechteraufteilung. Trotz manch gegenteiliger Polemisierung sind "nur" etwa zwei Drittel der Asylberechtigten männlich, sogar knapp mehr als ein Drittel weiblich. In Wien sind beinahe 25 Prozent aller in Österreich in der Grundversorgung stehenden Flüchtlinge untergebracht.

Quelle: Kurier

21.1.2017

Bad News

Bad News
Das Horror-Chalet

Das Horror-Chalet

Hinter den Fassaden dieses idyllischen Chalets soll sich der blanke Horror abgespielt haben

Schon wieder kommt im Kanton Glarus ein Pflegeskandal ans Licht: Die Polizei ermittelt in Oberurnen wegen mehrfacher Körperverletzung und Delikten gegen die Freiheit.

Das Haus der betreuten Kleinwohngruppe in Oberurnen GL ist ein idyllisches Chalet. Doch jetzt kommt ein furchtbarer Verdacht ans Licht. In der Senioren-Vierer-WG habe bis zum Sommer 2016 blanker Horror zur Tagesordnung gehört. «Die Bewohner wurden gequält, geschlagen und gefesselt», sagen mehrere involvierte Personen zu BLICK. Und: «Regelmässig wurden Leute ans WC gebunden oder mit Hundehalsbändern am Stuhl fixiert.»

Strafverfahren wegen mehrfacher Körperverletzung

Fakt ist: Die Kantonspolizei ermittelt wegen mehrfacher Körperverletzung und Delikten gegen die Freiheit. Seit Oktober 2016 gibt es diesbezüglich immer wieder Einvernahmen, selbst in dieser Woche. Die leitende Staatsanwältin Dorothea Speich bestätigt das laufende Verfahren, äussert sich aber bis zum Abschluss nicht dazu.

Leider kein Einzelfall im Kanton Glarus, auch im Altersheim Haus zur Heimat in Linthal GL gibt es massive Mängel. Sogar Dorfarzt Ernst Fasol schickt keine Patienten mehr dorthin. Er sorgt sich wegen «fehlender Kompetenz bei der medizinischen Pflege». Hinzu kommt, dass Angehörige von Bewohnern und Ex-Mitarbeiter die Hygiene und das Arbeitsklima scharf kritisieren (BLICK berichtete).

Neue Informationen im Fall Linthal

Nun zeigen neue Informationen: Heimleitung und Gemeinde wissen schon länger von den Problemen in Linthal. Bereits im Mai 2016 beschwerte sich das Pflegepersonal schriftlich. «Dienstpläne verstossen gegen das Arbeitsgesetz», heisst es im Brief. Oder: «Mitarbeiter werden unterschiedlich behandelt.» Die Verwaltung der Alters- und Pflegeheime Glarus Süd reagiert mit einem Schreiben: «Wenn sich die Vorwürfe als falsch erweisen, kann dies strafrechtliche Folgen haben.»

Offensichtlich ist das Klima vergiftet. Trotzdem greift der Kanton nicht direkt ein. «Die Verwaltung der Alters- und Pflegeheime Süd hat sich mit Beschwerden auseinanderzusetzen», schreibt das Departement Volkswirtschaft und Inneres. In bestem Amtsdeutsch heisst es weiter: «Derzeit werden diverse Themen zur Bewilligung und Aufbauorganisation diskutiert und im Rahmen unserer aufsichtsrechtlichen Rolle gewürdigt.» Von den geplagten Bewohnern fehlt in der Antwort jedes Wort.

Quelle: Bligg

21.1.2017

Ni Hao News

Ni-Hao News

Man werde Kompromisse mit ihm schliessen können - so wurde Trump in China vor seiner Wahl beschrieben. Doch der Ton staatlicher Medien wird seitdem immer schärfer. Sollte Trump weiter provozieren, werde das Konsequenzen haben, lautet der Tenor. Von Axel Dorloff, ARD-Studio Peking

Die Drohungen werden direkter: Chinas staatlich gelenkte Medien haben Donald Trump zuletzt immer wieder davor gewarnt, von der Ein-China-Politik abzurücken. Sollte Trump nach seiner Amtsübernahme seine Provokationen fortsetzen, werde China Ernst machen und Taiwan möglicherweise geopfert werden, so die staatliche "Global Times". In einem Leitartikel der Regierungszeitung "China Daily" heisst es, die Taiwan-Frage sei "eine Büchse der Pandora mit tödlichem Potenzial".

"In der Konsequenz wie ein Schuss ins eigene Knie"

Deutlich diplomatischer, aber auch mit klarer Botschaft, äusserte sich die Sprecherin des Aussenministeriums in Peking: "Jeder muss verstehen, dass es in der Welt Dinge gibt, die nicht verhandelt, gekauft oder verkauft werden können", so Hua Chuning. Die Anerkennung des Ein-China-Prinzips sei die Grundvoraussetzung und politische Basis für alle diplomatischen Beziehungen zwischen China und anderen Ländern.

Die Sprecherin fügte an: "Wenn jemand - egal wer und warum - das nicht anerkennt oder zur Verhandlungsmasse erklärt, werden die chinesische Regierung, das chinesische Volk und die internationale Gemeinschaft dem mit aller Macht entgegen treten. In der Konsequenz wäre das wie ein Schuss ins eigene Knie."

Paradigmenwechsel mit schwerwiegenden Folgen

Die Signale aus Peking sind eindeutig: Für China kommt die Taiwan-Frage nicht auf den Verhandlungstisch. Sollte das wirklich Trumps aussenpolitische Strategie sein, wäre das ein Paradigmenwechsel mit schwerwiegenden Folgen, sagt Jia Qingguo, Professor für Internationale Beziehungen an der Peking Universität. Dies könnte die diplomatischen Beziehungen beider Länder erschüttern oder sogar zerreissen - "bis hin zum militärischen Konflikt in der Meeresstrasse von Taiwan."

Auch Chinas staatliche Medien spekulieren bereits offen über die Gefahr einer militärischen Eskalation. Die Regierung in Peking habe bald keine andere Wahl mehr, als die Handschuhe auszuziehen. Trumps Taiwan-Spiel sei ein Spiel mit dem Feuer, so der Kommentator der "China Daily". Trotzdem lautet die offizielle Devise: erst einmal muss Trump jetzt ins Amt, dann werde man sehen, was er wirklich anstellt.

"China reagiert sehr rational"

Auch in Peking richte sich der Blick heute nach Washington, sagt Experte Jia. Chinas Führung werde aufmerksam beobachten, was Trump zu sagen hat und welche Themen er wirklich anpacken will. "Aber China ist nicht nervös. China reagiert sehr rational, bezogen auf Tatsachen, und nicht emotional. Wir wollen mit den USA kooperieren, dort, wo wir gemeinsame Interessen haben. Und wir wollen an den Differenzen, die es zwischen uns gibt, arbeiten - um eine Eskalation zu verhindern."

Schwieriger als bislang

Die Ein-China-Politik und Taiwan, der Konflikt im Südchinesischen Meer, die Handelsstreitigkeiten - die chinesisch-amerikanischen Beziehungen könnten heute in eine Phase eintreten, die deutlich konfliktreicher und schwieriger wird als bislang.

Vor der Wahl hat man Trump in China noch als Pragmatiker beschrieben. Als Geschäftsmann, mit dem man bestimmt Kompromisse schliessen könne. Der chinesische Blick auf Trump hat sich in den vergangenen Wochen aber verändert. Die Skepsis in Peking ist deutlich gewachsen.

Hintergrund: Taiwan und die "Ein-China-Politik"

China betrachtet Taiwan seit 1949 als abtrünnige Provinz. Mit ihrer "Ein-China-Doktrin" fordert die kommunistische Führung in Peking, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zur demokratischen Regierung im taiwanesischen Taipeh unterhalten darf, wenn es ein normales Verhältnis mit China pflegen will. Die meisten Staaten, darunter auch die USA, halten sich seit Jahrzehnten an dieses Prinzip.

Auch Deutschland unterhält keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan. Da facto sind die bilateralen Beziehungen aber "gut und intensiv", so das Auswärtige Amt. Für Deutschland ist Taiwan einer der wichtigsten Handelspartner in Asien.

Die heikle Situation geht auf den Bürgerkrieg in China zurück, als die Truppen der nationalchinesischen Kuomintang vor den Kommunisten nach Taiwan flüchteten. Mehr als zwei Jahrzehnte hielt die "Republik China" - so die offizielle Bezeichnung für die Regierung in Taipeh - sogar den ständigen Sitz Chinas im Weltsicherheitsrat. Erst 1971 musste sie ihn an die kommunistische Regierung in Peking abgeben.

Für Aussöhnung zwischen beiden Seiten sorgte ein vager Konsens, wonach beide zu "einem China" gehören, auch wenn sie unterschiedliche Interpretationen akzeptierten, was darunter zu verstehen ist.

Quelle: Tagesschau

21.1.2017

Chinesischer Investor scheitert mit Luzerner Plänen

Luzerns heissestes Paar

Luzerns heissestes Paar

Hole in one: Yunfeng Gao (rechts) und sein Golfpartner Toni Bucher von Eberli AG

Dem chinesischen Investor Yunfeng Gao gefällt es in der Zentralschweiz. Nach dem Kauf des Palace und einem Neubau in Engelberg wollte er sich am Luzerner Casino beteiligen. Daraus wird nun nichts.

Der chinesische Investor Yunfeng Gao, dem in Luzern das Hotel Palace gehört, darf sich nicht beim benachbarten Casino finanziell beteiligen. Der Verwaltungsrat der Kursaal Casino AG hat sich gegen den Einstieg des Unternehmers mit einem Aktienpaket von 5 Prozent ausgesprochen.

Wie das Casino-Unternehmen am Dienstag mitteilte, will es als touristische Leistungsträgerin in der Zentralschweiz lokal verankert bleiben, seine Unabhängigkeit bewahren und die bisherige Zusammenarbeit mit Hotel- und Tourismuspartnern nicht aufs Spiel setzen.

Nicht noch mehr China

Mit dem Nein des Verwaltungsrats ist das Geschäft vom Tisch. Aktien dürfen nur mit der Genehmigung des Verwaltungsrats übertragen werden.

Der Casino-Betrieb pflegt laut eigenen Angaben bereits enge Beziehung zum Chinesen. So befindet sich unter anderem das Parkhaus im gemeinsamen Mitbesitz. Von einer weiteren kapitalmässigen Verflechtung will der Verwaltungsrat nichts wissen.

Das Casino in Luzern mit einem Aktienkapital von rund 6,4 Millionen Franken ist derzeit mehrheitlich im Besitz von Kleinaktionären. Diese dürfen maximal 5 Prozent des Aktienkapitals halten. Grösste Einzelaktionärin mit einem Stimmenanteil von 11 Prozent (Altbesitz) ist die Stadt Luzern. Weitere bedeutende Eigner sind die Luzerner Kantonalbank, der Kanton Luzern sowie Private.

Mit mehreren Standbeinen in der Innerschweiz

Der chinesische Geschäftsmann Yunfeng Gao hatte im September 2016 bekanntgegeben, dass er beim Luzerner Casino einsteigen und von einem Privaten ein Aktienpaket erwerben möchte. Er hatte im Dezember 2015 bereits das benachbarte Fünf-Sterne-Hotel Palace am Vierwaldstättersee gekauft.

Zuvor erwarb der 50-Jährige 2012 auch die Frutt-Lodge OW und stieg beim Generalunternehmer Eberli Sarnen OW ein. In Engelberg investiert er gegenwärtig rund 100 Millionen Franken in den Bau des neuen Fünf-Sterne-Hotels Grand Hotel Titlis Palace.

Trend dürfte anhalten

Chinesen stechen mit Zukäufen in der Schweiz besonders hervor, das zeigt eine KPMG-Studie. 2016 hat es hierzulande neun Transaktionen aus dem Reich der Mitte gegeben. 2015 akquirierten die Chinesen zehnmal in der Schweiz. In den Jahren 2012 und 2013 hatten sie bei Firmenkäufen dagegen lediglich zwei- beziehungsweise dreimal zugeschlagen. Dieser Aufwärtstrend dürfte aber anhalten.

Die seit 2007 beobachtbare Aufwärtsbewegung bei Fusionen und Übernahmen setzte sich laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG vom Dienstag auch im vergangenen Jahr fort. Die Zahl der Transaktionen mit Schweiz-Bezug stieg 2016 im Vorjahresvergleich insgesamt um 3,4 Prozent auf 362 Übereinkünfte. Das Volumen dieser Zukäufe und Zusammenschlüsse legte sogar um 40 Prozent auf eindrückliche 119,1 Milliarden Dollar zu.

Die Statistik für das abgelaufene Jahr prägte vor allem der «Mega-Deal» zwischen dem Basler Agrochemiekonzern Syngenta und China National Chemical Corporation (ChemChina), der allein auf ein Transaktionsvolumen von rund 43 Milliarden Dollar kommt. Laut KPMG ist diese Akquisition sogar die bisher grösste chinesische Übernahme eines Unternehmens im Ausland.

Drei Faktoren machen die Schweiz interessant

Laut KPMG Schweiz gibt es für das Aufstreben der Chinesen drei Hauptgründe, obwohl die Investoren vielfach gar nicht so stark an den etablierten Märkten der Übernahmeobjekte interessiert sind. Erstens rührt der Appetit chinesischer Firmenübernahmen in der Schweiz daher, dass China über traditionsreiche «Swissness»-Firmen verfügen möchte. Viele chinesische Grosskonzerne gibt es nämlich meist erst wenige Jahre.

Zweitens haben es die Investoren aus dem Reich der Mitte auch auf die Spitzentechnologie abgesehen. Die eigene Innovationskraft lässt den Experten zufolge noch sehr zu wünschen übrig.

Und drittens versuchen Chinesen mit dem Kauf von ausländischen Firmen ihre Portfolios zu diversifizieren, die häufig auf inländische Immobilienanlagen oder auf die heissgelaufenen chinesischen Aktienmärkte ausgerichtet sind.

Quelle: sda

20.1.2017

Konfuzius sagt: «So geht Weltmacht»

Konfuzius sagt: «Es ist nicht gut, wenn die kommende Weltmacht der abtretenden Weltmacht das Sprudelwasser wegsäuft»

Nature News

Nature News

Aufregung auch am Chiemsee

Im Zürcher Bezirk Andelfingen wurden am Donnerstag zwei Fischer festgenommen. Sie werden verdächtigt, illegal Kormorane mit Kleinkalibergewehren abgeschossen zu haben.

Die Kantonspolizei Zürich ging Hinweisen nach, wonach wiederholt Kormorane geschossen wurden. Am Rhein wurde in der Folge wiederholt eine Aktion durchgeführt. Dabei gingen zwei Fischer im Rentenalter ins Netz. Auch ein Kleinkalibergewehr wurde sichergestellt.

Die Beschuldigten sind geständig, widerrechtlich und ohne Jagdberechtigung Kormorane abgeschossen respektive dies versucht zu haben. Als Motiv gaben sie an, dass Kormorane übermässige viele Fische fressen. Sie sahen die Fischbestände gefährdet. Die beiden Männer werden wegen Vergehen gegen das Jagd-, das Tierschutz- sowie wegen Verstosses gegen das Waffengesetz zu verantworten haben.

Quelle: sda

21.1.2017

Ihr Herz schlägt seit über 30 Jahren für Orang-Utans: Regina Frey hat auf Sumatra schon über 400 Exemplare der bedrohten Menschenaffen gerettet.

Regina Frey (68) hat schon 400 Orang-Utans gerettet und mit den aus der Gefangenschaft ausgewilderten Menschenaffen in Zentralsumatra einen neuen Bestand gegründet. Freys Station auf Sumatra wurde im vergangenen Jahr sogar von Oscarpreisträger Leonardo DiCaprio (42) besucht und kommt auch in seinem Dokumentarfilm «Before the Flood» vor. Der Schauspieler kämpft wie Regina Frey und weitere Umweltorganisationen für die Erhaltung des Leuser-Schutzgebiets. Der dortige Regenwald ist Lebensraum für die bedrohten Orang-Utans. Für Palmölplantagen wird der Regenwald gerodet, und so ist mittlerweile selbst das Leuser-Schutzgebiet – halb so gross wie die Schweiz – in Gefahr. «Das beeinflusst nicht nur Sumatra, sondern auch unser Klima. Wir sehen ja, wie ungewöhnlich warm es bei uns geworden ist», sagt die Schwester des Kabarettisten Patrick Frey (65). Sie warnt: «Wenn es so weitergeht, könnte Sumatras Regenwald schon in zehn Jahren zerstört sein. Dann gibt es nur noch Palmölplantagen und Schutzgebiete – und selbst die sind in Gefahr.» Darum konsumiert die Biologin ausschliesslich Produkte, die kein Palmfett enthalten.

Erste Begegnung im Zoo

Ihre erste Begegnung mit den Orang-Utans wird Frey nie vergessen. Es war vor über 30 Jahren im Frankfurter Zoo. «Ich wurde ins Gehege zu den Jungtieren geschickt. Plötzlich umklammerten mich Hände und Füsse. Da wurde mir erst etwas bang», so die Bernerin. «Aber die Orang-Utans sind liebevolle Tiere. Wenn dir einer in die Augen schaut und dich umarmt, verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Tier.»

Ihr neustes Projekt gilt «Orang Utan Coffee». Der Kaffee ist die Existenzgrundlage von Kleinbauern in der Nachbarschaft von Bergregenwäldern – im Gegenzug verpflichten sich die Einheimischen, den Wald und seine Tiere zu schützen. Damit soll verhindert werden, dass sie für den Anbau von Kaffee Regenwald zerstören. Derzeit benutzen die Bauern eine Verarbeitungsanlage vor Ort, weil es aber lange Wartezeiten und Diebstähle gibt, ist ein eigener Trocknungsplatz und die Anschaffung von entsprechenden Maschinen geplant. Mit einer Crowdfunding-Kampagne hat Regina Frey dafür 50'000 Franken gesammelt – immer für den Schutz ihrer geliebten Orang-Utans und ihrer Heimat im Regenwald.

Quelle: Bligg

9.1.2017

«Wenn dich ein Orang-Utan umarmt, verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Tier», so Frey

«Wenn dich ein Orang-Utan umarmt, verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Tier», so Frey

SHOCKING CRUELTY – Orangutan Prostitutes in Borneo

Good News

Good News

Was ist Folsäure?

Wenn Vitamine nicht ausreichend zur Verfügung stehen, wird der Mensch krank. Doch in der Regel liefert unsere moderne Ernährung genügend Nährstoffe, um gut versorgt zu sein. Nur für ein Vitamin gilt das nicht.

Mit Nahrungsergänzungsmitteln kann die Pharmabranche Milliardenumsätze einstreichen – doch im besten Fall richten die meisten Mittelchen keinen Schaden an. Ob Vitamin-C-Präparate, Kalzium oder Biotin: Angeblich positive Wirkungen auf die Gesundheit stehen wissenschaftlich gesehen auf sehr wackeligen Beinen. Sobald eine Substanz mit soliden gross angelegten Studien unter die Lupe genommen wird, verschwinden die erhofften Effekte im Nichts.

Für ein Molekül gilt dies jedoch nicht: Folsäure hat seine Berechtigung in den Regalen der Drogeriemärkte und hat einen deutlich bewiesenen Nutzen. Frauen im gebärfähigen Alter wird die regelmässige Einnahme der Substanz empfohlen. Das Experten-Gremium der „US Preventive Services Task Force“ hat dazu im renommierten Fachmagazin JAMA einen Übersichtsartikel veröffentlicht, der klar die Wirksamkeit der Folsäure belegt.

Bei der Auswertung mehrerer Fachartikel zeigte sich, dass das Vitamin aus dem B-Komplex Neuralrohrdefekte bei Neugeborenen verhindern kann. Eine ganze Reihe von Körperschäden und Todesfällen gehen heutzutage auf das Konto der angeborenen Anomalie. Bis zu fünf von tausend Babys sind von der Fehlbildung betroffen.

Nimmt eine Mutter täglich ausreichend Folsäure (auch als Folat bekannt) zu sich, können solche Defekte vermieden werden. Doch wie sich gezeigt hatte, liegt die Menge des Vitamins in der normalen Ernährung meist unterhalb dessen, was Mediziner raten.

Der neue Fachartikel baut auf bereits zurückliegende Untersuchungen auf. Neuere Analysen bestärken die bereits gefundenen Hinweise und zeigen wie sinnvoll eine entsprechende Nahrungsergänzung ist. Aktuell empfehlen die Experten Frauen, zwischen 0,4 und 0,8 Milligramm täglich einzunehmen.

Zwar scheint die besonders kritische Phase eines Folatmangels für das ungeborene Kind nur etwa einen Monat vor der Empfängnis bis zum zweiten oder dritten Monat der Schwangerschaft zu liegen. Doch da in den USA rund die Hälfte der Schwangerschaften ungeplant eintritt, ist eine dauerhafte Ergänzung des Vitamins sinnvoll.

Wichtig bei der Synthese der DNA

Zudem konnten Forscher keine relevanten belegbaren Nebenwirkungen bei regelmässiger, richtig dosierter Einnahme finden. Wie genau Folat die Geburtsdefekte verhindert, kann die Wissenschaft noch nicht erklären. Bekannt ist lediglich, dass die Substanz als Coenzym bei der Herstellung und dem Stoffwechsel von Nukleinsäuren, also der Grundlage des Erbmaterials, notwendig ist. Sie reguliert unter anderem die Synthese und Funktion der DNA.

Wer es absolut ablehnt, das hitze- und lichtempfindliche Vitamin in Pillenform zu sich zu nehmen, sollte stets die wichtigsten Folsäurelieferanten auf dem Speiseplan stehen haben. Getreidekeime haben einen hohen Gehalt, aber auch Hülsenfrüchte, dunkles Blattgemüse und Leber sind Träger von Folat. Schwierig dürfte es dennoch werden, so auf die mindestens 400 Mikrogramm täglich zu kommen. Diese entsprächen beispielsweise rund 200 Gramm rohen Linsen.

Quelle: DIE WELT

21.1.2017

News vom Bosporus

News vom Bosporus

Schlechter als zuletzt unter den Präsidenten Barack Obama und Recep Tayyip Erdogan könnte das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei kaum sein. Kritik an den Demokratie-Defiziten, der Unterdrückung der Medien und den „Säuberungen“ nach dem Putschversuch vom Juli: Obama nahm kein Blatt vor den Mund. Erdogan weint ihm deshalb keine Träne nach.

Von Trump erwarte er „schnelle Fortschritte und eine Verständigung in regionalen Fragen“, sagt Erdogan – und meint die Syrienpolitik: Für die Amerikaner sind die syrische Kurdenpartei PYD und ihr militärischer Arm, die „Volksverteidigungseinheiten“ YPG, wichtige Verbündete im Bodenkampf gegen die IS-Terrormiliz. Die türkische Regierung sieht hingegen in der PYD und der YPG Ableger der kurdischen Arbeiterpartei PKK – die auch die USA als Terrororganisation einstufen. Erdogan-Sprecher Ibrahim Kalin twitterte, die USA müssten „aufhören, die Terrororganisation YPG zu legitimieren“.

Aber dass Trump mit den syrischen Kurden bricht, ist unwahrscheinlich. So erklärte zwar Trumps designierter Aussenminister Rex Tillerson in einer Anhörung vor dem Senat, er werde den Schulterschluss mit Präsident Erdogan und dem langjährigen Verbündeten Türkei suchen; im Kampf gegen den IS in Syrien will aber auch Tillerson auf die syrischen Kurden setzen – „grossartige US-Verbündete“, wie er sagte. Trump selbst bekannte sich gegenüber der „New York Times“ ebenfalls als „grosser Fan der Kurden“.

Auch bei einem anderen Thema könnte Erdogan enttäuscht werden. Ganz oben auf seiner Wunschliste steht die Auslieferung seines Erzfeindes Fethullah Gülen, der seit 1999 in Pennsylvania lebt – und hinter dem Putschversuch stecken soll. Ex-General Michael Flynn, Trumps Nationaler Sicherheitsberater, trat zwar bereits öffentlich für eine Auslieferung des „türkischen Osama bin Laden“ ein, wie er Gülen nannte. Aber die Entscheidung liegt bei der US-Justiz. Und der reichen die bisher von Ankara vorgelegten Akten offenbar nicht. Die Beweise für eine Beteiligung Gülens an dem Putschversuch seien „sehr dünn“, heisst es in US-Medien.

Quelle: Handelsblatt

21.1.2016

Parlament billigt Erdogans Präsidialsystem

Die Verfassungsreform in der Türkei hat die bislang wichtigste Hürde genommen. Trotz wütenden Protesten aus der Opposition stimmt das Parlament den Plänen von Staatschef Erdogan zu.

Die von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Verfassungsreform für ein Präsidialsystem in der Türkei ist vom Parlament verabschiedet worden. In Kraft treten können die Änderungen allerdings erst, wenn das Volk in einem Referendum zustimmt. Für das von Erdogans AKP vorgelegte Reformpaket aus 18 Artikeln stimmten am frühen Samstagmorgen 339 Abgeordneten, 142 waren dagegen. Die notwendige Dreifünftelmehrheit von mindestens 330 Stimmen wurde auch mit Hilfe von Abgeordneten aus der ultranationalistischen Oppositionspartei MHP erzielt. Damit nahm die Reform ihre bislang wichtigste Hürde.

Während der fast zweiwöchigen Parlamentsdebatte über die Verfassungsänderungen kam es zu hitzigen Auseinandersetzungen und zu Schlägereien im Parlament. Über die 18 Artikel wurde jeweils einzeln in zwei Lesungen abgestimmt. Sie alle erhielten – wie am Schluss auch das Gesamtpaket – die notwendige Dreifünftelmehrheit. Zu der Volksabstimmung, bei der nur noch eine einfache Mehrheit notwendig ist, soll es voraussichtlich Ende März oder Anfang April kommen.

Mehr Macht für Erdogan

Die Umsetzung der Verfassungsreform soll schrittweise erfolgen und bis Ende 2019 vollständig abgeschlossen sein. Das Präsidialsystem würde Erdogan deutlich mehr Macht verleihen und das Parlament schwächen. Der Präsident würde zugleich als Staats- und Regierungschef amtieren und könnte weitgehend per Dekret regieren. Sein Einfluss auf die Justiz würde weiter zunehmen.

Die Amtszeiten des Präsidenten wären zwar weiterhin auf zwei begrenzt, die Zählung würde unter dem neuen Präsidialsystem aber mit der für November 2019 geplanten Wahl neu beginnen. Theoretisch könnte Erdogan durch eine Hintertür in den Verfassungsänderungen bis zum Jahr 2034 im Amt bleiben, wenn er die jeweiligen Wahlen gewinnt.

Erdogan führt an, dass das Präsidialsystem der Türkei Stabilität bringen würde. Der Chef der kleinsten Oppositionspartei MHP, Devlet Bahceli, und weitere MHP-Abgeordnete unterstützten die Reform im Parlament. Die grösste Oppositionspartei CHP und die pro-kurdische Oppositionspartei HDP sind dagegen strikt gegen das Präsidialsystem, weil sie eine Ein-Mann-Herrschaft befürchten.

Die HDP hatte angekündigt, sich aus Protest gegen die Inhaftierung ihrer Kollegen an den Abstimmungen zur Verfassungsreform nicht zu beteiligen. Elf HDP-Parlamentarier sitzen seit November wegen Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft, unter ihnen die Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag. Sie waren damit von der Debatte ausgeschlossen. Besonders Demirtas hatte immer wieder deutlich gemacht, dass er das Präsidialsystem verhindern wolle.

Quelle: dpa

21.1.2017

Die Macht des Erdogan

Exzellent News

Exzellent News

«Unterdessen» in Luzern: Ein Restaurant wurde wegen Hygienemängeln gebüsst. Der Wirt outete sich via Facebook – und riskiert damit seine Existenz.

Restaurantküchen sind eine Blackbox. Kaum jemand weiss, was drinnen vorgeht. Wer steht da am Herd? Wie viele? Wie wird gearbeitet? Und dann kommt etwas raus, liegt auf einem Teller und riecht im besten Fall gut. Aber ists – wie angekündigt – wirklich bio? Und frisch?

Meist kommt Gutes aus der dampfenden, blubbernden, zischenden Rätselbox. Aber manchmal eben auch nicht. So wie jüngst in einer Stadtluzerner Beiz. Verschimmelte und verdorbene Produkte seien gefunden worden, auch verschmutzte Geräte, so ein Kontrollbericht des Lebensmittelinspektorats. Zudem seien Nahrungsmittel teilweise überhitzt oder gar nicht datiert gewesen.

Es waren happige Vorwürfe, die die Beamten dem Restaurant machten. 2500 Franken Busse wurden dem Wirt aufgebrummt. Die Strafe war noch zu verdauen. Denn laut Bundesgesetz dürfen die Kontrolleure den Namen des Gebüssten nicht öffentlich machen. Das Geschäft mit dem Essen konnte – unter Auflagen – also weitergehen. Die Existenz war vorerst gesichert.

Bekannt durchs Fernsehen

Rund ein Dutzend Mal pro Jahr wird im Kanton Luzern ein Restaurant wegen Hygienemängeln gebüsst. Bisher erfuhr kein Gast davon. In diesem Fall ist es nun aber anders. Nach der Busse hat sich der Wirt des Restaurants Maihöfli über seine Facebook-Seite freiwillig geoutet. Er setzt damit seinen guten Ruf aufs Spiel. Denn das Maihöfli, in einem ehemaligen jahrhundertealten Bahnhof untergebracht, ist gut in der Stadt verankert. Der Lozärner kennt die Beiz zwischen Löwendenkmal und Rotsee, die im letzten Jahr gar Teil der SRF-Sendung «Mini Beiz – Dini Beiz» gewesen war.

Am letzten Samstag liess der stadtbekannte Wirt also die Stinkbombe platzen und gab Fehler zu. «Es ist uns in der Vergangenheit nicht genügend gelungen, alle gesetzlichen Hygieneauflagen ausreichend zu erfüllen. Das bedauere ich sehr.» Der Maihöfli-Wirt kündigte zudem Sofortmassnahmen an und erklärt das Ganze zur Chefsache. Auch wolle er hausgemachte Lebensmittel künftig durch ein externes Labor kontrollieren lassen.

«Ich habe Fehler gemacht.»

Maihöfli-Wirt auf Facebook

Und wie reagierten seine Gäste auf das Outing? Ausgesprochen positiv, will man den Facebook-Kommentaren glauben. Beinahe alle loben seinen Mut, so offen und selbstkritisch zu kommunizieren. User Henry Vogel meinte gar: «Ich habe noch nie im Maihöfli gegessen. Werde es aber bald tun. Ich kenne den Wirt nicht. Trotzdem bin ich sicher, der machts jetzt richtig. Der Mann bewegt was.»

Transparenz scheint sich also zu lohnen – auch für so undurchsichtige Bereiche wie die Küche.

Quelle: Tages-Anzeiger

21.1.2017

IT News

IT News

In China bereits ein Megahit, jetzt erobert die App Meitu Europa und die USA: Sie verwandelt Selfies in kitschig-kindliche Porträts mit viel Glitzer. Sie hat für Nutzer allerdings einen grossen Haken.

Hier ist eine Sache, die wir sehr dringend brauchen (das stimmt nicht): Eine weitere App, mit der wir wichtige Lebenszeit einfach verschenken. So kann man die Bildbearbeitungsapp von Meitu sehen, die nun auch in Deutschland verfügbar ist. Meitu hat nach eigenen Angaben in China schon ein einige Menschen begeistert, also etwa 456 Millionen aktive User pro Monat.

Die populäre App des Unternehmens erlaubt es Nutzern, Porträts mit Hilfe von Filtern und Werkzeugen zu verändern: Reinere Haut, grössere Augen, ein markanteres Kinn - Selfies lassen sich mit den Tools beliebig formen und, nun ja, verschönern. Die Bearbeitungsalgorithmen sind an fernöstlichen Schönheitsidealen orientiert. Die Ergebnisse erinnern in ihrer Ästhetik ein wenig an Mangas.

Die App hat ein Problem

Meitu wurde zum Börsengang im Dezember 2016 mit 4,6 Milliarden US-Dollar (4,33 Mrd. Euro) bewertet. Nach Angaben des Unternehmens wurden die verschiedenen Foto-Apps des Meitu-Portfolios insgesamt 1,1 Milliarden Mal auf Nutzergeräten installiert. Zahlen, die erklären, warum Meitu als Konkurrent für Instagram und Snapchat gehandelt wird.

Mit den beiden Ami-Apps lassen sich ebenfalls Fotos bearbeiten, allerdings nur mit Filtern, die über das Originalbild gelegt werden. Nutzer können nicht Schönheitschirurg spielen und in die Physiognomie eingreifen.

Egal, ob man die Meitu-App lustig oder dämlich findet, man sollte sich bewusst sein, welches Geschäftsmodell dahinter steckt. Die App ist kostenlos verfügbar, monetarisiert wird sie über die Nutzerdaten. Bei der Installation fordert die App eine ganze Reihe von Rechten, die nicht zum Betreiben der Software an sich nötig wären. Auf diese Eingriffe in die Privatsphäre weisen bereits mehrere Tech-Portale hin.

Die Android-Version hat Zugriff darauf, welche anderen Apps der User nutzt, wo genau er sich aufhält, auf die Internationale Mobilfunk-Teilnehmerkennung (IMSI), Anrufdaten und verwendete Wlan-Verbindungen. Die iOS-Variante greift auf Informationen über den Mobilfunkanbieter zu und analysiert, ob ein iPhone „jailbroken“ ist. Im Code der App finden sich laut „Wired“ Hinweise, dass Meitu beabsichtigen könnte, Nutzerdaten zu verkaufen.

Es wird spannend sein zu beobachten, ob sich Meitu hierzulande als Alternative oder Ergänzung zu den Giganten Instagram und Snapchat etablieren kann. Vielleicht haben wir bald alle Profilbilder in Manga-Optik. Doch naheliegender scheint gerade, dass Meitu das nächste Pokémon Go wird: ein Hype, der sich rasant um den Globus ausbreitet und ebenso schnell wieder abebbt.

Quelle: DIE WELT

21.1.2017

Sommerloch-News – Mitten im Januarloch

Sommerloch-News – Mitten im Januarloch

Nach der Explosion einer E-Zigarette fehlen Andrew Hall sieben Zähne. Den Unfall hat der Amerikaner auf Facebook dokumentiert.

Als sich Andrew Hall im Badezimmer gerade für die Arbeit fertig machte, explodierte plötzlich seine E-Zigarette in der Nähe seines Gesichts. Die Detonation war so heftig, dass sogar das Waschbecken zertrümmert wurde, überall war Blut. Das Gesicht von Andrew Hall wurde beim Unfall verunstaltet, der Amerikaner musste ins Spital gebracht werden.

Er verlor sieben Zähne und erlitt auch Verbrennungen zweiten Grades. Aus den verbrannten Bereichen im Gesicht und am Hals zogen die Ärzte später Plastikteile der E-Zigarette. Den ganzen Vorfall dokumentierte er auf Facebook. Sein Beitrag wurde mittlerweile mehr als 450'000-mal geteilt.

«Ich habe immer gedacht: Solche Storys sind Fakes»

Hall besass das Gerät, einen sogenannten Vaporizer Pen, seit rund einem Jahr. Wieso das Teil explodierte, ist nicht klar. Er hofft, mit seiner Geschichte andere Personen vom Rauchen – speziell von E-Zigaretten – abzuhalten. «Ich habe diese Storys immer für Fake gehalten, aber nun ist es mir wirklich passiert», schreibt Hall auf dem sozialen Netzwerk.

Nach seinem ersten Posting haben ihm einige Facebook-Nutzer vorgeworfen, schlechte Stimmung gegen E-Zigaretten machen zu wollen und auch seine Geschichte «Fake» genannt. Als Antwort darauf teilte Hall weitere Fotos von der Zerstörung, die die Explosion in seinem Badezimmer angerichtet hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine E-Zigarette explodiert. Anfang 2016 verloren ein Mann in Deutschland und ein 16-Jähriger in Kanada ebenfalls mehrere Zähne bei einem ähnlichen Unfall. Letzten Dezember hielt eine Überwachungskamera in Grossbritannien fest, wie ein solches Gerät in Flammen aufging.

Quelle: 20Minüten

21.1.2017

Die Tyrannei des Kindischen – TIPP vom Doktor

Zu diesem typischen Sommerlochthema mitten im Altweibersommer empfehle ich Ihnen folgendes Buch:

«Die kindliche Gesellschaft» von Robert Bly

Ihr Dr. Luzart

Doktor, 17-Jährige will's wissen

Reif für die Psychoanalyse
Lestina Marie Smith

Lestina Marie Smith

Die 17-jährige Lestina Marie Smith soll einen 19-jährigen Mann zum Sex gezwungen haben. Der Teenager sitzt in Haft, sie könnte für immer hinter Gitter wandern.

Wie die Polizei mitteilte, soll Lestina Marie Smith (17) den zwei Jahre älteren Mann mit einem Messer bedroht und ihn dann zu oralem und vaginalen Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Die Tat ereignete sich in der Kleinstadt Saginaw im US-Bundesstaat Michigan.

Das Mädchen wurde festgenommen, sitzt in Untersuchungshaft. Da Fluchtgefahr besteht, darf sie das Gefängnis nicht auf Kaution verlassen.

Sollte die 17-Jährige wegen «kriminellem sexuellem Verhalten» verurteilt werden, droht ihr lebenslange Haft.

Familie und Freunde unterstützen Lestina Marie Smith auf Facebook. Ihr Bruder schrieb, er könne sich nicht vorstellen, dass seine Schwester zu einer solch schrecklichen Tat fähig wäre. Die Anhörung im örtlichen Gericht ist auf den 3. Februar angesetzt.

So stehts geschrieben in unser aller Bligg

20.1.2017

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

So viel Glück ist unsereinem nicht beschert, wird man ausschliesslich nur noch von Ü 80 (in Jahren und Kilo) sexuell begehrt und in der Migros beim Einkaufen und im Bus ab und zu aufs Heftigste am Eingemachten begrapscht.

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

Wieviel Brot braucht die Stadt Luzern?

Wieviel Brot braucht die Stadt Luzern?

Flixbus will Luzern schon dieses Jahr ansteuern

Unser täglich Unterwäschebild für die Randgruppe der Heterosexuellen

LUZART stellt die Heten unter Artenschutz

LUZART stellt die Heten unter Artenschutz

Unser täglich Unterwäschebild
    • Flixbus kommt nach Luzern. Schon bald.

    • Nie gibt ein Bikini wärmer als im Winter

    • Bäckerei Bachmann Luzern? La Vie en Rose

    • So schönn kann WEF sein

    • Australian Open

    • Tolle Winterdecke

    • So macht das Warten auf den Skilift Spass. Oder?

    • Nicht alles, was nackt ist, ist auch erotisch. Gällid.

    • Sturmtief «Egon» bringt Regen

    • Wer möchte da nicht Schneemann sein?

    • Jungs. Ihr müsst nur warten bis der Schnee schmilzt.

    • So geht schieben, ihr Lieben!

    • Kann denn Snowboard Sünde sein?

    • Dem Pneu Egger zu wir streben (aus «Lohengrin»

Gesundheit

Wintersport

Wintersport

Zermatt ist das beliebteste Skigebiet

49.000 Ski- und Snowboardfahrer haben entschieden: Zermatt ist das beliebteste Skigebiet der Alpen. Das ist das Ergebnis der Umfrage zum "Best Ski Resort", die alle zwei Jahre in 54 ausgewählten Skigebieten durchgeführt wird.

Bereits 2014 erreichte Zermatt die besten Umfragewerte. Auf Platz zwei landete Livigno in der Lombardei in Norditalien. Auf Rang drei kam Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol. Danach folgen Kronplatz, Saas-Fee, Gröden/Val Gardena, Adelboden-Lenk, Alta Badia, Aletsch Arena und Obergurgl-Hochgurgl, teilt das Beratungsunternehmen Mountain Management mit, das Herausgeber der Studie ist.

Grösse des Skigebiets nicht mehr ganz so wichtig

Die Bedeutung der Skigebietgrösse und des Pistenangebots sind im Vergleich zur vorherigen Befragung leicht gesunken - gleichwohl ist es weiter das wichtigste Kriterium für Wintersportler. Gröden/Val Gardena liegt hier auf Platz eins. Der Faktor Schneesicherheit ist Wintersportlern wichtiger geworden: Saas-Fee punktet hier am meisten. Ischgl liegt in Sachen Après-Ski ganz vorne.

Die jetzt veröffentlichte Untersuchung wurde von der Universität Innsbruck und Mountain Management in der Skisaison 2015/16 durchgeführt. Die Skigebiete konnten in 20 Kategorien in Bezug auf Relevanz und Zufriedenheit bewertet werden. Aus den Werten wurde für jedes Skigebiet ein Zufriedenheits-Index erstellt.

Weitere Informationen:

Mehr Ergebnisse der Studie finden sich auf http://best-skiresorts.com/

Quelle: t-online

12.11.2016

Die besten zehn Skigebiete der Gesamtbewertung

Rang

Skigebiet

Land

1.

Zermatt

Schweiz

2.

Livigno

Italien

3.

Serfauss-Fiss-Ladis

Österreich

4.

Kronplatz

Italien

5.

Saas-Fee

Schweiz

6.

Gröden/Val Gardena

Italien

7.

Adelboden-Lenk

Schweiz

8.

Alta Badia

Italien

9.

Aletsch Arena

Schweiz

10.

Obergurgl-Hochgurgl

Österreich

Lauchernalp: Hier finden sie Schnee & Unterkunft

Lauchernalp: Hier finden sie Schnee & Unterkunft

Der Winter kam schneller als erwartet: Dank Schneefall und der kräftigen Unterstützung von Schneekanonen sind einige Gebiete schon früher offen.

Der November macht schneehungrigen Wintersportlern Freude: In den Bergen schneit es, in höheren Lagen liegt bereits eine Schneedecke. Zusammen mit den Beschneiungsanlagen schaffen es einige Skigebiete, bereits am kommenden Wochenende zu öffnen.

Und wer die Ski schon aus dem Keller geholt hat, sollte am Samstag auf die Piste. Pünktlich aufs Wochenende beruhigt sich das Wetter und in den Bergen zeigt sich laut Roger Perret von Meteonews die Sonne.

Bis zu 50 Zentimeter Schnee

Am Donnerstag und Freitag fällt in den Bergen laut Meteorologe Roger Perret noch ziemlich viel Schnee. «Zwischen 20 und 50 Zentimetern Schnee sollte es in den Voralpen geben.» Die Schneefallgrenze sinkt am Freitag bis auf 600 Meter.

Warm anziehen müssen sich die Wintersportler trotzdem: Die Null-Grad-Grenze liegt auf 1200 Metern, am Sonntag steigt sie leicht auf 1800 Meter. Und gute Nachrichten für die Skigebiete: In der neuen Woche gibt es zwar ein Hoch mit viel Sonne, aber: «Dem Schnee in den Bergen dürfte dies nichts anhaben.»

Diverse Saisoneröffnungen

In Saas-Fee und Zermatt kann das ganze Jahr auf dem Gletscher gefahren werden. In Zermatt sollen kommendes Wochenende aber bereits 38 Kilometer für Wintersportler bereit sein. Derzeit seien 21 Kilometer offen, sagt Valérie Perren von den Zermatt-Bergbahnen.

Doch die Vorbereitungen laufen «auf Hochtouren», wie Perren sagt. 600 Beschneiungsanlagen seien im Einsatz. Am 26. November sollen alle drei Skigebiete mit allen Pisten offen sein. Und dem Zufall will man diesen Termin nicht überlassen. Eben erst ist das Skigebiet als das beste von Europa ausgezeichnet worden.

Bolgen Plaza mit Auswirkungen?

In Davos hat man sich wegen der Wetteraussichten des kommenden Wochenendes gegen eine Eröffnung entschieden, wie der CFO der Bergbahnen Davos, Yves Bugmann, sagt: «Wir konzentrieren uns am kommenden Wochenende auf die Beschneiung von mehreren Pisten und werden dafür dann ab dem 18. November mit bereits mehreren Anlagen und Pisten auf Parsenn durchgehend eröffnen.»

Vor wenigen Wochen machte der Bundesgerichtsentscheid zum bekannten Aprés-Ski-Tempel Bolgen Plaza Schlagzeilen. Da das Restaurant in einer Landwirtschaftszone steht, muss es neu um 19 Uhr am Abend schliessen. Kommen deswegen weniger jüngere Wintersportler nach Davos? Bugmann sagt: «Das ist sehr schwierig zu sagen. Wir werden sicherlich einige Gäste verlieren, vor allem im Bereich Nachtessen.»

In den oberen Lagen geöffnet

Frühstarter sind in diesem Jahr zum Beispiel auch Arosa, die Flumserberge und Laax. Alle starten am Wochenende mit reduziertem Angebot. «Im Moment haben wir 30 Zentimeter Schnee am Crap Sogn Gion», sagt Nadine Schöb von der Weissen Arena Gruppe in Laax.

Zurzeit seien rund die Hälfte aller Beschneiungsanlagen im Skigebiet im Einsatz. Im unteren Bereich werde zurzeit nicht beschneit, da die Bedingungen dafür nicht ideal seien. In den Flumserbergen sind zwei Anlagen geöffnet, in Arosa ist es das Gebiet Hörnli, das am Wochenende diverse Pisten bereithält.

Quelle: 20Minüten

11.11.2016

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