Mama, s'LUZART komposchtiert

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Nach em Räge schint d'Sunne. Gällid

Donnerstag, 30. Juni 2016

Christian Wasserfallen, Schweizer Politiker (FDP.Die Liberalen), feiert heute seinen 35. Geburtstag.

Video zum Geburtstag: Christian Wasserfallen bei Roger Schawinski

Unser heutiges Geburtstagskind

Christian Wasserfallen ist ein Sohn des verstorbenen Berner Gemeinderats (Mitglied der Stadtexekutive) und Nationalrats Kurt Wasserfallen. Er begann 2001 ein Physikstudium an der Universität Bern, welches er 2002 nach zwei Semestern abbrach. Er studierte anschliessend 2003 bis 2006 Maschinenbau an der Berner Fachhochschule und schloss 2007 als Maschinen-Ingenieur FH ab.

Seine politische Karriere begann im Jahr 2000 als Vorstand und Delegierter der Jungfreisinnigen. Von 2002 bis 2005 präsidierte er die Jungfreisinnigen der Stadt Bern und wurde 2003 in den Stadtrat (Legislative) von Bern gewählt. Seit 2007 ist er im Vorstand der Schweizer Jungfreisinnigen und wurde bei den Wahlen vom 21. Oktober 2007 für die FDP in den Nationalrat gewählt. Bei den Wahlen vom 23. Oktober 2011 wurde er wiedergewählt. In der grossen Kammer hat er Einsitz in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie NR (UREK-NR) und der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur NR (WBK-NR) (Präsident).

Seit dem 21. April 2012 ist Wasserfallen Mitglied des fünfköpfigen Vizepräsidium der FDP.Die Liberalen. Innerhalb der FDP zählt er zum konservativ-rechtsbürgerlichen Flügel. Wasserfallen war Vorstandsmitglied des kernenergiefreundlichen Nuklearforums Schweiz. Er wohnt in der Stadt Bern.

Mehr über Christian Wasserfallen erfahren Sie hier...

30.6.2016

Breaking News

Breaking News

For Heaven's Sake Man, Go!

Im britischen Unterhaus liegen die Nerven blank: Noch-Premier David Cameron fordert Labour-Chef Jeremy Corbyn zum Rücktritt auf.

Der scheidende konservative Premierminister David Cameron hat Oppositionschef Jeremy Corbyn scharf angegriffen und zum Rücktritt aufgefordert. «In Gottes Namen, Mann, gehen Sie!», rief Cameron, der nach dem Brexit-Votum seinen Rücktritt angekündigt hat, dem Labour-Vorsitzenden im britischen Parlament zu. Es sei zwar für die Konservativen nützlich, wenn Corbyn weiter die Opposition führe, aber nicht im nationalen Interesse.

Die Labour-Fraktion revoltiert seit Tagen gegen den Parteilinken Corbyn und hatte ihm am Dienstag mit grosser Mehrheit das Misstrauen ausgesprochen. Das Votum hat aber keine bindende Konsequenz.

Corbyn, der von der Parteibasis im Herbst überraschend ins Amt gewählt worden war, will nicht zurücktreten und wieder kandidieren, falls ein neuer Labour-Chef gewählt wird. Die Fraktion wirft ihm vor, er habe im Abstimmungskampf gegen den Brexit eine schwache Figur gemacht und werde der Partei im Fall einer Neuwahl eine verheerende Niederlage einbrocken.

Arbeitsminister will Premier werden

Im Rennen um das frei werdende Amt des britischen Premiers hat sich bereits ein Kandidat in Stellung gebracht. Arbeitsminister Stephen Crabb hat seinen Hut in den Ring geworfen. Crabb sagte am Mittwoch in London, als Regierungschef werde er enge Beziehungen zur Europäischen Union suchen. Das Brexit-Referendum vergangene Woche habe aber ein klares Resultat ergeben, sagte Crabb weiter. Eine zweite Volksbefragung werde es nicht geben.

In den anstehenden Austrittsverhandlungen mit der EU werde die Kontrolle der Zuwanderung nicht verhandelbar sein. Dies werde mit dem weiteren Zugang der britischen Wirtschaft zum EU-Binnenmarkt allerdings schwer zu verbinden sein, sagte er.

Cameron, der für einen Verbleib in der EU eingetreten war, will sein Amt spätestens im Oktober abgeben. Über seine Nachfolge sollen die Mitglieder der konservativen Partei in einer Urwahl abstimmen. Als mögliche weitere Kandidaten werden Innenministerin Theresa May und der Kopf der Brexit-Kampagne und frühere Londoner Bürgermeister Boris Johnson gehandelt.

Vorgezogenen Wahlen in Grossbritannien steht Crabb skeptisch gegenüber. «Die Antwort auf Instabilität ist nicht die Schaffung neuer Unsicherheit», antwortete er auf eine entsprechende Frage.

Quelle: Tages-Anzeiger

30.6.2016

Jean-Cognac-News

Jean-Cognac-News

Ausgerechnet auf dem Brexit-Gipfel erklärt EU-Kommissionschef Juncker, das umstrittene Handelsabkommen Ceta an den nationalen Parlamenten vorbeischleusen zu wollen. EU-Regierungschefs sind empört.

Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs der EU nach dem Austritts-Votum der Briten ein klares Signal aussenden: "Wir haben verstanden." Egal, wie die EU der Zukunft aussehe - sie müsse bürgernäher werden.

Doch dann kam EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Hinter verschlossenen Türen erklärte er den Staats- und Regierungschefs, das Handelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada falle ausschliesslich in die Kompetenz der EU - und solle deshalb ohne die Zustimmung der Volksvertretungen der Mitgliedstaaten beschlossen werden.

In den meisten EU-Ländern, darunter in Deutschland und Frankreich, dürfte das als Kampfansage betrachtet werden. Sie sehen Ceta als sogenanntes gemischtes Abkommen. Alle Bestandteile, die in die Kompetenz der Mitgliedstaaten fallen, müssten von deren Parlamenten abgesegnet werden. Der Streit droht nun zu eskalieren - ausgerechnet in einer Frage der Volksbeteiligung, und ausgerechnet kurz nach dem Austrittsreferendum der Briten.

Gabriel nennt Junckers vorgehen "Unglaublich töricht"

Entsprechend heftig fällt nun die Kritik an Juncker aus. Dessen Vorgehen sei "unglaublich töricht", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dem "Tagesspiegel". Das "dumme Durchdrücken von Ceta" werde alle Verschwörungstheorien bei anderen Freihandelsabkommen wie TTIP "explodieren" lassen. Sollte Juncker sich durchsetzen, sei auch das TTIP-Abkommen mit den USA tot - auch wenn es das inzwischen ohnehin zu sein scheint.

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern fand ebenfalls deutliche Worte. "Juncker vertritt eine juristische Position", sagte Kern. Die Frage der Einbindung der Parlamente sei jedoch "hochgradig politisch". "Das hier in einem schnellen Ruckzuck-Verfahren durchzusetzen, kostet die Europäische Union viel an Glaubwürdigkeit."

Kritik kam auch aus dem EU-Parlament. "Die EU-Kommission hat den Schuss nicht gehört", schimpfte Reinhard Bütikofer, Chef der Europäischen Grünen. Junckers Vorhaben sei eine "frivole Anmassung". Bütikofers Parteifreund Sven Giegold warnte: "Ego-Trips der EU-Kommission sind Futter für die EU-Skeptiker."

Juncker verteidigte sich am Mittwoch nach dem Ende des EU-Gipfels. Ob Ceta ein gemischtes oder ein EU-Abkommen ist, sei ihm persönlich "schnurzegal" - es handele sich dabei lediglich um eine juristische Frage, die zudem eine "Scheindebatte sei". Denn inhaltlich habe niemand etwas an Ceta auszusetzen, das habe er bei den Regierungschefs "individuell abgefragt". Im Übrigen sei Ceta-Abkommen "das Beste, das die EU je abgeschlossen hat". Juncker forderte "eindeutige Rechtsmittel", die belegen, dass Ceta kein "EU only"-Abkommen ist.

Juncker warnt vor Lähmung der EU

Junckers Ansatz hat nicht nur Gegner. Die Befürworter des Vorhabens, Ceta als "EU-only" einzustufen, befürchten ein Scheitern des Abkommens, wenn die Parlamente in allen 28 Mitgliedstaaten zustimmen müssten. Verweigert sich nur eines, wäre der Handelsvertrag tot. Juncker warnte die Staats- und Regierungschefs für diesen Fall vor einer Lähmung der EU und einem massiven Glaubwürdigkeitsverlust auf internationaler Bühne, hiess es in Brüssel.

Seine Sorge ist berechtigt: Eines der vier belgischen Regionalparlamente, die zustimmen müssten, hat sich bereits auf eine Ablehnung festgelegt. Bulgarien und Rumänien wiederum wollen eine Zustimmung mit Visa-Erleichterungen durch Kanada für ihre Bürger verbinden.

Dennoch bestehen auch andere EU-Länder seit langem darauf, Ceta durch die nationalen Parlamente zu schicken. Nach dem Brexit-Referendum fühlen sie sich in ihrer Haltung klar bestätigt, und sie können mehrere Rechtsgutachten ins Feld führen. Doch auch die Kommission hat eine juristische Expertise erstellen lassen, und sie besagt, dass Ceta nahezu ausschliesslich EU-Kompetenzen berühre.

Minister könnten die Notbremse ziehen

Sollte die Kommission nicht einlenken und Ceta als "EU-only" in den Europäischen Rat einbringen, droht dort massiver Ärger. Die Regierungen der Mitgliedstaaten könnten den Vorschlag zwar abändern und Ceta zu einem gemischten Abkommen erklären - doch dafür wäre ein einstimmiger Beschluss nötig. Der schien lange sicher, bis Ende Mai der italienische Wirtschaftsminister Carlo Calendain einem Brief an Juncker signalisierte, dass sein Land ausscheren könnte.

Sollte das einstimmige Votum des Rats nicht zustande kommen, bliebe den Mitgliedstaaten als letzte Möglichkeit, Ceta vollständig zu blockieren. Denn der Beschluss benötigt eine qualifizierte Mehrheit - also die Zustimmung von mindestens 16 der 28 Mitgliedsländer, die zugleich 65 Prozent der EU-Bevölkerung stellen. Eine solche Mehrheit dürfte aber zumindest aus Sicht der Deutschen nicht zustande kommen. Minister Gabriel kündigte für sich bereits an, das Ceta-Abkommen im EU-Ministerrat abzulehnen, sollte der Bundestag vorher nicht abgestimmt haben.

Kanzlerin Merkel kündigte am Dienstagabend an, den Bundestag in jedem Fall mit der Frage zu befassen. Zugleich bemühte sie sich, die Debatte nicht weiter eskalieren zu lassen. Die Kommission habe lediglich ihre Rechtsauffassung dargelegt, sagte Merkel. Das sei kein Grund, sie "an den Pranger zu stellen".

Ceta gilt als eine Blaupause für das noch umstrittenere Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. Die kanadische Regierung hofft auf einen 20-prozentigen Anstieg des Handels mit der EU. Kritiker warnen dagegen vor einer Schwächung des Verbraucherschutzes, sozialer Ungerechtigkeit und einen zu grossen Einfluss der Wirtschaft. Die EU-Kommission hofft, Ceta vor Ende Oktober unterzeichnen zu können.

Quelle: DER SPIEGEL

29.6.2016

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News

Der Vorschlag von Aussenminister Sebastian Kurz, Flüchtlinge auf Inseln zu internieren, sei unmoralisch, so EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Tatsächlich gibt es diese Lager bereits - sie heissen Hotspots, liegen in Griechenland oder Italien und sind völlig überfüllt. Die Verteilung in Europa funktioniert nicht, doch nicht immer sind die Staaten, die keine Migranten aufnehmen wollen, daran schuld. Denn auch die Asylwerber weigern sich, in Länder wie Polen, die Slowakei oder Litauen gebracht zu werden. Stattdessen wollen sie nach Deutschland, Österreich oder Schweden.

Im vergangenen Jahr beschloss die EU die Umsiedlung von 160.000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien in andere EU-Staaten. Doch die Verteilung verläuft mehr als schleppend, bisher fanden erst knapp über 2000 Personen eine neue Heimat.

Tausende Flüchtlinge sitzen weiterhin in den Hotspots auf den griechischen Inseln fest. Diese Registrierzentren seien "im Wesentlichen riesige Zwangshafteinrichtungen", kritisierte erst vor Kurzem der UN-Menschenrechtsbeauftragte Zeid Ra'ad Al Hussein.

Flüchtlinge wollen nach Deutschland, Österreich oder Schweden

Selbst die EU-Kommission stellt in ihrem jüngsten Bericht fest, dass die Fortschritte bei der Verteilung zu wünschen übrig lassen. Zahlreiche Staaten weigern sich konsequent, Flüchtlinge aufzunehmen - doch das Scheitern des Plans liegt nicht nur an den unkooperativen Ländern.

Denn die meisten Migranten möchten sich aussuchen, wohin sie gebracht werden - fast alle wollen nach Deutschland, Österreich oder Schweden. Selbst dass Luxemburg das reichste Land der EU ist, hat sich bei den Flüchtlingen offenbar noch nicht herumgesprochen.

Bisher sind nur vier Personen nach Bulgarien gekommen

Bulgarien hat etwa bei der EU 1302 freie Plätze für Asylwerber gemeldet, tatsächlich gekommen sind bisher aber nur vier Personen. Auch die anderen Staaten Ost- und Nordosteuropas, die bisher keine oder nur sehr wenige Migranten aufgenommen haben, haben - wenn auch nicht ausreichend - Plätze angeboten.

Für so manche Experten ist dies ein Zeichen, dass das Bonus-Malus-System, das die EU nun plant (Belohnungen für Staaten, die Flüchtlinge aufnehmen, und Strafen für jene, die dies nicht tun) nicht funktionieren kann.

Quelle: Kronen-Zeitung

30.6.2016

Exzellent News

Exzellent News

Who the Fuck is Theresa?

Der britische Premier David Cameron geht, der Kampf um seine Nachfolge ist voll entbrannt: Die britische Innenministerin Theresa May hat ihre Kandidatur verkündet, Boris Johnson will heute folgen.

In einem Gastbeitrag für die Zeitung "The Times" erklärte Theresa May am Donnerstag ihre Bewerbung für den Parteivorsitz der britischen Konservativen. Am Morgen will sie auch noch ein Statement vor den Kameras abgeben. Der oder die neue Parteichefin der Tories wird im September den scheidenden Premier David Cameron beerben.

In dem "Times"-Artikel stichelt die 59-Jährige unterschwellig gegen ihren härtesten Rivalen Boris Johnson, der seine Kandidatur ebenfalls vor Ablauf der Frist am Donnerstag erklären will. Es gebe Politiker, die die Härten des Lebens nicht kennen und das Regierungsgeschäft für "ein Spiel" halten würden, schreibt May in Anspielung auf den Anführer der Brexit-Kampagne.

Vor dem Referendum hatte May sich für den Verbleib Grossbritanniens in der EU ausgesprochen. Allerdings hatte sie sich im Wahlkampf zurückgehalten.

Als Innenministerin hat May sich besonders in Einwanderungsfragen als Hardlinerin gezeigt. Das dürfte ihr im parteiinternen Wettkampf zum Vorteil gereichen, viele Tories fordern eine Einwanderungsreform. In einer Umfrage unter Parteimitgliedern führte May mit 17 Prozentpunkten vor Johnson.

Neben May haben auch schon der Arbeitsminister Stephen Crabb und Ex-Verteidigungsminister Liam Fox ihre Kandidatur für den Parteivorsitz bekannt gegeben.

Quelle: DER SPIEGEL

30.6.2016

Good News

Good News

Wenn die Polizei zum Pusten bittet, könnte es bald auch für Kiffer problematisch werden: Ein neues Gerät erkennt in der Atemluft, was sie konsumiert haben.

Hat er oder hat er nicht gekifft? Wollen Polizisten eine Antwort auf diese Frage haben, müssen sie die Körperflüssigkeiten des Verdächtigen analysieren. Künftig können Urin, Blut und Speichel jedoch unangetastet bleiben, denn Forscher um Oliver Kayser von der Technischen Universität Dortmund haben das Ion-Gas-Gerät entwickelt, mit dem sich Cannabis-Konsum in der Atemluft etwa acht Stunden lang nachweisen lässt.

Möglich macht das die sogenannte Ionenmobilitäts-Spektrometrie, eine Analysetechnik, die gasförmige Spurenstoffe erkennt und misst. Die Methode ist so genau, dass sie unter anderem auch für die Detektion von Sprengstoffen eingesetzt wird.

Grosse Hoffnungen

Das neue Gerät erkennt nicht nur zuverlässig THC (Tetrahydrocannabinol), sondern gleich zwölf verschiedene Cannabis-Bestandteile. Die Fehlerquote liegt laut Kayser bei nur etwa einem Prozent. Und nicht nur das: «Das Gerät kann auch nachweisen, ob jemand tatsächlich gekifft oder organisch produziertes Hanföl konsumiert hat, das durch THC kontaminiert war.»

Im Einsatz ist die Dortmunder Entwicklung noch nicht. Aber laut «Ruhr Nachrichten» haben zwei Polizeibehörden bereits ihr Interesse angemeldet. Auch Spitäler seien bereits hellhörig geworden, heisst es: «Sie haben häufig mit bewusstlosen Patienten zu tun, bei denen man möglichst schnell nachweisen möchte, ob und welche Drogen sie genommen haben.»

Quelle: 20Minüten

30.6.2016

So geht Blowjob nach dem Kiffen

Dangerous News

Dangerous News

Das eitle Gauklertum eines Boris Johnson oder Donald Trump zerstört eine jahrzehntelange gewachsene politische Kultur. Und die Massen machen mit, weil sie sich weiden am Zoff wie kleine Kinder.

Europa bebt, Märkte schlingern, und die Sieger des Brexit-Votums wollen mit ihrem Triumph nichts zu tun haben: Wie ein dummer Junge, der über seinen gelungenen Streich erschreckt, ist Boris Johnson abgetaucht, weiche Bekenntnisse zu Europa murmelnd. Frivoler ist wohl niemals ein Volksentscheid von solcher Tragweite als Farce entlarvt und eine Wählermehrheit zum Narren gehalten worden. Es ist wie der Sketch von Monty Python, in dem einem Kunden ein toter Papagei angedreht wird: Tot? Unsinn, er ruht sich nur aus.

Johnson wollte Politik spielen, er wollte Spass haben und den Job des Premiers als noblierter Verlierer ergattern, nicht ernsthaft Politik machen. Johnsons eitles Gauklertum ist nicht zufällig die britische Entsprechung der Reality-TV-Dreistigkeit des Donald Trump. Beide lügen und leugnen schamlos und mit sichtbarem Vergnügen. Beide betreiben Politik als Kinderspiel, das kein Gestern und kein Morgen kennt und deshalb das komplexe Heute als märchenhaft einfache Wahl zwischen Gut und Böse inszenieren kann.

Nicht die zynischen Volkstribune, die es besser wissen, sind indes die Katastrophe, sondern Massen, die ihnen folgen, weil sie nichts wissen wollen, nur fühlen. Das Feindbild dieser Massen, beim Brexit wie in Amerika meist alt, oft enttäuscht und abgehängt, sind die mühsamen Kompromissgeschäfte in Brüssel oder Washington. Johnson und Trump versprechen die Rückkehr in eine vertraute Zukunft. Dass diese Versprechen betrügerisch sind, stellt sich erst nach der Wahl heraus.

Alt gewordene Kinder wählen Kindsköpfe

Der Brexit ist nur die jüngste Spielart einer infantilisierten Politik, die von den Populisten in allen demokratiemüden Nationen immer erfolgreicher betrieben wird. Alt gewordene Kinder wählen alte Kindsköpfe, während die Jungen sie meist durchschauen und ihnen fern bleiben. Zur Infantilisierung der Politiker wie ihrer Wähler zählt die in den sozialen Medien geschulte binäre Kultur des gespendeten oder verweigerten "Like". Johnson und Trump bieten Unterhaltung wie auf dem Schulhof, durch Tabubrüche und Faustrechthaberei.

Es ist nicht Korruption oder Scheitern, an dem das Establishment in Brüssel und Washington krankt: Langeweile heisst die Todsünde. Dagegen geben Johnson und Trump alles, was Kinder charmant und unerträglich macht: Schamlosigkeit und Mitteilungsdrang, Zeigestolz und Prahlerei. Sie machen den kindlichen Wutanfall gesellschaftsfähig. Dazu Blödeln, Albern, Hänseln. Und sogenannte mündige Bürger, die den Mund desto voller nehmen, je ohnmächtiger sie sich fühlen, folgen ihnen begeistert. Intakte reife Persönlichkeiten, vulgo Erwachsene, haben gelernt, Grenzen zu respektieren. Johnson und Trump und ihren Anhängern ist das zu langweilig.

Beileibe nicht nur in Grossbritannien und Amerika. Die Deutschen haben die Alternative für Deutschland (AfD) hervorgebracht, von Kardinal Karl Lehmann als "Partei in der Pubertät" erkannt, und das gewiss nicht nur, weil sie erst wenige Jahre alt ist. Man möge dem Kinde ersparen, Vernunft zu hören, riet Rousseau im Jahr 1762: "Das macht sie ihm nur langweilig." Das waren Zeiten, als die Feuerköpfigkeit der Jugend gegen die Gemessenheit des Alters stand. Die Moderne erfand die Kindheit, und die Postmoderne lockte die Alten, die ewig jung sein wollen, zurück in die Kinderwelt, in der alles einfach war.

Törichtes Machtkalkül Camerons

Die Wissenschaft ordnet dem Infantilismus Eigenschaften zu, mit denen Johnson und Trump sich schmücken: hemmungslos, emotional, undiszipliniert, trotzig, egozentrisch, zum Imponiergehabe neigend. Klare Kante, einfache Lösungen: Keine Einreise für Muslime mehr in die USA; raus aus der EU. Der mexikanische Gärtner ist dort der Feind wie hier der polnische Klempner, man hetzt gegen die "Weltklasselügnerin" (Trump über Hillary Clinton) und gegen den Aufstieg des "Deutschen Superstaats EU". Alles klar. Immer.

Im Brexit haben enttäuschte Alte Rache genommen an ihren Kindern und Enkeln. In dem schrecklichen Missverständnis, ihnen eine glorreiche Zukunft sichern zu wollen durch die Entfesselung des Vereinten Königreichs. Viele Junge konnten sich diese Rachsucht und Insularitätsseligkeit wohl nicht vorstellen; zu wenige gingen zur Wahl. Sie teilten diese verhängnisvolle Fehleinschätzung mit David Cameron. Der kann nicht einmal Jugend zu seiner Verteidigung geltend machen.

Der Premierminister hat sich aus törichtem Machtkalkül an der Zukunft seines Landes versündigt. Nun überlässt er seinem Nachfolger feige die Verhandlungen: Jenes quälende Gezerre, das nach Angela Merkels Diktum für die Briten kein "Rosinenpicken" werden soll. Das englische Gegenstück dazu ist die Volksweisheit, man könne den Kuchen nicht zugleich essen und aufheben. Beide Bilder erinnern an naschende Kinder.

Trump gehört zurück ins Reality-TV

Noch einmal: Es sind wahrlich nicht die Wähler Donald Trumps und Boris Johnsons allein, die zur regressiven Infantilität neigen. Das Internet mit seinem Jahrmarktsversprechen der nie endenden Zerstreuung, mit dem Glamour des globalen Laufstegs wie des Prangers hat in den Demokratien unterhaltungssüchtige Wähler herangezogen. Für sie ist alles Spiel, selbst über Krieg und Krisen kann man den Daumen heben und senken. Parteien, Kommunen, Kirchen haben ihre Bindungskraft verloren.

Die globale Peergroup der Zänkischen oder (seltener) Schwärmenden hat sie ersetzt. Trump ist ein Meister des hingeworfenen Tweets, der wirkt wie rohes Fleisch im Raubtierkäfig. In aller Regel leugnet er kurz darauf, etwas Anstössiges getan zu haben. Unübertroffen, selbst von Johnson, ist seine pubertäre Prahlerei: Dass er den Brexit bei der Einweihung eines Golfplatzes in Schottland erlebte, hielt er für exzellentes Timing. Was interessiert ihn, dass die Mehrheit der Schotten für "Remain" stimmte.

Soll man und darf man hoffen, dass der Vollzug des Brexit durch das Unterhaus oder durch ein Veto Schottlands verhindert wird? Aber würden dann nicht aufgebrachte Brexit-Befürworter die Strassen Londons fluten und das Parlament zu stürmen versuchen? Man muss fürchten, dass keine Regierung damit durchkäme, das Mehrheitsvotum zu ignorieren. Da würde der Spass aufhören. Wahrscheinlich kommt die Einsicht zu spät, wie falsch es war, dem Volk die EU-Mitgliedschaft wie einen Schönheitswettbewerb anheimzustellen. Wünschen mag man, dass die republikanischen Wähler in den USA zur Vernunft kommen. Dass sie am Wahltag im November den Halbstarken Donald Trump zurückjagen, wohin er gehört: ins Reality-TV.

Quelle: DIE WELT

30.6.2016

The Naked Gun

Sommerloch-News

Sommerloch-News

Roger Schawinski schreibt in seinem Buch über den Meteorologen Jörg Kachelmann. Dieser wehrt sich gegen die Darstellung – und klagt.

Roger Schawinski veröffentlichte diese Woche sein Buch mit dem Titel «Ich bin der Allergrösste – Warum Narzissten scheitern». Darin beschreibt er auch den Meteorologen Jörg Kachelmann. Die beiden hatten früher bei Radio 24 miteinander gearbeitet.

Allerdings hat Kachelmann keine Freude daran, wie er von Schawinski im Buch dargestellt wird und kritisiert etliche Fehler im Text. «Was er in dem Buch über mich behauptet, ist weitgehend falsch», schreibt er in einem Artikel in der «Weltwoche». Am Mittwoch teilte er in den «ZüriNews» auf TeleZüri, mit, dass er bei mehreren Gerichten eine Klage gegen Schawinski eingereicht habe.

Falsche Fakten

Schawinski reihe Unwahrheit an Unwahrheit, schreibt der Meteorologe. So habe er nie ein Volontariat gemacht beim «Sonntagsblick». «Ich bin nie auf Roger Schawinski zugegangen, er ist – umgekehrt – auf mich zugekommen, und zwar erst nach meinem Auftritt bei der Zürivision, nicht davor; er hätte mich dorthin auch gar nicht geholt haben können, weil er mich damals noch gar nicht kannte – das ist das Besondere bei Schawinski.»

Kachelmann kritisiert ausserdem falsche Fakten im Buch. Der Grossteil des Textes in der «Weltwoche» zielt aber nicht auf die falschen Fakten, sondern auf die Person Schawinski. So schrieb Kachelmann etwa: «Jede Begegnung mit Schawinski nach einer Sendung sei anstrengend gewesen, berichtet Kachelmann: «Er ist ein böser, alter, neidischer Mann geworden.» Und auf Twitter deutet er rechtliche Schritte gegen Schawinski an.

Roger Schawinski wollte sich am Mittwoch auf «Tele Züri» nicht zu den Klagen äussern, da er deren Inhalt nicht kenne.

Quelle: 20Minüten

30.6.2016

Bad News

Bad News

Dem Bund droht nächstes Jahr ein Defizit. Um die Vorgaben der Schuldenbremse einhalten zu können, will der Bundesrat eine Ausnahmeregel anwenden: Er macht ausserordentliche Asylausgaben geltend.

Der Bundesrat könne die Zahl der Asylgesuche nicht beeinflussen, sagte Finanzminister Ueli Maurer am Mittwoch vor den Medien in Bern. Verglichen mit anderen Ländern sei Schweiz als Asylland nicht besonders attraktiv. Die Zahl der Gesuche sei aber wie in anderen Ländern stark angestiegen.

Genau dafür sei die Ausnahmeregelung vorgesehen: für aussergewöhnliche und vom Bund nicht steuerbare Entwicklungen. Bei der Einführung der Schuldenbremse sei die Kosovo-Krise als Beispiel genannt worden.

Konkret beantragt der Bundesrat dem Parlament, 400 Millionen Franken als ausserordentlichen Zahlungsbedarf zu verbuchen. Damit würde im ordentlichen Haushalt ein struktureller Überschuss von rund 100 Millionen resultieren.

Ohne diese Massnahme würde das Defizit im Voranschlag 2017 600 Millionen Franken betragen, bei Ausgaben von 69,4 Milliarden und Einnahmen von 68,8 Milliarden. Die Schuldenbremse lässt ein Defizit von nur rund 350 Millionen Franken zu. Der Höchstbetrag für die Ausgaben ist gemäss Schuldenbremse an die Einnahmen gebunden, wobei konjunkturelle Einflüsse berücksichtigt werden.

Ausserordentliche Ausgaben werden dem Amortisationskonto belastet, auf das beispielsweise Einnahmen aus dem Verkauf von Mobilfunklizenzen fliessen. Auf dem Konto liegen laut dem Finanzdepartement Ende 2016 voraussichtlich 2,5 Milliarden Franken. Stimmt das Parlament zu, wird dem Konto erstmals seit Einführung der Schuldenbremse im Jahr 2003 ein Betrag entnommen.

Der Bundesrat habe auch geprüft, stattdessen die Ausgaben weiter zu kürzen, sagte Maurer. Er habe diesen Ansatz aber verworfen. Für die Landwirtschaft, die Armee oder die Entwicklungshilfe hätte das Kürzungen von je rund 50 Millionen Franken bedeutet. Beim Verkehr hätten über 80 Millionen Franken gespart werden müssen, bei der Bildung gut 110 Millionen.

Der Bund rutscht in die roten Zahlen, obwohl die Finanzverwaltung für 2017 mit einem Wachstum der Einnahmen um rund 3,1 Prozent rechnet. Und die Probleme werden in den kommenden Jahren nicht kleiner. Der Bundesrat hat auch den Finanzplan 2018-2020 verabschiedet. Er erwartet Defizite von 1,4 bis 2 Milliarden Franken pro Jahr - trotz des Stabilisierungsprogramms, über welches das Parlament noch befinden muss.

Den Bundeshaushalt belasten diverse Beschlüsse des Parlaments, darunter Mehrausgaben für die Armee. Auch Beschlüsse zur Reform der Altersvorsorge, zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds sowie der Mehrwertsteuer-Sondersatz für die Hotellerie tragen zum Loch in der Bundeskasse bei. Hinzu kommen ab 2019 voraussichtlich die Kosten der Unternehmenssteuerreform III, rund 1,3 Milliarden Franken.

Die hohen strukturellen Defizite machten es unumgänglich, das Stabilisierungsprogramm vollständig umzusetzen, schreibt das Finanzdepartement. Darüber hinaus will der Bundesrat im Herbst die Eckwerte für ein weiteres Sparpaket festlegen, das den Bundeshaushalt ab 2018 in Einklang mit den Vorgaben der Schuldenbremse bringen soll.

Um den Sanierungsbedarf nicht weiter zu erhöhen, will der Bundesrat neue Aufgaben nur noch in Angriff nehmen, wenn diese «keinerlei Aufschub ertragen». Auch will er sich im Parlament dafür einsetzen, dass vorerst keine neuen Ausgaben beschlossen werden. An den Plänen für eine neue Ehepaar-Besteuerung will er aber dennoch festhalten, wie Maurer sagte. Den Bund würde das rund eine Milliarde Franken kosten.

Langfristig will der Bundesrat neue Spielräume schaffen. Er hat das Finanzdepartement beauftragt, ihm Vorschläge zu Einsparungen bei den gebundenen Ausgaben vorzulegen - jenen Aufgaben also, die aus gesetzlichen Bestimmungen folgen.

Schliesslich will der Bundesrat die Regeln der Schuldenbremse überprüfen, ohne aber die in der Bundesverfassung verankerte Bestimmung grundsätzlich in Frage zu stellen. Das Finanzdepartement soll bis Ende des Jahres einen Bericht dazu vorlegen.

Die Idee: Künftig könnten Kreditreste nicht nur für den Schuldenabbau, sondern für Investitionen im Folgejahr verwendet werden. Dem Ausgleichskonto könnte so viel entnommen werden, wie im Vorjahr das Budget unterschritten wurde. Der Bundesrat habe sich aber noch nicht festgelegt, betonte Maurer.

Als die Schuldenbremse 2003 eingeführt wurde, beliefen sich die Bruttoschulden des Bundes auf 124 Milliarden Franken. Seither konnten sie bis Ende 2015 auf knapp 104 Milliarden reduziert werden. Die Schuldenquote sank von rund 26 Prozent auf 16 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

Quelle: Bligg

30.6.2016

Ni Hao News

Fly Panda, fly

Fly Panda, fly

Ni-Hao News

14 Jahre hat seine Entwicklung gedauert, jetzt ist der Regionaljet ausgebucht: In China hat das erste selbst gebaute Flugzeug den Liniendienst aufgenommen. Die Regierung in Peking bläst zum Angriff auf Airbus und Boeing.

In Chengdu, Stadt der Pandas, hatte die Maschine um 9.24 Uhr abgehoben. 1782 Kilometer dauerte die Strecke ostwärts durch die Luft bis zum Himmel über Schanghai. Dort setzte der weiss-rote Flieger mit dem aufgemalten Sonnenvogel auf dem Seitenleitwerk um 11.37 Uhr zur Landung auf dem Flughafen Hongqiao an. Und das trotz Nieselregens: Wegen „schlechten Wetters“ waren in China wieder mal Hunderte Flüge ausgefallen. Der neue Stolz der chinesischen Luftfahrtindustrie war am Dienstag hingegen auf seinem ersten Linienflug gar schneller als geplant: Flug EU6679, betrieben von Chengdu Airlines, landete 13 Minuten früher als angekündigt.

Chinas erstes selbst entwickeltes Flugzeug hat den Linienbetrieb aufgenommen. „ARJ20“ heisst der kleine Flieger, der bei seinem ersten regulären Flug 70 Passagiere aus Chinas Westen in den Osten befördert hat. Die Bezeichnung steht für „Advanced Regional Jet“. Entwickelt hat das Modell der staatliche chinesische Flugzeugbauer Comac aus Schanghai – in nicht weniger als 14 Jahren.

Präsentiert hatte Chinas Staatsrat die Pläne für den kleinen Flieger sogar bereits im Jahr 2000, und zwei Jahre später seinen Bau offiziell beschlossen. Der Jungfernflug in Schanghai fand bereits im Jahr 2008 statt. Doch seitdem hat es immer wieder Verzögerungen gegeben, auch deshalb, weil das Projekt von nationalem Interesse ist und unter der scharfen Beobachtung des Pekinger Politbüros steht: bei seinem Einstieg in den internationalen Flugzeugmarkt will sich die chinesische Regierung keine Blösse geben. „Made in China 2025“ heisst ihre im vergangenen Jahr vorgestellte Strategie, nach der das Reich der Mitte künftig nicht mehr ein billiger Produktionsstandort für ausländische Konzerne sein soll, die den Löwenanteil der Wertschöpfung zurück nach Hause überweisen. Künftig will China alles, was in der Welt verkauft wird, selbst produzieren. Nicht nur das: die eigenen Produkte sollen künftig der westlichen Konkurrenz das Leben schwer machen. Ganz oben auf der Liste: Flugzeuge, die nicht nur „Made in China“ sind, wo Airbus und Boeing bereits heute produzieren. Sondern auch „Made by Chinese“.

Vergangenen November hatte Flugzeugbauer Comac der Öffentlichkeit seinen Mittelstreckenjet C919 vorgestellt, der bis zu 168 Sitzplätze haben soll. Allerdings ist weiterhin unklar, wann dieser zum Jungfernflug abhebt. Geplant war der Erststart bereits für das Jahr 2014. Nun soll er noch im laufenden Jahr kommen. Der F.A.Z. ist dafür ein Platz versprochen. Eine Einladung mit Datum ist allerdings noch nicht im Schanghaier Korrespondentenbüro angekommen.

Grosser Markt für kleine Flieger

Dafür fliegt Comacs Regionaljet ARJ21 ab sofort drei Mal die Woche zwischen Chengdu und Schanghai hin und her. Bis zum Ende dieser Woche sind bereits alle Flüge ausverkauft. Und das, obwohl ein Ticket mit 1760 Yuan (240 Euro) um 400 Yuan teurer ist als mit dem Flug einer anderen Airline im Modell 320 des europäischen Flugzeugbauers Airbus.

Den Journalisten, die am Morgen vor dem Tor 3 des Flughafens in Schanghai warten, präsentieren sich nach einer Stunde schliesslich zwei „Delegierte der mitreisenden Passagiere“ des ersten Linienflugs. Hu Shuangqian, Ende Fünfzig, graues Haar, Schanghaier Akzent, sass auf dem Platz 14B und hat als Arbeiter bei Comac den Regionaljet selbst am Band gefertigt. Herr Hu baut auch den grossen Bruder C919. Er hat Löcher gebohrt in aus Titan gefertigte Teile für das Landewerk des Flugzeugs, die über eine Million Yuan wert seien: „Ich war sehr vorsichtig, weil ich Angst hatte, etwas zu zerbrechen.“ Der erste Flug des China-Fliegers habe sich angefühlt wie im Modell C3221 des amerikanischen Konkurrenten Boeing, berichtet Arbeiter Hu stolz. Der Passagierraum der chinesischen Maschine sei allerdings etwas geräumiger.

Der andere Zeuge des Jungfernflugs ist Wu Xingshi, Chefentwickler des Modells ARJ21. „Wenn Sie nach Europa fliegen, sehen Sie überall die kleinen Regionaljets“, sagt Herr Wu. Bisher habe man diese nicht selbst im Angebot gehabt. „Jetzt sind wir endlich am Ziel.“ Der Markt für den neuen Flieger sei riesig, sagt er zuversichtlich. Alleine in China gebe es acht Routen, die nur von Regionaljets bedient werden könnten. Zudem sei der ARJ21 speziell für die hohen Temperaturen im Westen des Landes entwickelt worden. Fast 300 Bestellungen für Maschinen liegen Comac bereits vor, ausgeliefert sind bisher acht Exemplare. Allein Chengdu Airlines will 30 ARJ21 abnehmen – dass es sich bei der Airline und beim Flugzeugbauer jeweils um Unternehmen handelt, die im Besitz des chinesischen Staats handelt, dürfte dem Verkaufserfolg von Chinas erstem Flieger keinen Abbruch getan haben.

Er habe einen Traum, sagt Chefentwickler Wu auf dem Flughafen in Schanghai: „Dass die Menschen auf der ganzen Welt eines Tages einmal sagen werden: Wenn es keine Maschine von Comac ist, steige ich nicht ein.“

Quelle: FAZ

30.6.2016

Wenn es keine Maschine von Comac ist, steige ich nicht ein

Ziegen News

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Dilek Zaptcioglu

Dilek Zaptcioglu

ist Journalistin, Autorin und Übersetzerin und lebt in Istanbul. Sie schreibt unter anderem für die Berliner «taz». Nach ihrem preisgekrönten Erstling «Der Mond isst Sterne» von 1998 erzählte sie 2002 «Die Geschichte des Islam». Sie setzt sich zudem vertieft mit dem deutsch-türkischen Verhältnis auseinander.

Schulterschluss mit Erzfeind Israel, Kniefall vor Kreml-Chef Putin: Recep Tayyip Erdogan erstaunt dieser Tage mit ungewohnten Gesten. Türkei-Expertin Dilek Zaptcioglu hält das für einen taktischen Rückzieher: der starke Mann vom Bosporus bleibe unberechenbar.

SRF News: Ist das eine Kehrtwende in der türkischen Aussenpolitik, wie manche Kommentatoren meinen?

Dilek Zaptcioglu: Das ist in der Tat so. In den vergangenen fünf, sechs Jahren hat Erdogan gegen Israel und Russland gewettert und massive Gegenpropaganda betrieben. Insofern sind diese Versöhnungsakte tatsächlich sehr unerwartet gekommen.

Sehen wir uns die Versöhnungen genauer an: Zuerst Russland: Vergangenen Dezember schloss Erdogan noch kategorisch aus, sich bei Moskau für den Abschuss des russischen Kampfjets zu entschuldigen, was motivierte ihn nun, das doch zu tun?

Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei wichtige Gründe. Der erste ist das Scheitern von Erdogans Syrien-Politik. Er hat erkannt, dass das Assad-Regime mit Moskaus Unterstützung die Aufständischen und islamistischen Kämpfer weit zurückdrängen kann. Die Türkei ist nicht einmarschiert – sie hat dafür keine internationale Erlaubnis. Auch die türkische Armee ist nicht gewillt, in Syrien zu intervenieren. Der zweite Grund für Erdogans Versöhnungspolitik ist, dass der türkische Handel mit Russland und der Tourismus eingebrochen sind. Die Tourismusindustrie weint und wurde tagtäglich bei Erdogan vorstellig. Doch die Wirtschaft allgemein – etwa die Lebensmittelexporte nach Russland – wurde geschädigt. Für Millionen Türken hatte das Zerwürfnis wirtschaftliche Folgen. Insofern war Erdogan zum Schluss gezwungen, eine Versöhnung mit Russland zu erreichen.

Untersucht die türkische Regierung den Abschuss auch seriös?

Die Untersuchungen sind schon weitgehend abgeschlossen. Die türkische Regierung behauptet, 17 Sekunden wäre ihr Luftraum von den Kampfjets ohne Erlaubnis überflogen worden. Was lächerlich ist. Die Türkei wollte gegenüber Russland das Zeichen setzen, es in Syrien nicht zu weit zu treiben. Russland wollte darauf nicht hören. Die Türkei war demgegenüber machtlos. Das Ganze ist also nichts anderes als die Vorführung der Machtlosigkeit der Türkei und Erdogans Politik – deswegen die erzwungene Kehrtwende gegenüber dem Kreml.

« Erdogan wird seinen islamistischen Kurs nicht aufgeben und unberechenbar bleiben. »

Der Streit von Israel war etwas anders geartet: Da ging es um eine pro-palästinensische Protest-Flotte, die nach Gaza übersetzen wollte. Die israelische Armee stoppte das Schiff und tötete zehn türkische Aktivisten, worauf Ankara die diplomatischen Beziehungen einfror. Das war vor sechs Jahren. Ab wann suchten die beiden Länder den Kompromiss – wohl nicht erst letzte Woche?

Wie zu hören ist, dauerten die Gespräche in Rom schon vier Monate an. Zunächst auf Ebene der Aussenministerien, zum Schluss auf der Ebene Aussenminister selbst. Sie unterschrieben dann ein Abkommen. Was sehr interessant ist. Denn Staatspräsident Erdogan und seine Partei, die AKP, schüren den Antisemitismus in der Türkei. Erdogan hat immer Kapital daraus geschlagen, Israel zu brüskieren und zurechtzuweisen. Dieses Abkommen ärgert die Islamisten in der Türkei. Es zeigt aber auch, dass die Regierung Washingtons Wünschen gegenüber nicht Nein sagen konnte. Denn die Amerikaner sollen Ankara regelrecht dazu gezwungen haben, sich mit Israel zu versöhnen.

Hat die Türkei denn auch eigene Interessen an diesem Schulterschluss mit Israel, ausser Washington zufrieden zu stellen?

Erdogans strategisches Ziel wäre meiner Meinung nach gewesen, die Beziehungen zu Israel zu kappen und eine Islamische Union, die ihm ja nach dem Vorbild der EU vorschwebt, zu bilden. Das ist ihm nicht gelungen.

Präsident Erdogan zeigt also seine pragmatische Seite, gegenüber Israel und Russland. Aber wie berechenbar ist er als Partner?

Er ist nicht berechenbar. Er will viele Seiten zufriedenstellen – seine arabischen Freunde, jetzt ist er gezwungen, sich mit Moskau zu arrangieren, er hat seine islamistische Basis. Auf der anderen Seite steht natürlich Washington als grosse Wirtschaftsmacht und Rüstungshilfe. Insofern jongliert er zwischen allen Seiten. Schlussendlich wird er seinen islamistischen Kurs jedoch nicht aufgeben und unberechenbar bleiben.

Das Gespräch führte Isabelle Jacobi.

Quelle: SRF

30.6.2016

Nature News

Nature News

Es ist wichtig für Medizin und Technik, doch Helium ist ziemlich knapp. Ein neuer Fund in Tansania könnte die Lage entspannen - wenn sich die Lagerstätte wirtschaftlich nutzen lässt.

Krise, das sagt sich so leicht dahin. Brexit-Krise, Ukrainekrise, Flüchtlingskrise - das Wort bestimmt die Schlagzeilen. Dann freilich gibt es noch die Krisen, von denen kaum jemand gehört hat. Die Helium-Krise zum Beispiel. Vor der haben Forscher wie der Physiknobelpreisträger Robert Richardson seit Jahren gewarnt.

Die Kurzfassung: Das Edelgas Helium ist zwar nach kosmischen Massstäben alles andere als selten - wegen seiner Flüchtigkeit aber auf der Erde ziemlich knapp. Und die Vorräte schwinden rapide. Dabei brauchen wir das Element nicht nur als Partyspass in Luftballons, sondern vor allem für so praktische Dinge wie die Kühlung der Magnete in Kernspintomografen, die Herstellung von Computerchips, für bestimmte Schweissverfahren, zum Betrieb von Weltraumteleskopen und Teilchenbeschleunigern.

Weltverbrauch mal sieben

Auch wenn Wissenschaftler im Detail darüber stritten, ob das Wort Krise tatsächlich angebracht ist: Helium war und ist ein kostbares Gut, vor allem als Kühlmittel für supraleitende Magnete. Ein Fund im ostafrikanischen Tansania lässt nun zumindest hoffen, dass es auch in Zukunft nicht knapp wird.

Und das gleich aus zwei Gründen: Da ist zum einen die Grösse der Lagerstätte, die ungefähr den siebenfachen aktuellen Weltjahresverbrauch des Edelgases umfassen soll. Zum anderen, und das ist vielleicht noch interessanter, versprechen die beteiligten Forscher, dass sich das angewandte Suchverfahren auch in anderen Teilen der Erde erfolgreich einsetzen lässt.

Forscher der britischen Universitäten in Durham und Oxford haben ihre Ergebnisse gerade auf einer grossen Geochemie-Konferenz im japanischen Yokohama vorgestellt. Konkret vermuten sie eine Lagerstätte von 1,5 Milliarden Kubikmeter Helium. "Das ist bahnbrechend in Bezug auf die zukünftige Sicherheit der Heliumversorgung der Gesellschaft", sagt Chris Ballentine von der University of Oxford. Schon bald könne es noch mehr derartige Funde geben. Zusammen mit Kollegen hatte er sich im Gebiet des Ostafrikanischen Grabens umgesehen, einem Hunderte Kilometer langen Riss in der Erdkruste.

USA lösen Heliumreserve auf - und drücken den Preis

Die Gegend, wo der afrikanische Kontinent eines fernen Tages einmal auseinanderbrechen dürfte, ist geologisch höchst aktiv. Vulkane sind dabei auch schuld am Entstehen der gefundenen Heliumlagerstätten. Kleinere Mengen des Gases bilden sich ständig bei radioaktiven Zerfallsprozessen im Gestein der Erdkruste. Spannend wird es nun, wenn sie durch die Hitze des Vulkanismus nach oben befördert werden - und sich dort in bodennahen Erdgaslagerstätten sammeln.

Die Forscher hatten mit ihrem Ansatz schon in den Rocky Mountains interessante Gebiete für die Heliumsuche identifiziert. Nun konnten sie in natürlichen Gasaustritten in Tansania Heliumkonzentrationen von teils mehr als zehn Prozent ausmachen, berichten sie.

Erdgasfelder rund um den Globus sind bereits jetzt die wichtigsten Orte für die Heliumproduktion. Das Edelgas ist in geringer Konzentration im geförderten Erdgas enthalten und wird davon abgetrennt. Neben den USA und Russland gehören unter anderem Algerien und Katar zu den wichtigsten Herstellern. Helium aus der Luft zu gewinnen, wäre viel zu energieintensiv. Die Konzentration des Gases liegt in Bodennähe gerade einmal bei 5,2 ppm (parts per Million, zehntausendstel Prozent).

Dicht an Vulkanen, aber nicht zu dicht

Die USA verfügten jahrzehntelang über eine staatliche Heliumreserve mit Milliardenwert - zuerst für das Befüllen von Luftschiffen, später für das Spülen von Raketentanks. Der Vorrat wurde in einer unterirdischen Kaverne im texanischen Amarillo gelagert - und wird seit 1996 nach und nach aufgelöst. Das Problem: Dadurch ist der Preis für Helium in den vergangenen Jahren massiv gefallen, ein sparsamer Umgang lohnte sich nicht. Doch schon in Kürze ist der Verkauf der Reserve abgeschlossen - und dann dürften zumindest für internationale Kunden die Preise anziehen. US-Institute und die Regierung halten nur einen Teil der Reserven für sich zurück.

Für den Weltmarkt könnten frische Vorkommen interessant sein. Bei der Heliumsuche nach dem neuen Verfahren ist nach Auskunft der Forscher - kurz gesprochen - der richtige Abstand zu einem Vulkan entscheidend. Wenn die Gaslagerstätten zu dicht an diesem liegen, ist das Helium zu sehr durch andere Gase wie Kohlendioxid verdünnt. Bei zu grossem Abstand zum Vulkan, wiederum, wurde zu wenig Helium nach oben befördert.

An den Untersuchungen in Tansania war neben den Wissenschaftlern auch das norwegische Unternehmen Helium One beteiligt. Und dessen Mitarbeiter werden genau darauf schauen, ob eine Förderung in Ostafrika überhaupt wirtschaftlich wäre. "Ob sich eine Bohrung und eine Förderung lohnt, wäre noch zu sehen", sagt auch Joerg Erzinger vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam, der nicht an den Forschungsarbeiten beteiligt war.

Zwar sei der berichtete Heliumanteil von zehn Prozent "wirklich viel", so Erzinger, doch im Gegensatz zur bisherigen Heliumproduktion gebe es einen entscheidenden Unterschied: Woanders habe man nach Gas gebohrt und nebenbei auch Helium gefördert. In Tansania wäre das Helium der Hauptgrund zu bohren.

Quelle: DER SPIEGEL

30.6.2016

Frohlocket

Frohlocket

Weil ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt, wählen alte Menschen sorgfältiger aus, mit wem sie ihre Zeit verbringen. So erklärt zumindest eine Theorie, warum Senioren weniger am sozialen Leben teilnehmen. Doch wahrscheinlich ist das nur die halbe Wahrheit.

Eine Oma, die regelmässig neue Freundschaften schliesst, ein Rentner, der immer in einer Gruppe unterwegs ist – das sind Ausnahmen. Ältere Menschen beteiligen sich in der Regel weniger am sozialen Leben. Sie würden mit dem Alter wählerischer, weil sie wüssten, dass ihnen weniger Zeit bleibe, und sie wollten daher Schwerpunkte setzen, so lautet die gängige Erklärung von Psychologen. Aber vielleicht überschätzen sie damit die bewusste Verhaltenssteuerung. Möglicherweise läuft nämlich bei uns ein biologisch sehr altes, auch schon bei Primaten verankertes Verhaltensprogramm ab, wie nun eine Studie an Berberaffen nahelegt.

Zuschauen und kommentieren

Das Team um Julia Fischer vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen hat zweieinhalb Jahre lang insgesamt 118 Berberaffen in einem Freigehege im französischen Rocamadour beobachtet und mit ihnen Verhaltenstests durchgeführt. Die Tiere bekamen diverse Spielzeuge oder einen undurchsichtigen, mit Papier verschlossenen Zylinder mit Leckerbissen vorgelegt. Zudem zeigte man ihnen Bilder von engen Freunden, neugeborenen und anderen Artgenossen. Den Weibchen spielte man zudem Schreie von engen Freunden und fremden Berberaffen vor.

Mit zunehmendem Alter interessierten sich die Tiere immer weniger für Spielzeuge – mit Ausnahme des Futter enthaltenden Zylinders. Babybilder oder Schreie von engen Freunden wurden immer und in allen Altersgruppen ähnlich intensiv beachtet, fremde Affen dagegen im Alter weniger. Zudem nahm die Interaktion allgemein ab. «Die Älteren verloren jedoch nicht das Interesse an der Gruppe, nahe bei ihnen stattfindende Spiele oder Streitereien beobachteten und kommentierten sie mit Lauten. Auch wurden sie nicht aktiv von den anderen ausgeschlossen, sondern weiterhin von vielen gelaust», berichtet Fischer. Aber die Omas und Opas hätten sich kaum eingemischt und weniger aktiv den Kontakt gesucht. Das klingt wie ein alltäglicher Bericht aus einer menschlichen Wohnsiedlung.

Noch sei allerdings unklar, warum die Senioren insgesamt weniger Interaktionen mit anderen Gruppenmitgliedern hätten, sagt Fischer. Zum Teil seien die betagten Affen schwächer. Aktivitäten seien ihnen daher wahrscheinlich rein körperlich zu mühsam. «Möglicherweise sind ihnen Gruppen zu stressig und zu unsicher», spekuliert die Primatenforscherin. Man wisse, dass junge Tiere – und auch Menschen – risikobereiter seien und auch sein müssten, um sich fortpflanzen zu können. Doch wenn der Nachwuchs da sei, müsse man ihn und sich schützen. Zudem verheilten Verletzungen mit zunehmendem Alter schlechter. Also wird die Risikovermeidung wichtiger. Ob ältere Affen sich nun aus Unsicherheit oder mangelnder Energie zurückhalten, das will Fischer in einer Folgestudie untersuchen.

Der Affe in uns

Die neuen Erkenntnisse kratzen laut Alexandra Freund, Psychologin an der Universität Zürich, an der eingangs erwähnten Theorie über die Ursache der im Alter verminderten Sozialkontakte. Denn man könne nicht davon ausgehen, dass sich Berberaffen Gedanken über ihre begrenzte Lebenszeit machten. «Gelegentlich überschätzen wir die Dominanz unseres Bewusstseins», sagt Freund. Vermutlich wird der soziale Rückzug im Alter eher durch weniger Energie, körperliche und geistige Beeinträchtigungen sowie zudem eine gewisse Unsicherheit und Risikominimierung geprägt. Auch wenn beim Menschen das Nachdenken über die begrenzte Lebenszeit wohl noch hinzukommt.

Quelle: NZZ

24.6.2016

Doktor, beim Zwangsgebührensender ist das bedingungslose Grundeinkommen längst Realität

Susi, Alain und Salzstreuer - die Dumpfplauderer der Nation

«In viär Minüte beginnet där Matsch». O-Ton Salzstange Wow. Gut, dass uns dies jemand mitteilt.

Reif für die Psychoanalyse

Laut Recherchen des Medienmagazins «Kress pro» sollen die beiden Fussballexperten Oliver Kahn (ZDF) und Mehmet Scholl (ARD) bei den beiden deutschen öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten Millionen an Honoraren einstreichen. «Für dieses Trinkgeld würde wohl kein Schweizer in Deutschland als Experte arbeiten», witzelt der ehemalige Schweizer Nationalcoach Rolf Fringer.

Fringer, der morgen bei der Achtelfinalpartie zwischen Polen und Portugal wieder als Experte im SRF-Studio sitzt, will keine konkreten Zahlen nennen, sagt aber: «Mein Honorar beim Schweizer Fernsehen ist natürlich ein totaler Bruchteil von den kolportierten Zahlen in Deutschland. Aber ich mache das auch nicht wegen des Geldes. Ich mache das, weil ich immer noch sehr viel Freude am Fussball habe.»

Fringer kann sich im Übrigen nicht vorstellen, dass Scholl und Kahn solch horrende Honorare erhalten. «Wenn die wirklichen Zahlen mal herauskommen, dann werden die ebenfalls wesentlich tiefer sein.»

Der ehemalige Schweizer Nationalspieler Martin Andermatt war 2008 gerade Trainer bei YB, als er während der EM ein Spiel für SRF analysierte. «Ich weiss nicht einmal mehr, um welche Partie es sich handelte. Aber soweit ich mich erinnern kann, gabs einzig Spesen.»

Der ehemalige Nationalspieler Andy Egli analysiert für SRF EM-Spiele und Partien in der Europa League. Er macht überhaupt kein Geheimnis um sein Honorar und ist völlig transparent. «Pro Studiogang erhalte ich 2000 Franken inklusive Spesen und Sozialabgaben. Für einen ganzen Tag mit drei EM-Spielen gab es 3000 Franken, für einen Tag mit zwei Partien 2500 Franken.»

Ein Schweizer Experte, der nicht genannt werden will, sagt: «Es geht niemanden etwas an, was ich für ein Honorar erhalte. Es gibt eine gewisse Summe für ein Spiel, die jeder für sich persönlich mit SRF aushandeln muss.»

Quelle: Tages-Anzeiger

30.6.2016

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

Gemäss «Lohnbuch der Schweiz» – einem offiziellen Standardwerk – schwanken die Mindestlöhne in der Schweiz zwischen 3'200 und 4'000 Franken. Pro Monat, wohlverstanden! Beim Zwangsgebührensender SRF scheint dies der Mindestlohn für Dumpfplauderer zu sein. Allerdings pro Stunde. Wohlverstanden!

Bauernregel zum 30. Juni

«Willst Du richtig Geld verdienen, musst Du die Fussball-EM kommentieren.»

Mitmachen und Gewinnen - Fussball-EM Tipp-Spiel

LIVE-TICKER zur Fussball-EM 2016

Video zum Tag: Schimpansen vergessen nie

Video zum Tag

Taschentücher griffbereit? Es wird emotional: Nach 18 Jahren trifft Linda Koebner zwei Affen wieder, denen sie einst zur Freiheit verhalf. Und diese erinnern sich nur zu gut an ihre einstige Retterin. Das Video dazu macht die Runde im Netz.

Im Alter von 23 Jahren hatte die Tierschützerin mehrere Schimpansen aus einem Versuchslabor gerettet. Sie lebte vier Jahre lang mit ihnen zusammen, um sie langsam an das Leben in der Natur zu gewöhnen. Mehr als 18 Jahre hatten Pflegemutter und Schützlinge daraufhin keinen Kontakt, dann traf Koebner die beiden Affen Swing und Doll wieder.

Rührendes Wiedersehen

Bei ihrem Wiedersehen im „Chimp Haven“-Naturreservat in Louisiana begrüssten die Affen Koebner mit Umarmungen und affentypischen Ritualen. Die einstige Ziehmutter konnte ihrerseits die Tränen nicht zurückhalten.

Ihren Anfang nahm diese sagenhafte Story im Jahr 1974. Linda Koebner half, mehrere Affen aus einem Versuchslabor zu befreien. Dort wurde nach einem Mittel gegen Hepatitis geforscht. Als dieses gefunden war, waren die Schimpansen nicht mehr von nutzen. Üblicherweise wurden die Versuchstiere dann hingerichtet – doch Koebner nahm sich der Schimpansen an. Sie brachte die Tiere in die USA, um diese an ein Leben in der Natur gewöhnen.

Zunächst fürchteten sich die verängstigten Affen selbst vor dem Gras und der Sonne. Nichts Anderes als harten Käfigboden und dunkle Kisten waren sie seit Jahren gewohnt.

Koebner kümmerte sich vier Jahre

Aber dann begann für die Tiere in Florida ein neues Leben. Koebner verbrachte die folgenden vier Jahre mit den Tieren. Tag für Tag gewöhnte sie die Schimpansen an ein Leben außerhalb der Versuchslabore.

Zu sehen sind diese Szenen in einem Clip auf YouTube. Dieser ist Teil der Doku „Wisdom of the Wild“ aus dem Jahr 1999.

Video des Wiedersehens ist Internet-Hit

Seit zwei Jahren befindet er sich nun auf YouTube und wird seit den jüngsten Debatten um das Halten von Menschenaffen in Zoos fleissig geteilt. „Schimpansen haben uns in dieser Welt so viel gegeben“, äussert Koebner in dem Clip ihre Meinung. „So viel Wissen über uns, unser Sozialverhalten, über unsere Stimmungen. Denn sie sind uns als Lebewesen sehr ähnlich.“

Und wie sich zeigt, vergessen Schimpansen auch nicht.

Quelle: Hamburger Morgenpost (Text), Video Youtube

14.6.2016

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

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