Merz pocht auf Schweizer Sitz bei Währungsfonds
Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat an der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IMF) in Washington den Sitz der Schweizer Stimmrechtsgruppe im Exekutivrat des IMF verteidigt. Der Anspruch der Schweiz rechtfertige sich insbesondere durch die Grösse des Wirtschafts- und Finanzplatzes Schweiz, die Bedeutung des Frankens sowie durch die Rolle des Landes als Beitragszahlerin im IMF, sagte Merz, wie das Finanzdepartement (EFD) am Freitag mitteilte.
Die finanziellen Beiträge der Mitgliedsländer, zum Beispiel an die IMF-Fonds für verbilligte Kredite und technische Hilfe an Entwicklungsländer, müssten angemessen berücksichtigt werden. Von der zur Diskussion stehenden Umverteilung von Stimmrechten sollten primär jene Länder profitieren, die an der kalkulierten Quote bemessen am meisten untervertreten seien.
Von einer möglichen Konsolidierung der EU, die heute 8 von 24 Direktorensitze inne hat, sei der Schweizer Sitz nicht betroffen. Denn ihre Stimmrechtsgruppe bestehe aus Ländern, die - mit Ausnahme von Polen - nicht EU-Staaten seien. Seit dem Beitritt von Kasachstan sind insbesondere alle zentralasiatischen Länder in dieser Gruppe vertreten, wie Merz festhielt.
8.10.2010



















