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Luzart 2010

Milliardenschweres Konjunkturpaket in Japan

Kampf gegen die anhaltende Krise

Im Kampf gegen die Wirtschaftskrise hat das japanische Kabinett am Freitag ein weiteres Konjunkturpaket über umgerechnet rund 44 Milliarden Euro aufgelegt. Mit dem Geld sollen Beschäftigungs- und Sozialprogramme, Hilfen für kleinere Unternehmen und Investitionen in die Infrastruktur bezahlt sowie ein erneuter Kursanstieg des Yen verhindert werden. Finanziert werden soll das Paket über einen Nachtragshaushalt, den Ministerpräsident Naoto Kan noch in diesem Monat ins Parlament einbringen will. Dafür ist er jedoch auf Stimmen aus der Opposition angewiesen.

Bereits am Dienstag hatte die japanische Zentralbank den Leitzins für die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt auf fast null Prozent gesenkt, um die Deflation zu bekämpfen. Die Bank kündigte zur Stützung der Wirtschaft ausserdem ein Programm zum Aufkauf von Wertpapieren im Gesamtvolumen von fünf Billionen Yen (rund 44 Milliarden Euro) an. Dadurch soll die Kreditwirtschaft wieder Spielraum zur Vergaben von Darlehen an Unternehmen bekommen.

Problem für die Erholung der japanischen Wirtschaft ist derzeit der Höhenflug des Yen. Dadurch werden Warenimporte aus dem Ausland günstiger und Exporte japanischer Güter in alle Welt teurer. Durch den Preisverfall bei Einfuhren halten sich Verbraucher mit Anschaffungen zurück in der Hoffnung auf immer günstigere Preise. Der Absatz japanischer Produkte im Ausland lahmt, weil die japanische Währung so teuer ist.

8.10.2010