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Luzart 2010

Neue Kastanienbäume für Kastanienbaum

Ein Kastanienbaum beim Seehotel Kastanienbaum

Im Horwer Ortsteil Kastanienbaum gibt es nur noch eine Handvoll Kastanien­bäume. Das soll sich ändern: Im Gebiet Krämerstein/Utohorn werden 22 neue Kastanienbäume gepflanzt. Der Ortsteil heisst verheissungsvoll Kastanienbaum, doch Kastanienbäume sind Mangelware. Zwei Altbäume stehen am Südrand des Krämerstein-Parks, einige Exemplare im angrenzenden Wald sowie diverse auf dem einen oder andern Privatgrundstück.

Horw einst als Hochburg für "Cheschtene"

Früher war das anders. Der Ortsname «Kastanienbaum» wurde 1434 erstmals erwähnt und ist auf die starke Verbreitung der Edelkastanie auf der Horwer Halbinsel zurückzuführen. Die «kleine Eiszeit» um 1700, der Import neuer Agrarpflanzen und die Bedeutung der Edelkastanie als Nahrungsmittel wirkten sich auf den Baumbestand aus. Das ist kein «Horwer Phänomen», sondern betrifft die ganze Vierwaldstättersee-Region, wie die Gemeinde Horw per Medienmitteilung präzisiert.

Ideales Seeklima bei Krämerstein

Die IG Kastanienbaum Zentralschweiz engagiert sich seit Jahren für eine Renaissance der Kastanienbäume. Um den Vierwaldstättersee sollen 16 Kastanienhaine wieder errichtet werden. Einer der wichtigsten dürfte der Kastanienhain Krämerstein/Utohorn werden. Dieser Standort ist wegen des milden Seeklimas und dem sauren Muttergestein besonders gut geeignet. Auf dem Areal, rechts angrenzend an die Villa Krämerstein, werden auf einer Fläche von 35 Aren 22 Jungbäume gepflanzt.

Die Gemeinde Horw, der Kanton Luzern und der Fonds Landschaft Schweiz unterstützen das Projekt zur Wiederansiedlung der Kastanienbäume. Auch Private oder Firmen können das Projekt kurz- oder langfristig fördern. Eine Baumpatenschaft kann über einen Betrag von 500 bis 2'000 Franken eingegangen werden.

1.10.2010