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Luzart 2010

Streit um «Piercing» für das Stockhorn

So soll die geplante Aussichtsplattform am Stockhorn aussehen

Die Stockhornbahn will dem markanten Berg bei Thun im Berner Oberland eine Art Nasenring verpassen. Doch nicht alle finden Gefallen am geplanten ringförmigen Aussichtssteg aus Stahl und Glas. Gegen das Projekt sind zehn Einsprachen eingegangen. Gegen eine Aussichtsplattform am Stockhorn, die an ein Nasen-Piercing erinnert, sind zehn Einsprachen erfolgt. Sie stammen von vier Vereinen und sechs Privaten, wie das Regierungsstatthalteramt Thun am Dienstag mitteilte. Das Baugesuch wird nun auf die Vereinbarkeit mit den rechtlichen und planerischen Grundlagen geprüft.

Gegen den Aussichtssteg hat etwa die die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) Einsprache erhoben. Sie argumentiert, dass die Nordflanke des Stockhorns ein Gebiet sei, das langfristig ungestört erhalten bleiben müsse.
Auch die Berner Sektion von Pro Natura stellt sich gegen das Projekt. Beispielsweise würden die Besucher auf dem Steg die Felsbrüter unter den Vögeln stören, schreibt die Organisation. Sie kritisiert, dass die Berge «nur noch als Kulisse für Nervenkitzel, Events und Inszenierungen» benutzt würden.

Die Stockhornbahn will mit dem Steg knapp unterhalb des Gipfels den Besuchern eine neue Attraktion bieten. Er werde einen einzigartigen Blick in die Tiefe mit einem spektakulären Freiluftgefühl ermöglichen, schreibt das Unternehmen. Es will eine halbe Million Franken für den Bau aufwenden.

5.10.2010