Unser täglich... Unser täglich...
Bloghouse Bloghouse
Services Services
Feuilleton Feuilleton
Ausstellungen Ausstellungen
Museum Museum
Theater Theater
Architektur/Wohnen Architektur/Wohnen
Humor Humor
Luzart 2010

Bligg rappt am Luzernerquai

Die wunderbare Blässi

Samstag, der 23. Januar des neuen Jahres. Herr Luzart spaziert zusammen mit Stadtpräsident Urs W. Studer an den Gestaden des Vierwaldstättersees. Plötzlich vernehmen die beiden einen Rapper, der lautstark seinen neuesten Gospel von sich gibt. Ein bisschen monoton das Ganze, was ja in der Regel die Qualität eines begnadeten Rappers ausmacht: Monotonie in allen Lebenslagen. Interessanter als der Weihnachtsgospel von Bo Katzmann ist das Rapgejaule auf jeden Fall.

Wer immer am Luzernerquai unterwegs ist, bleibt gebannt stehen und hört dem Spektakel zu. Sven Epiney, Roger de Weck, Barack Obama, Stefan Lambiel, Toni Sailer (der sieht irgendwie in letzter Zeit aus wie ein Toter), Hansi Hinterseer, Martin Scherrer, Bernhard Russi, Umberto Della Valle - alle bleiben stehen. Und plötzlich kommt auch ER, der Gebenedeite daher: Cyrill Schläpfer, der grossartige Komponist und Schöpfer der weltbekannten Waldstätter-Symphonie, der Herausgeber unzähliger Bücher über kubanische Percusionisten, auf die die ganze Welt gewartet hat und dennoch niemand kaufen will. Cyrill, der Gebenedeite, klärt die Meute auf: «Das ist gar nicht Bligg, der hier rappt, sondern meine wunderbare Blässi, Ihr Schweinebeine!» Gut, dies zu wissen. Aber irgendwie tönt's ja wirklich ein bisschen nach Bligg, nicht ganz so schwul, aber ebenso dämlich.

Oh mein Gott! So steht's geschrieben auf Youtube. Dann wird's wohl auch stimmen...

24.1.2010