Die 19 schönsten Schweizer Bücher ausgezeichnet

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Symbolbild by Sofia Iivarinen from Pixabay

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat auf Empfehlung der Jury die 19 Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs "Die schönsten Schweizer Bücher" bestimmt. Drei von ihnen wurden auch am Wettbewerb "Schönste Bücher aus aller Welt" ausgezeichnet, darunter der "Almanach Ecart. Une archive collective, 1969-2019", der die höchste Auszeichnung erhielt. Der Jan-Tschichold-Preis, der hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung würdigt, geht in diesem Jahr an die Gruppe Maximage.

Das BAK führt jedes Jahr den Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» durch. Es zeichnet damit hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung und -produktion aus und richtet die Aufmerksamkeit insbesondere auf Werke, die zeitgenössische Tendenzen zum Ausdruck bringen. Die 19 schönsten Bücher des Jahrgangs 2019 wurden vom BAK auf Empfehlung der fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz des Grafikers Gilles Gavillet ausgezeichnet. Vom 3. bis 6. September 2020 werden die Bücher in einer Ausstellung im Helmhaus in Zürich und anschliessend an weiteren Orten in der Schweiz und im Ausland gezeigt.

Jan-Tschichold-Preis an Maximage

Mit dem Jan-Tschichold-Preis zeichnet das BAK seit 1997 eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution für hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung aus. Die Auszeichnung wird auf Empfehlung der Jury und unabhängig vom Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» verliehen. In diesem Jahr geht der mit 25 000 Franken dotierte Jan-Tschichold-Preis an Maximage.

Maximage ist ein Schweizer Designstudio, das 2009 von David Keshavjee (1985) und Julien Tavelli (1984) gegründet wurde. Das Studio mit Niederlassungen in Genf, Zürich und Paris arbeitet unabhängig oder in Zusammenarbeiten und schafft visuelle Identitäten und digitale Lösungen für die Produktion von Büchern und Plakaten sowie im Schriftdesign.

Die Gruppe Maximage befasst sich mit Werkzeugen und Technologien und trägt zu einer neuen Reflexion über die zeitgenössischen Produktionsmittel bei. Sie erforscht das typographische Schaffen, den Offset-Druck und die Erstellung von Farbprofilen. Daraus ergeben sich neue Werkzeuge, die in Grafik, Kunstschaffen, Fotografie und Druck genutzt werden können. Den Einfluss dieser Werkzeuge auf die Grafiklandschaft in den letzten Jahren würdigt die Jury mit einem Jan-Tschichold-Preis.

Die Verleihung des Jan-Tschichold-Preises an Maximage findet am 3. September 2020 im Rahmen der Vernissage der Ausstellung «Die schönsten Schweizer Bücher 2020» im Helmhaus in Zürich statt.

Auszeichnungen am Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» in Leipzig

Vom 6. bis 8. Februar 2020 führte die Stiftung Buchkunst in Leipzig den jährlichen Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» durch. Eine internationale Jury prüfte rund 600 Bücher aus 31 Ländern, die bereits an nationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden waren. Die Schweiz zählt zu den 11 ausgezeichneten Ländern und hat dieses Jahr die höchste Auszeichnung, die «Goldene Letter», erhalten für das Buch Almanach Ecart. Une archive collective, 1969–2019, Ed. HEAD – Genève / art&fiction publications (Grafikkonzept: Dan Solbach, Basel). Das Buch The Museum is Not Enough / Le musée ne suffit pas, Ed. Canadian Centre for Architecture / Sternberg Press (Grafikkonzept: Jonathan Hares, Lausanne) hat eine Silbermedaille erhalten und das Buch Etwas fehlt, Edition Patrick Frey (Grafikkonzept: Vinzenz Meyner, Zürich) ein Ehrendiplom. «Die schönsten Schweizer Bücher» werden im Rahmen der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März 2020 am Stand der Stiftung Buchkunst, Halle 3, D 502 vorgestellt.

Die schönsten Schweizer Bücher 2019 – Ausstellungsdaten

Liste der prämierten Bücher

Quelle: Bundesamt für Kultur

27.2.2020